Aktuelles

Zeit/Urlaub für Gott einsetzen?!

Das Freizeitheim Wollin ist eine partnerschaftliche Initiative der folgenden Gemeinden:
ECG Berlin-Hellersdorf e.V
Evangeliums-Christengemeinde Berlin-Lichtenberg
Evangeliums-Christengemeinde Berlin-Wartenberg

Das Projekt braucht deine praktische Hilfe für

  • Gebet im Planungs- und Umbauprozess
  • Gebet für ein leuchtendes Zeugnis des Herrn Jesus Christus in der Gegend
  • Aufräumarbeiten der Altlasten
  • Renovierungs- und Malerarbeiten im Haupthaus
  • Bau von Sanitäranlagen für die Zeltlager
  • Bau einer Großküche für die Zeltlager
  • Pflasterarbeiten

Hierfür haben wir vom Montag 08.Juni – Samstag 13.Juni einen Arbeitseinsatz. Bei Interesse meldet euch bei den Ansprechpersonen!

Sieg über (sexuelle) Sünde

Dies sind sechs erprobte und bewährte Strategien zur Bekämpfung der Lust für Männer und Frauen. Für Männer ist es offensichtlich. Die Notwendigkeit der Kriegsführung gegen das Bombardement der visuellen Versuchung und sich auf sexuelle Bilder zu fixieren, ist dringend. Für Frauen ist es weniger offensichtlich, aber genauso groß, wenn wir den Bereich der Versuchung auf Essen oder Figur oder Beziehungsfantasien ausweiten. Wenn ich „Lust“ sage, meine ich den Bereich der Gedanken, Vorstellungen und Wünsche, die zu sexuellem Fehlverhalten führen. Hier ist also eine Reihe von Strategien im Kampf gegen falsche Begierden. Ich habe sie in Form eines Akronyms formuliert: W E R B E N.

Das Werben-Prinzip

1. Weiche

Weiche von allen Orten und Situationen, wo du versucht wirst.
Wir kennen unsere Schwächen. Beobachte und finde raus, was sie auslöst. „Vermeiden“ ist eine biblische Strategie.“ So fliehe nun die jugendlichen Lüste, jage aber der Gerechtigkeit nach“ (2. Timotheus 2,22). „Pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!“ (Römer 13,14)

2. Empöre dich!

Empöre dich gegen jeden lustvollen Gedanken innerhalb von fünf Sekunden und sage “Nein” dazu.
Du hast nicht viel mehr als fünf Sekunden Zeit. Gib ihm mehr Zeit, und es wird sich mit solcher Kraft festsetzen, dass es fast unaufhaltsam ist. Sprich es laut aus, wenn du dich traust. Werde hart und kriegerisch. Wie John Owen sagte: „Töte die Sünde oder sie wird dich töten.“ Schlagt schnell zu und schlagt hart zu. „Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch“ (Jakobus 4,7).

3. Richte aus!

Richte deine Gedanken auf Jesus, der für dich gestorben und auferstanden ist.
„Nein“ zu sagen wird nicht ausreichen. Du musst von der Verteidigung zur Offensive übergehen. Bekämpfe Feuer mit Feuer. Greife die Verheißungen der Sünde mit den Verheißungen von Christus an. Die Bibel nennt Begierden „betrügerische Begierden“ (Epheser 4,22). Sie lügen. Sie versprechen mehr, als sie halten können. Die Bibel nennt sie „Begierden, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet“ (1. Petrus 1,14). Nur Narren geben ihnen nach. „So dass er ihr plötzlich nachlief, wie ein Ochse zur Schlachtbank geht“ (Sprüche 7,22). Betrug wird durch Wahrheit besiegt. Unwissenheit wird durch Wissen besiegt. Es muss glorreiche Wahrheit und schönes Wissen sein. Wir müssen unseren Verstand mit den überlegenen Verheißungen und Freuden Jesu bestücken. Dann müssen wir uns ihnen sofort zuwenden, nachdem wir „NEIN!“ gesagt haben.

4. Bleibe standhaft!

Bleibe standhaft bis zum Sieg, indem du Gottes Verheißungen festhältst.
Richte deine Augen auf Jesus (siehe Hebräer 12,2). Hier ist es, wo viele versagen. Sie geben zu früh auf. Sie sagen: „Ich habe versucht, es zu überwinden, und es hat nicht funktioniert.“ Ich frage: „Wie lange hast du es versucht? Wie stark hast du deinen Willen angestrengt?“ Der Verstand ist ein Muskel. Du kannst ihn mit Wucht anspannen. Sei brutal. Halte dir die Verheißung Christi vor Augen. Halte es fest. Halte es fest! Lass es nicht los! Halte es weiter fest! Wie lange? So lange wie es dauert. Kämpfe! Um Himmels willen, kämpfe, bis du gewinnst! Wenn ein elektrisches Garagentor dabei wäre, dein Kind zu zerquetschen, würdest du es mit aller Kraft hochhalten und um Hilfe schreien, und es halten und halten und halten und halten.

