Bibellesen

Wir glauben, dass Gottes Wort zentral für jeden Bereich unseres Lebens ist. Viele von uns haben das Privileg die Bibel selber lesen zu können.

Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 
sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. (Psalm 1,1-2)

Nimm er dir heute vor, die Bibel regelmäßig zu lesen. Die Zeit im Wort und Gebet wird ein Leben verändern und prägen. Es ist möglich die ganze Bibel in einem Jahr durchzulesen, wenn man jeden Tag nur 10 Minuten liest.

Welche Übersetzung sollte ich lesen?

Die NeÜ und NGÜ ergänzen teilweise den Wortlaut, um die ursprüngliche Bedeutung klarer und präziser auszudrücken. Es lohnt sich mehre fürs Bibelstudium immer mehre Übersetzungen zu vergleichen.

Kann man die Bibel auch hören?

Ja, es gibt auf Youtube und co auch Hörbibeln:

Die große Hörbibel ist auch empfehlenswert. Mit verschiedenen Sprechern. Eine Hörprobe ist hier.
Verfügbar bei Audible AT1 AT2 NT oder als MP3 CDs

Welche Apps fürs Smartphones gibt es?

  • MyBible – einfach und ohne Werbung – viele ältere Übersetzungen verfügbar. Android iOS
  • YouVersion – auch aktuellere Übersetzungen verfügbar – teilweise auch Hörbibeln. Android iOS

Gibt es Bibellesepläne?

Ein Bibelleseplan kann helfen mit dem regelmäßigen Bibellesen beständig zu bleiben. Es gibt ganz unterschiedliche Pläne. Nachfolgend haben wir einige zusammengestellt.

Beschreibung von dem BibelleseplanHerunterladen
In einem durch die Bibel. Morgens NT, Abends ATPDF
Kapitel der Bibel zum AbhackenPDF
Chronologischer Leseplan (man liest die Kapitel der Bibel in ihrer zeitlichen Abfolge)PDF
In zwei Jahren durch das AT und NT. Dabei werden die Psalmen und Sprüche 4x gelesen. (Auf Englisch)PDF
Einmal direkt durch die BibelPDF
Alle Kapitel der Bibel zum AbhackenPDF
In 120 Tagen durch die BibelPDF
In 90 Tagen durch die BibelPDF
Bibelleseplan von Robert M’CheynePDF

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. (2.Tim 3,16-17)

Gute Bücher, die weiterhelfen beim Bibellesen

Wir haben auch einen großartigen Zugang zu vielen Bücher, die uns beim Bibellesen helfen können. Nachfolgend sind ein paar Bücher vorgestellt.

Der große Plan. Von Gott. Für uns. – Mark Dever 4,95€

Diese Buch bietet eine kurze und leicht lesbare Übersicht über alle 66 Bücher der Bibel. Es zeigt auch wie diese Bücher zusammenhängen und Gottes Plan offenbaren.

Basis Informationen zur Bibel – John MacArthur – 12,90€

Dieses Buch bietet wichtige und interessante Information zu jedem Buch der Bibel. Es ist ein wertvolles Nachschlagewerk. Man kann es auch hier runterladen.

Folgende Information bietet es

  • Einleitung zu jedem der 66 Bücher der Bibel
  • Information über den Schreiber
  • Datum der Niederschrift
  • die Hauptpersonen
  • der historische Hintergrund
  • Hauptlehren
  • Chronologie des Bibelbuches
  • Schlüsselverse
  • häufig gestellte Fragen über jedes Bibelbuch
  • Diagramme
Induktives Bibelstudium – 24,95€

Das induktive Studium der Bibel ist eine praktische Methode für die Auslegung der Schrift.

Zu den hilfreichen Themen dieses Buches gehören:

  • die richtigen Fragen an den Text stellen
  • Bibelübersetzungen miteinander vergleichen
  • die verschiedenen Aspekte des Zusammenhangs berücksichtigen
  • das Studium von Wörtern und Begriffen
  • Grundlagen der Diskursanalyse
  • die Rolle des Heiligen Geistes bei der Anwendung der Schrift
  • die Anwendbarkeit des Textes auf die heutige Zeit bestimmen
  • das Praktizieren von Theologie als Resultat des induktiven Bibelstudiums
Roter Faden durch die Bibel – 5,90€

Diese Buch versucht klar zu machen, worum es in der Bibel eigentlich geht. Es wurde kürzere und längere Abschnitt der Bibel anschaut und in ihre Bedeutung erklärt. Dadurch bekommt einen guten Überblick über den Verlauf der Selbstoffenbarung Gottes.
Man kann dieses Buch alleine lesen oder mit einigen Personen durcharbeiten.

Wie man die Bibel studiert. 9,90€

Ein kurzes Buch, dass nicht nur Methoden zum Studieren vorstellt, sonder auch überzeugt, warum es sich lohnt die Bibel zu kennen und mit welchem Herzenshaltung man daran gehen sollte.

  • Die Kraft des Wortes im Leben des Christen
    • Die Eigenschaften der Bibel
    • Die Authentizität der Bibel
    • Der Gewinn im Studium von Gottes Wort
      • Die Quelle der Wahrheit
      • Die Quelle des Glücks
      • Die Quelle des Sieges
      • Die Quelle des Wachstums
      • Die Quelle der Kraft
      • Die Quelle der Führung
  • Wer kann die Bibel studieren?
    • Das Wort Gottes kennen
    • Das Wort Gottes ausleben
    • Sie müssen Christ sein
    • Sie müssen eifrig sein
    • Sie müssen ein großes Verlangen danach haben
    • Sie müssen heilig sein
    • Sie müssen vom heiligen Geist beherrscht sein
    • Sie müssen ein Beter sein
  • Wie man die Bibel studieren soll
    • Lesen sie die Bibel
    • Legen sie die Bibel aus
    • Sinnen sie über die Bibel nach
    • Lehren sie die Bibel
Aufgepasst und mitgedacht – 9,90€

Du kannst viel von den Schätzen der Bibel mehr verstehen, wenn du besser bei Predigen zuhören lernst. Dieses Buch gibt viele praktische Tipps, wie man das machen kann.

Das alte Testament verstehen – 16,90€

Hast Du schon einmal nach einer guten, kurzen Einführung in das Alte Testament gesucht? Ein Buch, wo Inhalt, Aufbau, grobe Linien und Besonderheiten auf den Punkt gebracht werden?

Dann ist dieses Buch genau das Richtige für Dich! Benedikt Peters nimmt den Leser an die Hand, und erklärt Bedeutung, Wesen und Struktur des Alten Testaments. Anschließend stellt er jedes Bibelbuch vor, ordnet ein, erklärt interessante Einzelheiten und verhilft dadurch zu einem gut verständlichen Zugang!

Tiefer graben – 11,90€

In diesem Buch werden 16 grundlegende Werkzeuge des Bibelstudiums vorgestellt, mit deren Hilfe wir die Bedeutung der Bibel entdecken können.
Es ist Buch, das man dem normalen und jungen Christen an die Hand geben kann, der Hilfe braucht, um die Bibel richtig zu verstehen.

Leitbild der Gemeinde – Prioritäten

Die Gemeinde Jesu muss Ziele und Visionen haben, die aus dem offenbarten Willen Gottes in der Heiligen Schrift hervorgehen. Das Leitbild der Gemeinde sollte jedem Gemeindeglied verständlich sein. Aus der Schrift erkennen wir als ECG Hellersdorf folgende Prioritäten:

Die Gemeindeglieder müssen zuerst Gott hingegeben sein, dann müssen sie einander hingegeben sein und dann der Welt. Diese drei Prioritäten geben keine zeitliche Abfolge an, sondern müssen gleichzeitig angegangen werden.
Die Hingabe zu Gott besteht in der Beziehung nach oben im persönlichen und gemeinschaftlichen Gottesdienst. Die Hingabe zueinander besteht in der Beziehung nach innen durch Ermutigung und Zurüstung der Gemeindemitglieder. Die Hingabe zu der Welt besteht in der Beziehung nach außen durch einen vorbildlichen Wandel und einer Evangelisation mit dem Wort Gottes.

Warum müssen wir uns Gedanken über die Prioritäten machen?

Was sollten die Prioritäten beim Dienen in unserer Gemeinde sein? Von den Prioritäten hängen die kurz- und langfristigen Ziele der Gemeinde ab. Die  Gemeinde muss Ziele und Prioritäten haben, eine Richtung, eine Idee wo es hingehen soll.
Wir müssen uns in den Prioritäten klar sein, damit wir an einem Strang ziehen können und in Einheit voran gehen für die Verherrlichung unseres Herrn Jesus Christus.

Nur führt euer Leben würdig des Evangeliums von Christus, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von euch höre, dass ihr fest steht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft für den Glauben des Evangeliums. (Phil 1,27)

Die Quelle für unsere Prioritäten ist die Bibel, die alleinige, vollkommene und fehlerlose Autorität für unser Leben und unseren Dienst. Wir finden die Prioritäten für den Dienst in der Gemeinde in der Antwort Jesu auf eine Streitfrage eines Gesetzesgelehrten:

Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. Das ist das erste und größte Gebot.Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten. (Mt 22,37-40)

Jesus macht deutlich, dass dies die beiden  Prioritäten sind und alle anderen Gebote davon abhängen. Wir teilen dann das zweite Gebot in zwei Aspekte auf: Unsere Nächsten in der Gemeinde lieben und unseren Nächsten in der Welt lieben. 

So sehen wir in Johannes 15 wie Jesus seinen Jüngern die letzten Anweisungen gibt

  • V.1-11    Jesus fordert seine Jünger auf, in ihm zu bleiben
  • V.12-17  Jesus fordert seine Jünger auf, einander zu lieben
  • V.18-27  Jesus fordert seine Jünger auf, der Welt Zeugnis zu geben

Auch in dem Gebet von Jesus in Johannes 17 sehen wir dieselbe Abfolge von Prioritäten 

  • V.1-5     Schwerpunkt auf Gottes Verherrlichung
  • V.6-19   Schwerpunkt auf die Jünger – Bewahrung, Einheit und Liebe in der Gemeinde
  • V.20-23 Schwerpunkt auf das Zeugnis in der Welt

Diese Reihenfolge muss beibehalten werden. Auch wenn sie nicht zeitlich nacheinander kommt, so kommt sie dennoch in den Prioritäten nacheinander. Sie bauen unumgänglich aufeinander auf. Das Dreieck gerät schnell ins Wanken wenn es umgedreht wird. 

Wir können nicht für die Welt ein Zeugnis sein, wenn wir als Gemeinde nicht in Liebe und Einheit leben. Wir können nicht in der Liebe und Einheit als Gemeinde leben, wenn wir Gott nicht lieben.

1. Die Beziehung nach oben – Gott lieben

Die Beziehung eines Gläubigen nach oben ist eine Beziehung der Anbetung Gottes. Das bedeutet nichts anderes, als Gott durch Wort und Tat die Ehre zu geben für seine Herrlichkeit:
Die wollen wir sowohl im persönlichen Gottesdienst tun als auch im gemeinschaftlichen Gottesdienst.

Jeder Gläubige hat das Privileg und die Aufforderung Gott anzubeten: 

Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. (Joh 4,23)

Wahre gottgefällige Anbetung, ist kein Ritual, sondern geschieht „im Geist und in Wahrheit“. Diese Anbetung geschieht im Herzen und ist entflammt durch den Heiligen Geist und durch das Verständnis der Wahrheit der Bibel. Echte Gefühle, gegründet in biblischer Wahrheit, sind Teil der Anbetung. Unsere Freude in Gott gehört mit zur Anbetung durch unser ganzes Wesen und Sein.

Gott lieben durch persönlichen Gottesdienst

Wir wollen Gott lieben durch einen beständigen persönlichen Gottesdienst, welcher aus einem Lebensstil der Anbetung besteht.

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, (Röm 12,1-2)

Wir wollen uns selbst als Opfer darbringen. Das beinhaltet, dass wir uns Christus unterwerfen und erkennen, dass wir sein Eigentum sind und allein für seine Ziele existieren. Wir wollen uns nicht diesem Weltlauf anpassen (Weltanschauung, Standards, Prioritäten, Freuden, Werte, Ziele) sondern unsere Gedanken andauernd und anhaltend erneuern durch die Wahrheit und so selbst verändert werden. Wir müssen uns immer wieder an der Wahrheit Gottes ausrichten.

Dieser Wahrheit müssen wir glauben und ihr im Glauben gehorsam sein.

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen. (Heb 11,6)

Gottes Gebote, denen wir gehorsam sein sollen, sind in der gesamten heiligen Schrift zu finden. Die heilige Schrift will von uns gekannt und ausgelebt werden.

Gott lieben durch gemeinschaftlichen Gottesdienst

Um den persönlichen Gottesdienst in besonderem Maße sichtbar werden zu lassen, wollen wir Gott in gemeinschaftlichen Gottesdiensten anbeten. 

Wir möchten Gott erhöhen, indem sich alle Gemeindemitglieder regelmäßig versammeln um zu beten, um Gottes Wort zu hören, um einander im gemeinsamen Gesang zu erbauen, und das Abendmahl und die Taufe zu feiern. 

Anbetung geschieht im Herzen, doch ist die Art und Weise des Gottesdienstes sehr wichtig. Der Gottesdienst muss in einer Art und Weise gestaltet werden, damit der Verstand die Wahrheit und Herrlichkeit Gottes verstehen und annehmen kann. Aus dieser Wahrheit heraus wird das Herz verändert und führt zur Anbetung im Gesang und im Gebet und findet Ausdruck in den Taten.

Verkündigung des Wortes im gemeinschaftlichen Gottesdienst 

Wir wollen bei unseren gemeinschaftlichen Gottesdiensten treu das Wort lesen und es auslegen. 

Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! (2.Tim 4,2)

Anhaltendes Gebet im gemeinschaftlichen Gottesdienst 

Wir wollen bei unseren gemeinschaftlichen Gottesdiensten einen Fokus auf das Gebet setzen.

Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch! Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren! Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. (Phil 4,4-6)

Gesang im gemeinschaftlichen Gottesdienst

Wir wollen bei unseren gemeinschaftlichen Gottesdiensten dem Herrn singen um einander zu erbauen.

Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen. (Kol 3,16)

Feiern des Abendmahls im gemeinschaftlichen Gottesdienst 

Wir wollen bei unseren gemeinschaftlichen Gottesdiensten das Abendmahl regelmäßig feiern nach dem Gebot Jesu und nach dem Vorbild der Gemeinde.

Das Abendmahl ist eine Erinnerung an den Tod Jesu und symbolisiert unsere Teilnahme am Leib Christi. Das Abendmahl ist für alle, die an den Herrn Jesus gläubig sind. 

Feiern der Taufe im gemeinschaftlichen Gottesdienst 

Wir wollen bei unseren gemeinschaftlichen Gottesdiensten diejenigen taufen, die an den Herrn Jesus gläubig geworden sind. Dies tun wir aus Gehorsam zu dem Gebot Jesu und aus dem Vorbild der Gemeinde. Die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens an Jesus.

2. Die Beziehung nach innen – Einander lieben

Ein Jünger ist nie allein, er wächst selbst und ist am Wachstum anderer beteiligt. Dieses Wachstum der Gemeinde geschieht erstens, durch Ermutigung und Erbauung der Gemeindeglieder und zweitens durch Zurüstung der Gemeindeglieder.

Einander lieben durch Ermutigung und Erbauung der Gemeindeglieder

Es ist unsere Berufung, dass die Gemeinde erbaut wird.

Deswegen wollen wir unsere Gnadengaben verwenden und die Gebote der Bibel für das Zusammenleben als Gemeinde ausleben. 

Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi […] (Eph 4,11-12)

Ausüben der Gnadengaben zur Erbauung der Gemeindeglieder

Wir wollen die Gnadengaben, die Christus hat für jeden Gläubigen erworben hat als treue Verwalter in Liebe einsetzen. 

Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes! Wenn jemand redet, so rede er es als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit ist und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (1.Petr 4,10-11)

Ausleben der Gebote zur Ermutigung der Gemeindeglieder 

Wir wollen unsern Verantwortungen gegenüber unseren Geschwistern im Herrn nachkommen. Die Bibel spricht viel von den Verantwortungen, die Gemeindeglieder füreinander hat. Diese sind besonders gut in den den folgenden Bibelstellen zusammengefasst.

Wir wollen 

  • einander lieben (Joh 13,34.35; 15,12.17; Röm 12,10; 13,8; 1.Thess 3,12; 4,9; 2. Thes 1,3; 1. Pet 1,22; 1. Joh 3,11.23; 4,7.11.12)
  • einander aufnehmen (Röm 15,7)
  • einander ermahnen (Röm 15,14)
  • einander grüßen (Röm 16,16; 1. Kor 16,20; 2. Kor 13,12; 1. Pet 5,13-14)
  • einander ertragen (Eph 4,2; Kol 3,16)
  • einander unterordnen (Eph 5,21)
  • einander ermuntern (1. Thes 4,18; 5,11)
  • einander die Sünden bekennen (Jak 5,16)
  • füreinander beten (Jak 5,16)
  • einander die Lasten tragen (Gal 6,2)
  • einander höher achten als sich selbst (Phil 2,3)
  • aufeinander achthaben (Heb 10,24)
  • gegeneinander mit Demut umhüllt sein (1. Pet 5,5)
  • sich gegenseitig erbauen (Röm 14,19)
  • gegeneinander gleichgesinnt sein (Röm 12,16; 15,5)
  • gegeneinander gütig, mitleidig und vergebend sein (Eph 4,32)
  • gegeneinander dem Guten nachstreben (1. Thes 5,15)
  • gegeneinander gastfrei sein (1. Pet 4,9)
  • untereinander in Frieden sein (Mk 9,50)
  • dieselbe Sorge füreinander haben (1. Kor 12,25)
  • einander finanziell helfen (2.Kor 8,13-14; 2. Kor. 9,7; 1 Joh. 3,17; Apg 20,35)
  • einander vergeben (Eph. 4,32; Kol. 3,13; Mt. 18,21-35; Mk. 11,25-26; Lk. 7,47)

Einander lieben durch Zurüstung der Gemeindeglieder

Die Hirten und Lehrer haben die Aufgabe die Gemeinde auszurüsten für das Werk des Dienstes. Diese Zurüstung beinhaltet auch die Betonung auf die Umsetzung. 

Zurüstung der Gemeindeglieder durch systematische und umfassende Lehre

Die Hirten und Leiter wollen die Gemeindeglieder zurüsten, indem sie den ganzen Ratschluss der Bibel predigen und lehren. 

Zurüstung der Gemeindeglieder durch Gott wohlgefällige Vorbilder

Die Hirten und Leiter wollen die Gemeindeglieder zurüsten, indem sie danach bestrebt sind in allem als gottesfürchtige Vorbilder zu leben.

Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt. (Phil 3,17)

Zurüstung der Gemeindeglieder durch Ausbau der Leiterschaft

Die Hirten und Leiter wollen die Gemeindeglieder zurüsten, indem sie sich bemühen weitere Leiter auszubilden.

Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das vertraue treuen Menschen an, die fähig sein werden, auch andere zu lehren. (2. Tim 2,2)

3. Die Beziehung nach außen – den Nächsten lieben

Wir wollen unseren ungläubigen Nächsten lieben. Mit “lieben” ist nicht nur ein sentimentales Gefühl oder eine Akzeptanz von unserem Nächsten gemeint. Nein, wir wollen unseren Nächsten von ganzem Herzen lieben und ihm Gutes tun. Dieses Gutes tun, besteht aus Dingen, die einander ergänzen: Werke und Worte. Wir wollen von Jesus reden, aber unsere Werke sollen auch Jesus widerspiegeln.


Den Nächsten lieben durch einen heiligen und guten Wandel

Wir wollen darauf acht haben, dass unsere Werke ein Zeugnis sind für unseren Herrn Jesus, weil er dazu befreit hat heilig zu leben. 

der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun (Tit 2,14)

Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten; und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung (1. Pet 2,11-12)

Den Nächsten lieben durch Evangelisation

Wir wollen auch unseren Nächsten lieben, indem wir ihm von der guten Botschaft von Jesus erzählen, zur Buße und Glauben aufrufen und vor den Folgen des Gerichtes Gottes warnen.

Evangelisation aus reiner Motivation

Wir wollen von der frohen Botschaft von Jesus aus reinen Motiven sprechen.

Denn unsere Verkündigung entspringt nicht dem Irrtum, noch unlauteren Absichten, noch geschieht sie in listigem Betrug; sondern so wie wir von Gott für tauglich befunden wurden, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir auch – nicht als solche, die den Menschen gefallen wollen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1.Thess 2,3-4)

Evangelisation als Botschafter Christi

Wir wollen die frohe Botschaft von Jesus weitergeben, indem wir uns als stellvertretende Botschafter an Jesus statt sehen.

Das alles aber [kommt] von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. 

So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!  (2.Kor 5,18-20)

Evangelisation mit einer weltweiten Perspektive

Wir wollen, dass die frohe Botschaft von Jesus alle Menschen auf der Erde erreicht.

Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde! (Apg 1,8)

Anwendung

Wie sieht es bei dir aus?

  • Wie sieht deine Anbetung im Alltag aus? Deine persönliche Heiligung? 
  • Wie ist deine Vorbereitung auf den gemeinschaftlichen Gottesdienst am Sonntag? Was machst du mit dem was du im Gottesdienst gehört hast?
  • Besuchst du regelmäßig einen Hauskreis und pflegst Gemeinschaft mit anderen Gläubigen?
  • Lebst du deinen Glauben im Alltag, so dass dein Wandel ein Zeugnis für Christus ist?
  • Suchst du nach Möglichkeiten von Christus zu erzählen?
  • Ist es dein ernstes Gebet, dass Gott jede Aktivität durch die Kraft seines Heiligen Geistes gebrauchen möge und sie in der Kraft des Geistes geschehen?

Möge Gott durch die ECG Hellersdorf verherrlicht werden und unser Herr Jesus Christus noch viele Menschen retten, bis er wiederkommt.

Was wäre, wenn Jesus nie geboren worden wäre?

von Nathan Busenitz

Im Jahr 1943 schrieb Philip Van Doren Stern eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Das größte Geschenk“. Er versuchte es ohne Erfolg zu veröffentlichen. So druckte er selbst 200 Exemplare und verteilte sie zur Weihnachtszeit an Freunde und Familienmitglieder.

Eines der Booklets fand seinen Weg nach Hollywood, wo es schließlich in die richtigen Hände fiel und in ein Drehbuch umgewandelt wurde. Der Name des Projekts wurde in „Ist das Leben nicht schön?“ geändert. Der Film wurde

1946 debütiert und ist jetzt ein Klassiker für die Feiertage. Sterns Kurzgeschichte wurde eigentlich ein Jahr zuvor veröffentlicht, aber nicht als Buch. Es wurde als Artikel mit dem Titel „Der Mann, der nie geboren wurde“ veröffentlicht.

Die Geschichte erzählt vom engagierten Bürger George Bailey, der in der Weihnachtsnacht wegen eines Missgeschicks seinen Lebensmut verliert und sich von einer Brücke stürzen will – bis er von einem theologisch verkehrten Engel gerettet und ihm gezeigt wird, wie seine Heimatstadt aussehen würde, wenn er nie geboren worden wäre.

Obwohl der Vergleich offensichtlich unzureichend ist, wirft der Titel von Sterns Geschichte eine unendlich viel wichtigere Frage auf, wenn er auf das Herz von Weihnachten angewandt wird. Was wäre, wenn der Herr Jesus niemals geboren worden wäre?

Hebräer 2 ist vielleicht kein Weihnachtstext, aber er ist einer meiner Favoriten. Dieses Kapitel stellt uns eine tiefgründige Theologie der Menschwerdung Jesu Christi vor. In den Versen 9–18 finden wir drei Antworten auf die Frage: „Was wäre, wenn Jesus niemals geboren worden wäre?“

Wenn Jesus niemals geboren worden wäre, würde es keine Erlösung von der Sünde geben

Wenn Christus nicht gekommen wäre, hätte es niemals sein stellvertretendes Sühnopfer am Kreuz gegeben, so dass es keine Vergebung, keine Erlösung, keine Rechtfertigung und keine Errettung geben würde. In Vers 9 verbindet der Autor des Hebräerbriefes die Realität der Menschwerdung Christi mit seinem erlösenden Werk am Kreuz.

„Wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken.“

Hebräer 2,9.

Wie dieser Abschnitt zeigt, ist es kein Klischee zu sagen, dass Jesus geboren wurde, damit er sterben konnte. Der Glanz von Weihnachten gipfelt im Leiden des Karfreitags und im Triumph von Ostern. Jesus ist gekommen, um zu sterben. Er ist gekommen, damit er durch Seinen Tod jedem, der an ihn glaubt, Leben geben kann.

In Vers 10 baut der Autor des Hebräerbriefes weiterhin auf den Vorteilen des stellvertretenden Opfers Christi auf.

„Denn es war dem angemessen, um dessentwillen alles ist und durch den alles ist, da er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihres Heils durch Leiden zu vollenden.“

Hebräer 2,10

Der eine einzigartige Sohn Gottes kam vom Himmel auf die Erde herab, so dass die vielen Söhne und Töchter Adams in Christus Kinder Gottes werden.

Das Wort für „vollenden“ (in V. 10) kann hier bedeuten, dass es perfekt oder vollständig ist. Natürlich war Jesus schon perfekt. Seine absolute Vollkommenheit zeigte sich in seiner Menschlichkeit, da er sich selbst in seinem Leiden und seinem Tod vollkommen dem Willen seines Vaters unterwarf (vgl. Heb 4,15). Durch seinen Tod vollendete Christus die erlösenden Absichten Gottes. Daher ist er der vollkommene Hohepriester, der durch sein eigenes Opfer die Sünden seines Volkes reinigen kann.

Dieses Thema setzt sich in den folgenden Versen fort.

Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem. Aus diesem Grund schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen, sondern spricht:
»Ich will meinen Brüdern deinen Namen verkündigen; inmitten der Gemeinde will ich dir lobsingen!«
Und wiederum: »Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen«;
und wiederum: »Siehe, ich und die Kinder, die mir Gott gegeben hat«.

Hebräer 2,11–13.

Beachten Sie die familiäre Sprache in diesen Versen. Sie sprechen von unserer Adoption in die Familie Gottes. Christus ist der Sohn Gottes nach göttlichem Recht, aufgrund dessen, wer er ist. Gläubige sind Kinder durch Adoption, aufgrund dessen, was Christus für uns getan hat.

Die Verse 10-13 wiederholen die Realität, dass unsere Rechtfertigung, Adoption, Heiligung und zukünftige Verherrlichung alle auf der Wahrheit von Vers 9 beruhen – nämlich: „Für eine Weile wurde er niedriger als die Engel.“ Ohne Weihnachten hätten wir keinen Anteil an diesen rettenden Realitäten.

Wenn Jesus niemals geboren worden wäre, würde es keinen Sieg über den Tod geben

Es ist etwas schockierend, sich die durchschnittliche Anzahl der Menschen Bewusst zu machen, die jeden Tag sterben – über 150.000 Menschen. Alle fünf Sekunden kommen neun Seelen in die Ewigkeit. Wenn der Herr noch wartet, wird der Tod eines Tages für uns alle Realität sein.

Unsere Welt fürchtet den Tod. Diejenigen, die außerhalb Jesu Christi leben, haben zu Recht Angst vor dem folgenden Gericht (Hebr 9,27). Aber als Gläubige sollten wir den Tod nicht fürchten, denn der Apostel Paulus ruft aus: „Der Tod ist verschlungen in Sieg!“ (1Kor 15,54). In Philipper 1,21 werden wir daran erinnert, dass das Leben Christus ist und Sterben Gewinn ist.

Die nächsten Verse in Hebräer 2 spiegeln das gleiche Vertrauen wider. Wir brauchen den Tod nicht zu fürchten, denn Jesus hat den Tod für alle erobert, die auf ihn vertrauen.

„Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, 15 und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden.“

Hebräer 2,14–15

In Vers 14 wird erneut die Inkarnation Christi betont. Er weist darauf hin, dass Er an Fleisch und Blut teilhaftig wurde, um die gefallenen Menschen zu retten. Der der ohne Sünde war, wurde ein Mensch, so dass durch Seinen Tod die Sündigen von Sünde und Tod befreit werden konnten.