5. Erfreue!

Erfreue dich an der Schönheit Jesu.
Pflegen die Fähigkeiten zur Freude an Christus. Ein Grund, warum in so vielen Menschen von der Lust beherrscht sind, ist, dass Christus so wenig Anziehungskraft hat. Wir verfallen dem Betrug der Sünde, weil wir wenig Freude an Christus haben. Sage nicht: „So bin ich einfach nicht.“ Welche Schritte hast du unternommen, um die Zuneigung zu Jesus zu wecken? Hast du für die Freude gekämpft? Sei nicht schicksalsergeben. Du wurdest geschaffen, um Christus von ganzem Herzen zu schätzen – mehr als du Sex oder Zucker schätzt. Wenn du wenig Geschmack für Jesus hast, werden konkurrierende Vergnügungen triumphieren. Flehe Gott um die Zufriedenheit an, die du nicht hast: „Sättige uns früh mit deiner Gnade, so wollen wir jubeln und fröhlich sein unser Leben lang.“ (Psalm 90,14). Dann schau, schau und schau auf die herrlichste Person im Universum, bis du ihn so siehst, wie er ist.

6. Nutze!

Nutze deine Zeit und mach etwas Sinnvolles.
Lust wächst schnell im Garten der Freizeit. Finde ein gutes Werk, das du tun kannst, und tue es mit aller Kraft. „Im Eifer lasst nicht nach, seid brennend im Geist, dient dem Herrn!“ (Römer 12,11). „Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn“ (1. Korinther 15,58). Fülle dich mit Arbeit. Steh auf und tue etwas. Fege einen Raum. Hämmere einen Nagel ein. Schreibe einen Brief. Repariere einen Wasserhahn. Und tue es um Jesu willen. Du wurdest geschaffen, um zu herrschen und zu schaffen. Christus ist gestorben, um dich „eifrig in guten Werken“ zu machen (Titus 2,14). Ersetze betrügerische Begierden durch eine Leidenschaft für gute Taten.

Verheißungen

Lerne diese Verheißungen. Greife fest daran.

Gottes hat sich zur Reinheit berufen

Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern zur Heiligung.

(1.Thessalonicher 4,7)

„Denn“ zeigt an, dass die Warnung gerechtfertigt ist, dass Christus richten (4,6) wird. Unmoral muss vermieden werden, da sie mit dem gnädigen Ruf Gottes unvereinbar ist. Die Tatsache, dass „hat berufen“ in der Vergangenheitsform steht, zeigt uns den göttlichen Ruf als ein vergangenes historisches Ereignis, die Zeit ihrer Bekehrung.
Dieser Ruf, vermittelt durch die Verkündigung des Evangeliums in Thessalonich, hat die Leser aus dem Heidentum herausgeführt und sie in Gottes gesegnetes Reich hineingestellt. Dieser Ruf hat moralische Folgen.

Gott direkter Wille ist, dass wir heilig sind.

Gott selbst wird dich stärken

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit!

(Jesaja 41,10)

Israel brauchte Gottes zerstörerisches Gericht nicht zu fürchten, wie es die anderen Nationen zu fürchten hatten, denn er ist ihr Gott und hält seine Verheißung, die Nation wiederherzustellen.
Wie viel mehr hat Gott dir versprochen, dich heiligen zu wollen.

Gott gibt dir nicht mehr als du ertragen kannst

Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so dass ihr sie ertragen könnt. 

(1.Korinther 10,13)

Gott bringt Umstände in unser Leben hinein, die uns prüfen sollen. Wie Hiob erkennen wir solch eine Situation oftmals nicht sofort als Test und kämen ganz bestimmt nicht auf die Idee, dass Gott sie herbeigeführt hat. Aber unsere Reaktion offenbart unsere Treue – oder Untreue.

Kein Christ kann behaupten, dass die Versuchung zu groß gewesen ist oder dass Satan ihn »gezwungen« habe. Niemand kann uns zur Sünde zwingen, nicht einmal Satan.