Wenn Jesus niemals geboren worden wäre, würde es keinen Sieg über den Tod geben. Wir wären immer noch Sklaven der Todesangst, und das zu Recht, denn wir hätten keine Zukunft außer der Hölle gehabt. Aber weil Jesus gekommen ist, ist die Hoffnung des Himmels allen gegeben worden, die ihren Glauben auf den Herrn Jesus Christus gesetzt haben.

Wenn Jesus niemals geboren worden wäre, gäbe es keinen Mittler zwischen Gott und den Menschen

Engel spielen eine wichtige Rolle in den Berichten des Evangeliums rund um die Geburt Christi. Sie nehmen in den meisten Weihnachtsdekorationen ebenfalls einen besonderen Platz ein. Obwohl Engel an Weihnachten teilgenommen haben, gibt es für Engel kein Äquivalent zu Weihnachten.

Bedenke, was der Hebräerbriefautor in Vers 16 sagt:

„Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an.“

Hebräer 2,16

Der übersetzte Ausdruck nimmt er sich an, könnte übersetzt werden die Natur von jemandem anzunehmen. Der Sohn Gottes nahm niemals die Natur der Engel an. Der Sohn Gottes wurde nie ein Engel, um gefallene Engel zu erlösen. Daher gibt es kein Evangelium für gefallene Engel. Sie haben keine Gelegenheit zur Erlösung oder Errettung.

Wir würden in demselben Zustand bleiben, wenn Weihnachten nicht wäre. Gewiss gibt es heilige Engel, die für immer in der Gegenwart Gottes leben werden. Für gefallene Engel wird jedoch keine Vergebung angeboten, weil zwischen gefallenen Engeln und Gott kein Mittler existiert.

Wie müssen sich die Engel an diesem ersten Weihnachtstag über das Mysterium des Geschehens gewundert haben? Dies war etwas völlig Fremdes für ihre Erfahrung, was erklärt, warum in 1. Petrus 1,12 gesagt wird, dass das Evangelium aus Dingen besteht, in die Engel hineinzuschauen begehren. Es gibt keine Hilfe für gefallene Engel, aber für die Nachkommen Abrahams gibt es Hilfe.

Dieser Satz, der Nachkomme Abrahams, wäre in einem Brief an jüdische Gläubige besonders bedeutsam gewesen. Der Autor beabsichtigt jedoch wahrscheinlich, diejenigen, die durch den Glauben Abrahams Kinder sind, einzubeziehen (vgl. Gal 3,29). Schließlich ist Christus gekommen, um allen zu helfen, die er erlösen würde – sowohl Juden als auch Nichtjuden – diejenigen, die durch den Glauben an ihn glauben würden.

Der Autor des Hebräerbriefes fährt in Vers 17 fort:

„Daher musste er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hoherpriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen; 18 denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.“

Hebräer 2,17–18.

Die Menschwerdung ist in diesem Vers wieder angesprochen. Um dem Nachkomme Abrahams zu helfen, musste Christus wie seine Brüder werden – er musste ein Mensch werden. Die Inkarnation war in den erlösenden Absichten und Plänen Gottes nicht optional. Der einzige Weg, einen echten Mittler zwischen Gott und den Menschen zu bekommen, ist, wenn dieser Mittler mit beiden Parteien gleichberechtigt wäre. Christus allein kann dieser Vermittler sein, denn nur er kann sich mit Gott als Gott und aufgrund seiner Menschwerdung mit uns als Menschen identifizieren.

„Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden“

Hebräer 2,18.

Der Herr Jesus Christus, der das Leben auf dieser Erde über 30 Jahren erlebt hat, kann sich mit uns als einen mitfühlenden Erlöser identifizieren. Er weiß, wie es ist, versucht zu sein und zu leiden. Infolgedessen kann er mit unseren Herausforderungen und Problemen sympathisieren.

Trotz alledem war er ohne Sünde (Hebr 4,15). Folglich ist er nicht nur mit unseren Schwächen sympathisch, er kann uns auch von ihnen retten. Er ist sowohl der perfekte Hohepriester als auch das perfekte Opfer für die Sünde. Diese großen Wahrheiten wurden durch die Menschwerdung ermöglicht. Wie Charles Spurgeon sagte: „Der Mensch wurde königlich, als Christus menschlich wurde. Der Mensch wurde erhöht, als Christus erniedrigt wurde. Der Mensch kann jetzt zu Gott kommen, nachdem Gott zu den Menschen herabgekommen ist.“

Der Grund für die Feiertage

Zur Weihnachtszeit erinnern wir uns an die Geburt von Jesus, aber er ist kein Baby mehr, das in einer Krippe liegt. Nein, er sitzt im Himmel zur Rechten des Vaters und er wird auf diese Erde zurückkehren, um die Welt in Gerechtigkeit zu richten. Eines Tages werden alle, die den Herrn Jesus Christus ablehnen, vor Gericht stehen. Wenn wir sein erstes Kommen feiern, sollte es uns an die Realität erinnern, dass er wiederkommt. Für diejenigen, die Ihn kennen und lieben, ist diese zukünftige Realität unsere gesegnete Hoffnung. Aber für diejenigen, die ihn im Unglauben ablehnen, ist dies der Höhepunkt jeglicher Angst.

Wenn Jesus niemals geboren worden wäre, hätten wir keine Erlösung von der Sünde, keinen Sieg über den Tod und keinen Mittler zwischen uns und dem heiligen, gerechten, zornigen Gott. Aber wegen seiner Menschwerdung haben wir etwas, das nicht einmal die Engel verstehen können. Wir haben Gnade, Erlösung, Errettung, Heiligung und die Hoffnung der Herrlichkeit des Himmels. Wir haben einen Platz in der Familie Gottes durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus.

Nehmen Sie sich zu Weihnachten Zeit, um über diese theologischen Wahrheiten nachzudenken – und bete denjenigen an, der sich selbst für uns demütigte und der jetzt zur Rechten des Vaters erhoben sitzt.

Frohe Weihnachten und Maranatha!

Übersetzt von tms.edu/blog

Noch nicht verheiratet?

Auszug aus dem Buch „Noch nicht verheiratet

Wir werden uns die Frage stellen, was die Ehe so erstrebenswert macht. Die Wahrheit ist, dass viele von uns aus falschen oder zweitrangigen Gründen nach einer Ehe streben.
Andere sind bereit, komplett auf eine Ehe zu verzichten. Aber Gott schaffte etwas einzigartig und erstaunlich Schönes, als er Mann und Frau zusammenbrachte. Und wir werden niemals „richtig“ daten, solange wir kein umfassendes, klares und durchdringendes Verständnis davon haben, wofür Ehe gedacht ist. In den restlichen Kapiteln werden wir den Diamanten des christlichen Datings langsam drehen und uns anschauen, was diese Art des Datens so gravierend von anderen Arten unterscheidet. Woher weiß ich, ob er der Richtige ist? Wo sollten wir in unserer Beziehung die Grenzen setzen? Was mache ich, wenn sie mit mir Schluss macht? Die Art und Weise, wie wir daten, soll anderen zeigen, dass Jesus real und zuverlässig ist.
Wir streben nach Freude, nicht nach Ehe. Bevor uns irgendjemand in der Ehe glücklich machen kann, müssen wir unsere Herzen bereits einem anderen gegeben haben. Die sicherste Liebe, die völlige Glückseligkeit und die höchste Berufung liegen in Jesus für dich bereit – so wie du bist. Diese Dinge musst du zuerst in ihm suchen und finden. Nur dann wirst du eine glückliche und bedeutungsvolle Ehe führen, sofern Gott dir eines Tages einen Ehemann oder eine Ehefrau zur Seite stellen wird. Und sollte es so sein, dass Gott dies – in seiner Weisheit und seiner unfehlbaren Liebe zu dir – nicht tun wird, dann wirst du dein Leben als Noch-nicht-Verheiratete(r) so viel mehr genießen, als du dir jemals vorstellen kannst, und dieses Leben wird dich mehr erfüllen als jedes Leben, das du ohne Gott hättest finden können.

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Wie kann ich gerettet werden?

Vielleicht hast du noch nie verstanden, warum du Rettung nötig hast. Ich möchte dir sagen, dass man weder durch gute Werke gerettet wird noch dadurch, dass die guten Werke die schlechten Taten aufwiegen. In Römer 9,16 heißt es,

„So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.“

Die Errettung hängt ganz und gar von Gott ab!
Gott ist nämlich so heilig, dass er Sünde nicht einfach entschuldigen kann. Uns fallen womöglich viele Ausreden ein, die uns selbst einleuchten, doch können diese niemals Gottes Anforderungen genügen. An dieser Stelle wird Jesus wichtig. Er ist derjenige, der unsere Sünden getragen hat, unser Retter. Obwohl er selbst nie gesündigt hatte, nahm er die gesamte, elendige Sündhaftigkeit der Seinen auf sich – ganz egal ob es sich um vergangene, gegenwärtige oder zukünftige Sünden handelt. Dann starb er am Kreuz, um die Strafe für diese Sünden zu bezahlen, damit die, die ihm nun gehören, als gerecht gelten können. Im Grunde hat er seine „Gutheit“ gegen unsere „Schlechtigkeit“ eingetauscht und somit unsere Strafe vollständig bezahlt.

„Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete.“

(Kol 2,13-14)

Als er am Kreuz starb, tat er das als unser Stellvertreter, indem er das Urteil auf sich nahm, das wir verdient hatten. 1. Petrus 3,18 unterstreicht diese Lehre:

„Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist.“

Christus blieb also weder für immer am Kreuz noch in dem Grab, in das er hineingelegt wurde. Obwohl wir uns gerne an das Kreuz erinnern und auf ewig dankbar dafür sind, müssen wir im Hinblick auf Christus verstehen, dass er den Tod besiegt hat, auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist, wo er nun zur Rechten Gottes des Vaters sitzt. Er hat den sicheren Sieg für jeden errungen, der zu ihm gehört. Aufgrund seiner Barmherzigkeit können wir nun in dieser verheißenen Hoffnung ruhen. Auch du kannst zu denen gehören, für die Christus gestorben ist.
Es gibt also gute Nachrichten! Wenn wir eingestehen, dass wir Sünder sind und somit unfähig, uns den Himmel zu verdienen, wird Gott uns durch das Blut seines Sohnes Jesus Christus erlösen. Christus tauscht seine vollkommene Gerechtigkeit gegen unsere Sündhaftigkeit ein. Erst dann können wir – nunmehr makellos und frei von Sünde – in das Reich Gottes hineinkommen, weil er unsere Sündhaftigkeit hinweggenommen und die Strafe, die uns galt, bezahlt hat.
Deshalb möchte ich dich dazu einladen, dich – falls du es noch nicht getan hast – vollkommen auf die Gnade Gottes zu verlassen. Bitte ihn darum, dich zu erretten. Er wird es dann garantiert tun! In Römer 10,9 steht Folgendes:

„Denn wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.“

Das ist ein Versprechen! Ich bete dafür, dass du dich ihm zuwenden wirst.

Entnommen aus dem Buch Taschenhilfe #4 – Jemand, den ich liebe, hat Krebs von Deborah Howard

Stellungnahme zu Scheidung und Wiederheirat

I. Eine grundlegende Definition von Ehe

Bevor man sich dem Thema der Scheidung und Wiederheirat widmet, muss zunächst klargestellt werden, was eine Ehe ist. Diese Herangehensweise lehrt uns Jesus im Umgang mit den Pharisäern. Die Frage der Pharisäer: „Ist es einem Mann erlaubt, aus irgendeinem Grund seine Frau zu entlassen“ (Mt. 19,3) beantwortet Jesus nicht sofort. Zuerst klärt Jesus die Grundlage der Ehe und definiert diese. Im zweiten Schritt definiert Jesus Ehebruch; dann erst geht er zu der Beantwortung der eigentlichen Frage über.
Gott, der Schöpfer, hat sich die Ehe ausgedacht und erschaffen. Die Ehe ist die großartigste aller Gaben Gottes an den Menschen und dient diesem zum Segen, weil es nicht gut ist, „dass der Mensch allein sei“ (1.Mo 2,18). Weil Gott der Urheber der Ehe ist, bestimmt er die Rahmenbedingungen: Gott bestimmt den Zweck sowie die Funktion der Ehe. Innerhalb dieser Grenzen ermutigt Gott den Menschen, die Segnungen und Freuden der Ehe voll und ganz zu genießen. In 1. Mo. 2,24 definiert Gott die Ehe wie folgt: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein.“ Die Ehe ist ein Bund zwischen einem Mann und einer Frau, der das ganze Leben fortbesteht. Dieser Bund wird erst mit dem Tod eines Ehepartners aufgehoben (Röm. 7,2). Gott selbst ist Zeuge eines jeden Ehebundes (Mal. 2,14) und führt zwei unterschiedliche Personen in solch einer Weise zusammen, dass sie zu „einem Fleisch“ werden. Diese von Gott gewirkte Einheit darf der Mensch nicht auflösen (Mt. 19,6). Aus diesem Grund erwartet Gott von jedem der beiden Ehepartner, dass dieser selbstlos jegliche Anstrengung unternimmt, nach Treue zu streben und Treue gegenüber dem Bund aufrecht zu erhalten. Diese Treue wird nicht nur in guten wie in schlechten Zeiten erwartet, sondern sogar wenn einer der beiden Ehepartner ungläubig sein sollte.

II. Eine grundlegende Definition von Ehebruch

Jesus definiert die Grenzen für Ehebruch sehr klar: „Wer sich von seiner Frau scheidet, ausgenommen wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht. Und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe“ (Mt. 5,21). In Mt. 19,9 kommt ein weiterer Aspekt hinzu: „Wer seine Frau entlässt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe“. Jegliche Untreue innerhalb des geschlossenen Ehebundes ist Ehebruch. Dies trifft zu, wenn man sich von dem Ehepartner scheidet und eine neue Ehe eingeht. Ferner drängt man durch eine unrechtmäßige Scheidung den Ehepartner zum Ehebruch. Schlussendlich wird sogar der Dritte als Ehebrecher angesehen, der einen existierenden Ehebund zwischen zwei Menschen missachtet und einen dieser Parteien heiratet.
Ehebruch wird in den Augen Gottes immer als schwerwiegend angesehen, gleichgültig wie leichtfertig Ehebruch in den Augen der Gesellschaft beurteilt wird. Untreue gegenüber dem Ehebund ist Sünde in den Augen Gottes. Ehebruch zieht das Gericht, die Strafe und den Zorn Gottes nach sich (Heb. 13,4). Ehebrecher werden nicht ins Reich Gottes eingehen (1. Kor. 6,9).
Wir haben bis jetzt festgehalten, dass beide Ehepartner jegliche Anstrengung unternehmen müssen, um nach Treue zu streben und Treue gegenüber dem Ehebund aufrecht zu erhalten. Aber was geschieht, wenn einer der beiden Ehepartner, trotz selbstloser Hingabe, Untreue von dem anderen Ehepartner erfährt? Welche Möglichkeiten bleiben, wenn der zweite Ehepartner dem Bund der Ehe untreu wird? Diese Fragen werden auf den kommenden Seiten beantwortet.

 

III. Scheidung war nie Teil des ursprünglichen Plans Gottes für die Ehe

Gott hasst Scheidung. Er hasst sie, weil sie in jedem Fall Untreue gegenüber dem heiligen Bund der Ehe bedeutet, den zwei Partner vor Gott eingegangen sind, und weil sie schlimme Folgen für beide Partner und ihre Kinder mit sich bringt (Mal. 2,14-16). Die Bibel fordert nie aktiv zu Ehescheidung auf, sondern gestattet diese lediglich wegen der Sünde des Menschen. Weil Scheidung also nur ein Zugeständnis an die Sünde des Menschen und nicht Teil des ursprünglichen Plans Gottes für die Ehe ist, sollen alle Gläubigen Scheidung genauso sehr hassen, wie Gott es tut, und diesen Weg nur dann gehen, wenn es keinen anderen Ausweg gibt. Mit Gottes Hilfe kann eine Ehe selbst die schlimmsten Sünden überstehen.
In Matthäus 19,3-9 lehrt Christus eindeutig, dass Scheidung ein Zugeständnis an die Sünde des Menschen ist und dadurch Gottes ursprüngliche Absicht der intimen Einheit und Dauerhaftigkeit des Ehebundes verletzt wird (1. Mo. 2,24). Er lehrt, dass Gottes Gesetz Scheidung nur wegen der „Herzenshärtigkeit“ der Menschen erlaubt hat (Mt. 19,8). Eine gesetzmäßige Scheidung ist ein Zugeständnis an den treuen Partner aufgrund der sexuellen Sünde seines untreuen Partners oder wegen des Verlassenwerdens durch diesen, so dass der treue Partner nicht länger an die Ehe gebunden ist (Mt. 5,32; Mt. 19,9; 1. Kor. 7,12-15). Obwohl Jesus tatsächlich gesagt hat, dass eine Scheidung in bestimmten Situationen zulässig ist, dürfen wir nicht vergessen, dass die ursprüngliche Absicht Jesu in dem Gespräch mit den Pharisäern nicht darin bestand, Scheidung zu legitimieren. Vielmehr war sein Gespräch eine Zurechtweisung der Pharisäer, die meinten, sich „aus irgendeinem Grund“ (Mt. 19,3) scheiden zu können. Ferner wollte Jesus ihnen aufzeigen, wie schwerwiegend es ist, eine sündhafte Scheidung zu betreiben. Darum soll der Gläubige niemals Scheidung in Erwägung ziehen, außer unter bestimmten Umständen (siehe nächster Abschnitt), und selbst unter diesen Umständen sollte man die Scheidung nur sehr zurückhaltend erwägen, falls es keinen anderen Ausweg gibt.

Mt. 19,3-9: Da traten die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn und fragten ihn: Ist es einem Mann erlaubt, aus irgendeinem Grund seine Frau zu entlassen? 4 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf 5 und sprach: »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; und die zwei werden ein Fleisch sein«? 6 So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! 7 Da sprachen sie zu ihm: Warum hat denn Mose befohlen, ihr einen Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen? 8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch wegen der Härtigkeit eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen. 9 Ich sage euch aber: Wer seine Frau entläßt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

IV. Die Gründe für eine Scheidung

Die einzigen Gründe die das Neue Testament für Scheidung nennt, sind (a) sexuelle Sünde des Ehepartners oder (b) Verlassenwerden durch den ungläubigen Ehepartner.
Den ersten Grund, für eine rechtmäßige Scheidung beschreibt Jesus in Matthäus 5,32 und 19,9; sie wird gelegentlich auch als die sog. „Ausnahmeregel“ bezeichnet: „Ich sage euch aber: Wer seine Frau entlässt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe“ (Mt.19,9). Jesus gebraucht das griechische Wort porneia das in den deutschen Übersetzungen mit Unzucht (SCHL2000), Hurerei (ELB), Untreue (NGÜ) oder Ehebruch (LUT84) übersetz wurde. Porneia beschreibt jede unrechtmäßige sexuelle Tätigkeit (d.h. jede sexuelle Aktivität, die nicht im Rahmen der Ehe praktiziert wird). Es ist ein allgemeiner Ausdruck, der sexuellen Sünden wie Ehebruch, Homosexualität, Sodomie und Inzest umfasst. Wenn ein Partner die Einheit und Intimität einer Ehe durch sexuelle Sünde verletzt und dadurch sein Eheversprechen bricht, befindet sich der treue Partner in einer extrem schwierigen Situation. Wenn alle Mittel und Wege, den sündigenden Partner zur Buße zu bewegen, ausgeschöpft sind, erlaubt die Bibel, dass der treue Partner sich scheiden lassen kann (Mt. 5,32; 1. Kor. 7,15).
Der zweite Grund für eine zulässige Scheidung betrifft die Fälle, in denen ein ungläubiger Ehepartner nicht mehr mit dem gläubigen Ehepartner zusammenleben möchte (1. Kor. 7,12-15). Weil Gott uns „in Frieden […] berufen“ hat (Vers 15), ist Scheidung erlaubt und kann in solchen Situationen das Beste sein. Wenn ein ungläubiger Ehepartner gehen möchte, kann der Versuch, ihn oder sie in der Ehe zu halten, zu noch größeren Spannungen, Konflikten und Sünde führen. Auch wenn der ungläubige Ehepartner die eheliche Gemeinschaft endgültig verlässt, aber nicht bereit ist, die Scheidung einzureichen – vielleicht wegen seines Lebensstils, aus Verantwortungslosigkeit oder um Unterhaltszahlungen zu umgehen – dann befindet sich der gläubige Ehepartner in einer Situation, die es ihm unmöglich macht rechtliche und moralische Verpflichtungen aufrecht zu erhalten. Weil „der Bruder oder die Schwester in solchen Fällen nicht gebunden“ (1. Kor. 7,15) und darum nicht länger verpflichtet ist, verheiratet zu bleiben, kann der Gläubige die Scheidung einreichen, ohne fürchten zu müssen, dass sein Handeln Gott missfällt.

V. Die Möglichkeit der Wiederheirat

Wiederheirat ist dem treuen Partner nur dann gestattet, wenn die Scheidung auf biblischer Grundlage basierte. Eine Scheidung auf biblischer Grundlage macht vielmehr deutlich, dass der treue Partner frei ist, wieder zu heiraten, aber nur gemäß dem Willen Gottes (Mt. 19,9; Röm. 7,1-3; 1. Kor. 7,27-28.39).
Wer sich aus irgendeinem anderen Grund scheiden lässt, hat gegen Gott und gegen seinen Partner gesündigt; für solche bedeutet eine Wiederheirat „Ehebruch“ (Mk. 10,11-12). Darum sagt Paulus, dass eine gläubige Frau, die sich aus sündhaften Gründen hat scheiden lassen, unverheiratet bleiben oder sich mit ihrem Mann versöhnen soll (1. Kor. 7,10-11). Wenn sie für ihre Sünde der unbiblischen Scheidung Buße tut, wird sie als wahre Frucht dieser Buße Versöhnung mit ihrem früheren Ehemann suchen (Mt. 5,23-24). Das gleiche gilt für einen Mann, der sich aus unbiblischen Gründen hat scheiden lassen (1. Kor 7,11). Die einzige Ausnahme für eine Wiederheirat mit einer anderen Person ist, wenn der frühere Ehepartner heiratet, sich als Ungläubiger herausstellt oder stirbt. In diesen Fällen ist eine Wiederheirat nicht mehr möglich.
Die Bibel mahnt jeden zur Vorsicht, der eine Heirat mit einer geschiedenen Person in Erwägung zieht. Wenn die Scheidung nicht auf biblischer Grundlage basierte und die Verantwortung zur Versöhnung noch besteht, dann wird die Heirat mit einer geschiedenen Person als Ehebruch betrachtet (Mk. 10,12).

VI. Die Rolle der Gemeinde

Gläubige, die eine Scheidung auf unbiblischer Grundlage betreiben, müssen der Gemeindezucht unterzogen werden, weil sie dem Wort Gottes ungehorsam sind. Wer eine unbiblische Scheidung durchsetzt und anschließend wieder heiratet, ist des Ehebruchs schuldig, weil Gott die ursprüngliche Scheidung nicht gestattet hat (Mt. 5,32; Mk. 10,11-12). Die betreffende Person unterliegt der Gemeindezucht, wie sie in Matthäus 18,15-17 dargelegt wird. Wenn ein bekennender Christ den Ehebund bricht und sich während des Prozesses der Gemeindezucht weigert, Buße zu tun, dann gibt die Bibel die Anweisung, dass er oder sie aus der Gemeinde ausgeschlossen und wie ein Ungläubiger behandelt werden soll (Vers 17). Wenn die Gemeindezucht dazu führt, dass der ungehorsame Ehepartner als Ausgeschlossener oder Ungläubiger betrachtet wird, dann ist der treue Partner frei, sich scheiden zu lassen, analog zu dem Fall in 1. Kor. 7,15, wo ein ungläubiger Ehepartner nicht mehr mit dem Gläubigen zusammenleben möchte. Vor einer solchen Scheidung sollte man jedoch ausreichend Zeit lassen, damit der untreue Ehepartner infolge der Gemeindezucht die Möglichkeit hat zurückzukehren.
Die Leitung der örtlichen Gemeinde soll geschiedenen und alleinstehenden Gläubigen helfen, ihre Situation von der Bibel her zu verstehen, vor allem dann, wenn die angemessene Anwendung biblischer Lehre nicht verstanden zu sein scheint. Die Gemeindeleitung könnte zum Beispiel entscheiden müssen, ob einer oder beide der früheren Ehepartner zum Zeitpunkt ihrer zurückliegenden Scheidung wirklich als Gläubige angesehen werden konnten, da sich dies bei der Anwendung biblischer Prinzipien auf ihr jetzige Situation auswirken würde (1. Kor. 7,17-24). Weil Menschen häufig aus anderen Gemeinden kommen oder in andere Gemeinden wechseln und viele dieser Gemeinden keine Gemeindezucht praktizieren, kann es für die Gemeindeleitung notwendig werden, zu entscheiden, ob der getrenntlebende oder frühere Ehepartner eines Gemeindemitglieds jetzt als Christ betrachtet oder wegen anhaltenden Ungehorsams als Ungläubiger behandelt werden soll. Dies würde sich in einigen Fällen ebenfalls auf die Anwendung der biblischen Prinzipien auswirken (1. Kor. 7,15; 2. Kor. 6,14).

VII. Scheidung vor der Bekehrung

Gemäß 1. Korinther 7,20-27 erfordert die Rettung keinen bestimmten sozialen Status oder Familienstand. Deshalb fordert der Apostel Paulus die Gläubigen auf, zu verstehen, dass Gott die Umstände, in denen sie sich zum Zeitpunkt ihrer Bekehrung befinden, in seiner Vorsehung zulässt. Wenn sie als Verheiratete berufen werden, dann sollen sie keine Scheidung anstreben (obwohl Scheidung auf biblischer Grundlage erlaubt sein kann). Wenn sie als Geschiedene berufen werden und sich nicht mit ihrem früheren Ehepartner versöhnen können, weil dieser ungläubig bleibt oder wieder geheiratet hat, dann sind sie frei entweder ledig zu bleiben oder einen anderen Gläubigen zu heiraten (1. Kor. 7,39; 2. Kor. 6,14; 1. Tim. 5,14).

VIII. Buße und Vergebung

In den Fällen, in denen zwei Gläubige sich auf unbiblischer Grundlage scheiden lassen, müssen sie alleinstehend bleiben oder sich versöhnen (1. Kor. 7,10-11). Wenn einer oder beide Partner später Buße tun, wird zum Zeitpunkt der Buße die Gnade Gottes wirksam. Dies beinhaltet die Bereitschaft, Versöhnung mit dem früheren Ehepartner zu suchen. Wenn jedoch keine Versöhnung möglich ist, müssen sie alleinstehend bleiben. Unter gewissen Umständen kann es zu anderen Schlussfolgerungen kommen. Wenn jedoch keine Versöhnung möglich ist, weil der frühere Ehepartner wieder geheiratet hat, dann kann der Gläubige, dem Gott vergeben hat, unter der fürsorglichen Leitung und dem Rat der Gemeindeleitung eine neue Beziehung eingehen.
In den Fällen, in denen ein Gläubiger eine Scheidung auf unbiblischer Grundlage durchsetzt und wieder heiratet, ist er der Sünde des Ehebruchs schuldig, bis er diese Sünde bekennt (Mk.10,11-12). Wenn jemand Buße tut, vergibt Gott die Sünde sofort – nirgendwo in der Bibel wird etwas Gegenteiliges gesagt. Von diesem Zeitpunkt an soll der Gläubige die bestehende Ehe fortführen.

IX. Relevante Bibelstellen zu dem Thema Scheidung und Wiederheirat

5. Mose 24,1-4
Maleachi 2,16
Maleachi 5,31-32
Matthäus 19,3-12
Markus 10,2-12
Lukas 16,18
1. Korinther 7,10-16 u. 39-40
Römer 7,2-3

Bekräftigungen und Ablehnungen der Lehre von der Errettung des Menschen

Die Schrift lehrt zwei Wahrheiten, die für uns Menschen widersprüchlich erscheinen: Gott ist souverän, und der Mensch ist verantwortlich. Weil unsere begrenzte menschliche Logik diese beiden Aussagen nicht auf einen Nenner bringen kann, besteht die konkrete Gefahr dieses Spannungsfeld zum Vorteil der einen Seite und auf Kosten der anderen Seite aufzulösen. Die Schrift lehrt jedoch beide Wahrheiten gleichwertig. Das bedeutet, dass dieser, für uns Menschen scheinbar existierende Widerspruch, bei Gott gar nicht existiert.
Die folgenden Artikel der Bekräftigung und Ablehnung sollen dazu dienen, Klarheit zu schaffen über richtige biblische Aussagen und falsche logische Folgerungen.