Ein Christ kann sich jedoch auf die Hilfe seines Vaters im Himmel verlassen, wenn er aus der Versuchung siegreich herausgehen möchte. Gott aber ist treu. Er verlässt die Seinen nicht. »In sechs Bedrängnissen wird er dich erretten, und in sieben wird dich nichts Böses antasten« (Hi 5,19). Wenn unsere Treue auch auf die Probe gestellt wird, so können wir uns auf Gottes Treue stets verlassen. Wir dürfen absolut sicher sein, dass er nicht zulassen wird, dass wir über unser Vermögen versucht werden.
Er wird uns keine Prüfung auferlegen, die wir von vornherein nicht bestehen könnten. Lies dazu mehr in Kommentar von John MacArthur zu 1.Korinter ab Seite 237.

Anfechtungen erdulden lohnt sich

Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben.

(Jakobus 1,12)

In diesem Zusammenhang bezeichnet das Wort „erduldet“ auch das passive, schmerzhafte Überstehen einer Anfechtung und blickt auf den siegreichen Ausgang.

Die Schönheit des Erbes, wenn wir überwinden

Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.

(Offenbarung 21,7)

Das geistliche Erbe, das alle Gläubigen empfangen werden (1.Petrus 1,4; Matthäus 25,23), ist die Fülle der neuen Schöpfung. Lies auch Römer 8,16-17.
Hier aber werden wir daran erinnert, dass jeder persönlich glauben muss. Daher heißt es »wer überwindet«. So wird dem Irrtum vorgebeugt, Gottes Gnade sei ja so weit, dass Er alle Menschen erlösen werde, auch solche, die nie daran gedacht haben, an Ihn zu glauben. Nein, jeder muss persönlich »überwinden«, und das heißt persönlich glauben, sich vor Gott demütigen, sein Leben Seiner Führung anvertrauen. Lies dazu mehr im Kommentar von Benedikt Peters zur Offenbarung ab Seite 196.

Materialien

Hier sind ein paar weiterführende Materialien, zum lesen und studieren.

Merkzettel

Gemeinsam die Bibel lesen

Wir lesen gerne die Bibel alleine. Oder wissen, dass wir alleine die Bibel lesen sollten. Doch leider ist das nicht immer Realität. Wir schämen uns darüber zu reden, wie wenig wir eigentlich die Bibel lesen.

Stell dir vor, jeder in der Gemeinde würde regelmäßig die Bibel lesen. Wie sehr würde die Gemeinde in der Heiligung wachsen?

Stelle dir vor, jeder in der Gemeinde würde jeden Tag jemanden von Jesus erzählen. Wie sehr würde die Gemeinde ein Zeugnis sein?

Stell dir vor, jeder in der Gemeinde würde jemanden helfen, als Jünger Jesus zu wachsen? Wie viele würden dann plötzliche Sprünge in ihrem Glaubensleben machen?

„Gemeinsam die Bibel lesen“ wird helfen. Gottes Wort ist mächtig. Gott hat sein Wort uns gegeben, um Ungläubige zu retten und Gläubige zu stärken. Es scheint so langweilig einfach die Bibel zusammenzulesen, aber es ist Gottes Werkzeug, mit dem er seinen Plan ausführt.

Gemeinsam die Bibel mit Ungläubigen lesen

Gemeinsam die Bibel mit jemanden zu lesen ist, ein möglicher Weg jemanden das Evangelium weiterzugeben, der Jesus noch nicht persönlich kennt.

Über den Dienst von J. Mack Stilles wird folgendes gesagt:

„Hi, ich heiße Abdul”, sagt ein Mann zu mir, „ich wuchs als Moslem auf, aber vor zwei Jahren erlöste mich Gott in seiner Gnade durch Christus von meinen Sünden und von mir selbst.”

„Das ist wunderbar”, antwortete ich. „Wie hast du vom Evangelium erfahren?”

„Durch meine Freundschaft mit Mack”, sagt Abdul. „Eines Tages fragt er mich, ob ich mit ihm zusammen das Markusevangelium lesen würden. Ich willigte ein und innerhalb weniger Monate hatte der Heilige Geist mein Herz geöffnet, sodass ich gläubig wurde.”

Ein weiterer Mann stellte sich vor und sagte: „Hey, ich bin Rajesh. Ich war mein ganzes Leben lang Hindu, bis jemand mich in diese Gemeinde einlud”. Ich wusste nichts über Christus, bis ich hierherkam, doch Mack und andere finden an, sich mit mir zu treffen und mir zu zeigen, wer Jesus Christus ist und was er getan hat. Ich war überwältigt, und nachdem ich mit Mack viele meiner Fragen geklärt hatte, nahe ich Christus als meinen Herrn und Retter an.”

Neben Abdul und Rajesh stand Matthew. Er erzählte mir: „Ich wuchs als Namenschrist auf, ohne jede Beziehung zu Christus; doch letztes Jahr öffnete Gott mir die Augen dafür, was es wirklich heißt, an Christus zu glauben. Ich tat Buße für meine Sünden und glaubt an ihm.“

„Lass mich raten”, sagte ich. “Mack führte dich zu Christus, richtig?”