Aus dem Glaubensbekenntnis der ECG Hellersdorf. Thema: „Gott der Vater“:

„Er ist in der Schöpfung, der Erlösung und seinem Ratschluss uneingeschränkt (Ps. 103,19; Jes. 46,9-11; Röm. 11,36; Eph. 1,11; Jak. 1,18). … Fortwährend lenkt und regiert Er alle Geschöpfe und Ereignisse (1. Chr. 29,11-12). In seiner Allmacht ist Gott weder der Urheber noch der Befürworter von Bosheit und Sünde. Er hasst die Sünde (Hab. 1,13; Jak. 1,13-15; Joh. 8,38-47). Er vermindert die Verantwortung der intelligenten Geschöpfe für die Sünde nicht (Röm. 1,18-20).
In seiner Gnade hat Gott, der Vater, vor der Schöpfung seine Kinder für die ewige Rettung erwählt, die sein Eigen sein sollen (Eph. 1,4-6; Apg. 13,48). Er vergibt die Sünden allen, die durch Jesus Christus zu ihm kommen, und ist der Vater der erlösten Sünder (Joh. 1,12; Röm. 5,8-9; Röm. 8,15; Heb. 12,5-9).“

Artikel der Bekräftigungen und Ablehnungen

Artikel I

Wir stimmen überein, dass der Mensch, aufgrund seiner Verdorbenheit, Verblendung und Versklavung unter der Sünde, seine Errettung und Wiedergeburt nicht bewirken kann (Röm. 3,10-11; Rö. 6,17.20; 2. Kor 4,3-4; Eph. 2,1-9).
Wir lehnen ab, dass der Mensch für sein Handeln nicht zur Verantwortung gezogen wird (z.B. 1. Kor. 6,9-10, Röm. 1).

Artikel II

Wir stimmen überein, dass jeder Mensch die volle Verantwortung und Verpflichtung hat Buße zu tun und zu Glauben, um gerettet zu werden (Mk. 1,15; Apg. 17,30).
Wir lehnen ab, dass das souveräne Handeln Gottes in der Errettung die Verantwortung des Menschen in jeglicher Weise mindert (z.B. Apg. 16,14.30-33; Apg. 17,30).

Artikel III

Wir stimmen überein, dass die Errettung vollständig das Werk Gottes ist (von Anfang bis zum Ende), und der Mensch zur selben Zeit aufgefordert wird sich durch Buße von der Sünde abzuwenden und sich im Glauben an Christus zu wenden (Heb. 5,9; Heb. 12,2; Röm. 10,12-13).

Artikel IV

Wir stimmen überein, dass niemand zu Jesus kommen kann, es sei denn es ist ihm vom Vater gegeben (Joh. 6,37.44.65; Kol. 1,2).
Wir lehnen ab, dass ein Mensch wahrhaft Buße tun will, es aber nicht kann, oder sie ihm von Gott verwehrt wird (Joh. 6,35.47).
Die Folgerung ist unbiblisch. Die biblische Aussage ist, dass niemand sich zu Gott wenden will (Röm. 3,5-20), obwohl jeder Mensch ihn in der Natur und in seinem Gewissen erkennen kann (Röm. 1,18-21).
Die Ausdrucksform die wir verwenden wollen ist, dass niemand Gott sucht, noch zu ihm kommen will (im Gegensatz zu „keine Chance haben“). Gott aber ist es der begnadigt und errettet.
Wir lehnen ab, dass Gott schuld sei, wenn ein Mensch verloren geht (1. Tim 2,4-6; Mt. 23,27; Joh. 3,18).

Artikel V

Wir stimmen überein, dass Gott will, dass alle Menschen gerettet werden; und dass dies ein ernsthaftes, echtes Angebot und ein Aufruf Gottes ist. (Röm. 10,20-21; Lk. 19,41; Mt. 23,37). Darüber hinaus gebietet Gott allen Menschen an allen Orten Buße zu tun (Apg. 17,30).
Wir lehnen ab, dass Gott Menschen zur Verdammnis erwählt (1. Tim. 2,4-6).

Artikel VI

Wir stimmen überein, dass die Lehre der Erwählung zum Heil vorrangig eine Wahrheit für Gläubige ist.
Die Bibel spricht hauptsächlich zu Gläubigen über dieses Thema mit dem Ziel der Anbetung, der Einheit und des Trostes (Eph. 1; 1. Pet. 1,2-6). Jedoch nennt Jesus auch die Themen deutlich in seiner Predigt an die gesamte Volksmenge (Joh. 3; 6,36-37.44; Lk. 10).
Wir vermeiden im Gespräch mit Ungläubigen Erwählung und Nicht-Erwählung zur Diskussion zu stellen. Der Aufruf der Bibel an Ungläubige ist deutlich: „Tut Buße und glaubt!“

Artikel VII

Wir stimmen überein, dass Abfall möglich ist und Scheinglauben offenbart (2. Tim. 4,10; Lk. 22,3-6; Joh. 6:60-66).
Wir lehnen ab, dass ein wahrer Gläubiger abfallen kann (Joh. 10:27-30; Röm. 8:35-39).
Christen in fortlaufendem Ungehorsam/Sünde sprechen wir keine Heilsgewissheit zu, sondern rufen sie zur Umkehr auf (Römer 6). Argumentationen aufgrund von Erfahrungen mit Menschen die gläubig schienen und dann abgefallen sind, geben wir kein Gewicht.

Artikel VIII

Wir stimmen überein, dass das stellvertretende Opfer und Blut Jesu Christi all denen zugerechnet und wirksam wird, die es im Glauben annehmen (Heb. 9,28; Mk. 10,45; Mk. 14,24).
Wir lehnen ab, dass das stellvertretende Opfer und Blut Jesu Christi, nicht für die Errettung aller Menschen ausreichen würde (Heb. 10).

Artikel IX

Wir stimmen zu, dass wir anhaltend evangelisieren und für die Rettung von Menschen beten müssen, denn der Glaube kommt aus der Verkündigung (Röm. 10,17).

Abschließende Bemerkungen

Da die erörterten Aussagen häufig mit falschen Rückschlüssen verbunden sind (z.B. Röm. 9,20), müssen wir in unseren Gesprächen und Predigten diese möglichen Rückschlussfragen der Zuhörer aufgreifen und klarstellen.
Gott verursacht alle Dinge die geschehen. Er tut dies aber in einer Art und Weise, dass er dabei unsere Fähigkeit aufrechterhält, willentlich verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen; Entscheidungen, die reale und ewige Folgen haben und für die wir persönlich verantwortlich gemacht werden.
Wie genau Gott die Kontrolle seiner bestimmenden Vorsehung mit unseren willentlichen und nachhaltigen Entscheidungen miteinander in Einklang bringt, erklärt uns die Bibel nicht. Doch anstatt den einen oder den anderen Aspekt zu leugnen (einfach weil wir nicht erklären können, wie beides zutreffend sein kann), sollten wir beide Wahrheiten in dem Bemühen akzeptieren, der Lehre der ganzen Bibel gerecht zu werden.
Sehr treffend fasst D. A. Carson das Spannungsfeld zwischen der Souveränität Gottes und der menschlichen Verantwortung zusammen:
Gott ist absolut souverän, doch seine Souveränität hat in der Bibel nie die Funktion, die menschliche Verantwortung einzuschränken.
Menschen sind verantwortliche Geschöpfe — das heißt, sie treffen Entscheidungen, sie glauben, sie sind ungehorsam, sie antworten, und ihre Entscheidungen haben moralisches Gewicht. Doch menschliche Verantwortung hat in der Bibel nie die Funktion, Gottes Souveränität zu schmälern oder Gott absolut willkürlich zu machen.1
Diese Bekräftigungen und Ablehnungen der Lehre von der Errettung des Menschen wurden 2018 von den Ältesten und dem Leitungskreis der ECG Berlin-Hellersdorf (www.ecg.berlin) erarbeitet.

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Wenn Menschen heiraten, wird eifrig bedingungslose Liebe versprochen, doch im Alltag wird dieses Versprechen selten ausgelebt, so dass romantische Hoffnungen häufig in Enttäuschungen…

Lügen, die wir Frauen glauben

Uns Frauen geht es oft wie Eva. Wir alle erleben Niederlagen und Versagen, Sorgen und Aufregungen. Wir alle kennen Selbstsucht, Gereiztheit, Wut, Neid und Bitterkeit. Aber wie gern wollten wir noch einmal neu anfangen und in Frieden und Harmonie leben.

Treasuring Christ When Your Hands Are Full

Grocery shopping. Soccer practice. Dirty dishes.
Motherhood is tough, and it often feels like the to-do list just gets longer and longer every day—making it hard to experience true joy in God, our children, and the gospel.

The Exemplary Husband

The Exemplary Husband is a biblical blueprint for the mandate God has given to husbands in the covenant of marriage to love their wives, even as Christ loved the church.

Kinder

Abenteuer der Bibel

Die Reihe »Abenteuer der Bibel« enthält in dreißig Büchern spannende Geschichten aus der ganzen Bibel. Der Text ist für Kinder geschrieben, und die packenden Bilder auf jeder Seite erwecken die Geschichten zum Leben. Jeder Band ist in kurze Abschnitte unterteilt. Sie eignen sich gut zum Lesen in der Schule, zu Hause oder in der Sonntagschule.

Auf Fels gebaut

Dies ist ein Buch voller Geschichten aus früheren Zeiten. Es ist nicht nur spannend, sondern auch lehrreich und vor allem den Glauben stärkend.

Die Geschichten beruhen auf wahren Begebenheiten und sind geeignet Kinder und Jugendliche, zum Vorlesen und besonders gut für gemeinsame Familienzeiten und die Familienandacht.


Die 3 vom Ast – Die Hörspiel-Sammelbox

Wer sie kennt, hat sie ins Herz geschlossen: Eulalia Hedwig Sophie Gräfin von Eichenhain-Uhland, die kluge und ehrwürdige Eule und ihre beiden jungen Freunde Kleopatra, die Elster und Waldemar, das Eichhörnchen. Sie philosophieren auf ihrem Wohnplatz, dem Ast einer alten Eiche, über die Dinge des Lebens und darüber, was ihnen so alles begegnet…

Das große Erzählbuch zur biblischen Geschichte

Anne de Vries vermittelt die ganze Vielfalt der biblischen Botschaft. Er behandelt auch weniger bekannte Texte znd erzählt spannend, lebendig und mit vielen Details.

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Biblische Geschichten – erzählt und erklärt

In der Bibel gibt es zahlreiche Geschichten, aber eigentlich ist es eine einzige – die ergreifende Geschichte Gottes mit den Menschen.

In diesen 185 Kapiteln lesen wir von dem großen Rettungsplan Gottes durch Jesus Christus. Die Geschichten sind dabei nicht nur nacherzählt, sondern enthalten auch leicht verständliche Erklärungen und Anwendungen.

Einige russische Bücher

Как быть пастырем своего ребенка – Тед Трипп

Тед Трипп делится своим более чем двадцатилетним опытом пастора, консультанта, школьного администратора и отца. Книга показывает перспективы и методику наставления ребенка в соответствии с библейским учением. Автор предлагает родителям реальную, надежную, основанную на Библии помощь. Книга учит вас беседовать с детьми, наглядно представляет, как словами и делами расположить сердце ребенка к послушанию, показывает, как дружеское общение и наказание дополняют друг друга, когда родители мудро воспитывают детей.

Прекрасная жена

Автор начинает книгу с личного свидетельства в первой главе. Перемена, которую бог совершил в жизни Марты Пис, может дать надежду читателю. Чтобы избежать как можно большего количества неверных или ошибочных пониманий, автор написала главы со 2-ой по 6-ую. Они охватывают и разъясняют основополагающие истины о Боге, грехе и браке. Начиная с 7-ой главы, фокус книги сужается до индивидуальных обязанностей жены в отношении Христа. Мужа и ведения домашнего хозяйства. Главы с 13-ой по 15-ую – самые главные. Это – центральная часть книги, касающаяся покорности жены.

Образцовый муж – Стюарт Скотт

Бог создал брак между мужчиной и женщиной для дружеских отношений, продолжения рода и для того, чтобы у мужчины был „помощник, соответственный ему“. Однако Бог намного больше говорит в Библии о том, как мужья должны любить своих жён, чем о том, как жёны должны повиноваться своим мужьям. Бог сотворил брак для явления прообраза отношений между Христом и Церковью. Христос был готов пожертвовать Своей жизнью ради Церкви, и Бог не ожидает меньшего от мужей.

Между нами, девочками – К. Махейни и Н.Уитакер

Матерям есть о чем поговорить с дочерьми. Мать – это образец для подражания, первый учитель и лучший друг своей дочери, и именно мать несёт ответственность перед Богом за передачу дочери библейского понимания женственности.
Присоединяйтесь к беседам Каролин Махейни и Николь Махейни Уитакер и вы узнаете о том, как стать благочестивой женщиной. Советы и вопросы в конце книги облегчат процесс чтения, помогут в обсуждении материала и дадут импульс к тому, чтобы возрастать в благочестии. Эта книга для вас, мамы и дочки!

Иисус на страницах Библии – Салли Ллойд-Джонс

Эта книга рассказывает главную Историю, на фоне которой разворачиваются все остальные библейские повествования. Чтобы изложить эту Историю, понадобилась целая Библия. В центре её – Младенец, от Которого зависят судьбы всего человечества. В каждой истории – от Ноя до Моисея и от Моисея до царя Давида – слышится Его имя. Иисус – как недостающее звено головоломки, которое связывает вместе её разрозненные фрагменты, образуя целостную картину.

Сердце матери – Джин Флеминг

Любая мама желает дать своим детям все самое лучшее. В книге „Сердце матери“ Джин Флеминг делится с читателями своим опытом. Мать троих детей и бабушка двух внуков, она раскрывает нам смысл того, что значит быть благочестивой матерью. Эта книга может быть полезна всем родителям, желающим, чтобы их дети были счастливы и смогли исполнить предназначение, определенное для них Богом.
Прочитав эту книгу, вы сможете понять, какая роль в воспитании ребенка отведена вам, а какая – Богу. Книга поможет вам по-новому оценить уровень духовного развития ваших детей. Вы научитесь эффективнее молиться за них и принимать с благодарностью не только их сильные стороны, но и их недостатки.

 

Ложь, в которую верят женщины – Нэнси Демосс

Все мы женщины, похожи на Еву. Нам знакомы поражения и неудачи, неприятности и потери. Все мы страдаем от эгоизма, вспыльчивости, злости, зависти и обид. Но все мы стремимся жить в гармонии.
Автор этой книги исследует наиболее распространенные среди женщин заблуждения (о Боге, грехе, браке, детях и т.д.) и старается помочь тем, кто поверил лжи лукавого, обрести истину и стать по-настоящему свободными. Книга полезна всем (включая мужчин) и может быть использована для проведения семинаров по вопросам семьи и брака.

Bibellesen mit Gewinn

Wenn wir von Gott mit anderen Menschen reden wollen, so haben wir nur eine Grundlage: Gottes Wort: Sei es Kinderarbeit, seien es Jüngerschaftbeziehungen, sei es Evangelisation auf der Straße, so müssen wir immer auf der Basis der Bibel reden. Das heißt nicht, dass wir nur die ganze Zeit Zitate aus der Bibel bringen, sondern vielmehr dass unser Leben, Denken und Reden von der Schrift gesättigt sein muss. Wie kommen wir aber dahin? Am Studieren der Bibel führt hier kein Weg vorbei.

In der Seminarreihe: „Bibellesen mit Gewinn“ werden euch Hilfsmittel an die Hand gelegt, wie man die Bibel effektiv und gut studieren kann. Diese Hilfsmittel wird man überall einsetzen können: bei der Familienandacht, Kinderstunde, Jugendstunde, Hauskreis oder bei der Predigt.

Auch wenn man den Kinderstundenkurs „Generationen der Gnade“ einsetzt, dann muss man sich mit dem jeweiligen Text auseinandersetzen.
 

Entscheidungen treffen

Wir treffen täglich sehr viele Entscheidungen. Egal ob große oder kleine Weichenstellungen anstehen, wir machen uns Gedanken und beratschlagen uns. Dabei sollte der wichtigste Ratgeber Gottes Wort sein (2. Tim. 3,16). Die folgende Liste soll dir helfen in Entscheidungen die Prinzipien Gottes in deiner Entscheidungsfindung einzubeziehen. Gebrauche sie auch im Rat suchen mit deinem Ehepartner oder mit Freunden (Spr. 15,22). Bette deine Entscheidung in Gebet um Gottes Führung und Gottes Weisheit (Jak. 1,5).

Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden. 

Jakobus 1,5

Bibelstelle
Der Maßstab
Trifft zu
Trifft nicht zu
Hebr. 12,1; Kol. 3,1-2
Ewigkeit: Es ist nützlich für das Reich Gottes und lohnbringend im Blick auf die Ewigkeit.
1. Kor. 6,12
Zweckdienlich: Ist es nützlich und hilfreich?
1. Kor. 6,12
Versklavung: Gibt es mir die Freiheit, vom Geist erfüllt zu sein?
Röm. 14,13
Beispielhaft: Gibt es mir die Freiheit, ein gutes Vorbild zu sein?
1. Kor. 9,12 
Kol. 4,13
Evangelistisch: Hilft es das Evangelium zu verbreiten?
1. Kor. 10,23-24
Erbauend: Hilft es anderen Christen?
1. Kor. 10,31
Verherrlichen: Bringt es Gott die Ehre?
1. Joh. 2,6
Nacheifern: Kann ich hiermit Christus imitieren?
Röm. 12,19
Rächen: Hat es nichts mit Rache zu tun?
Mt. 18,21-22
Vergeben: Kann ich vergeben?
1. Chr. 29,14
Mt. 25,14-30
Verwalten: Bin ich in dieser Situation ein guter Verwalter?
Röm. 12,2
1. Joh. 2,15
Anpassung: Ich passe mich nicht diesem Weltlauf an.
Röm. 12,10
Bevorzugen: Gebe ich anderen den Vorrang?
Röm. 12,18
Frieden: Erhalte ich dadurch Frieden?
Röm. 13,1
Unterordnen: Bin ich der Autorität gehorsam?
Gal. 6,10
Güte: Tue ich Anderen Gutes?
1. Kor. 6,19-20
Körper: Ich schade nicht meinem Körper (Tempel).
2. Kor. 6,14
Eph. 5,11
Verpflichtung: Ich gehe keine Bindung mit Ungläubigen ein.
1. Thess. 5,22
Erscheinen: Ich nehme nicht an etwas Bösem oder Schlechtem teil.
2. Tim. 2,22
Begierde: Ich belaste mich nicht mit Lust. 

 

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