„Nein”, sagt Matthew. „Das waren Abdul und Rajesh. Sie nahmen sich viele Stunden Zeit, um mit mir die Bibel zu lesen und mir zu zeigen, was es heißt, Jesus nachzufolgen.” dann sagte Matthew: „Darf ich vorstellen: Das ist Stephen, ein Freund von mir, der gerade den christlichen Glauben für sich erkundet. Er kam heute Morgen mit mir in diese Gemeinde.”

So heißt es in Römer 10,17 „Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.” Gottes Wort ist mächtig genug, um Menschen aus ihrem Unglauben zu retten.

Gemeinsam die Bibel mit Gläubigen lesen

Ein Christ darf nicht aufhören zu lernen. Jeder Christ braucht Gottes Wort angewendet auf sein Leben. Paulus sagt von sich selbst:

Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt,  und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. (Phil 3,13-14)

Paulus war sich bewusst, dass er nicht vollkommen ist. Paulus wollte wachsen. Paulus wollte den Himmel selbst ergreifen. Wie viel mehr sollte das unser Wunsch und Streben sein. 
Aber wie können wir wachsen und eifrig dem Ziel nachjagen? Wir brauchen Gottes Wort, Gebet und Gemeinschaft. 
Diese haben wir in der simpelsten Form, wenn wir uns mit jemanden treffen, um gemeinsam die Bibel zu lesen und zu beten.

Wenn wir den Worten von Paulus in 2.Timotheus 3,16-17 glauben, dann muss das unsere Einstellung zum Wort Gottes verändern.

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,  damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. (2.Tim 3,16-17)

Gottes Wort kann dein und mein Leben umkrempeln. Es kann dich zurüsten, damit du fähig bist besser in der Kinderstunde zu unterrichten, damit zu fähig bist deinem Hauskreis gut vorzustehen, damit zu fähig bist in der Gemeindeküche treu und freudig zu dienen. Das Wort Gottes ist nicht nur für Pastoren, damit sie ab und zu daraus eine Predigt machen. Die Bibel ist für dich und mich. Lass uns sie gemeinsam lesen.

Anfangen die Bibel gemeinsam zu lesen

Wie kann damit anfangen? Es ist nicht schwer. Du kannst heute damit beginnen. Wenn du das nächste Mal dich mit deinem Freund triffst, dann schlag vor, die Bibel gemeinsam zu lesen. Ein Kapitel. Und nächstes Mal noch ein Kapitel.

Es ist auch eine Methode, wie man dem ganzen einen Rahmen geben kann: schwedisches Bibellesen. Sie ist für gerade diesen Zweck perfekt geeignet.

Wir haben auch ein paar kostenlose Materialien und Bibelpassagen zusammengestellt, wo du anfangen könntest.

Wenn du mehr darüber erfahren wünschst, dann klicke hier: https://ecg.berlin/schwedisches-bibellesen/

David Helm schreibt auch einiges über das Bibellesen in Zweierschaften

29.12.2020 Paul Walger

Weihnachtsgottesdienste 2020

24.12. Heiligabend um 14 Uhr in deutscher Sprache mit Übersetzung ins russische
24.12. Heiligabend um 16 Uhr in deutscher Sprache mit Übersetzung ins russische
25.12 Erster Weihnachtstag um 11 Uhr in russischer Sprache mit Übersetzung ins deutsche

Weihnachten ist eine gute Gelegenheit um über das nachzudenken, was tatsächlich geschah: der Retter wurde geboren. Jesus Christus schlug die Brücke der Versöhnung zwischen Gott und Mensch. Gleichgültig wie stürmisch es in deinem Leben sein mag, du kannst friedliche Weihnachten feiern und Vergebung deiner Schuld erfahren.

Du bist herzlich eingeladen unseren Gottesdienst zu besuchen.

Unsere Adresse:
Havelländer Ring 40
12629 Berlin

Einladungen zum Teilen:

4 Zeichen, dass Essen zum Götzen wird

Ich denke, es ist hilfreich, wenn man über Völlerei spricht, dass man sie mit anderen Sünden vergleicht und erklärt, warum etwas Gutes wie Genuss vom Essen zur Sünde werden kann.

Zum Beispiel ist die Existenz sexueller Wünsche und die Erfüllung davon an sich nicht schlecht. Aber es gibt die Sünde der Begierde. Es ist nicht unbedingt böse sich an Lob zu freuen, aber er kann zur Sünde des Stolzes werden. Der Genuss der von Gott gegebenen Ruhe ist nicht böse. Aber es kann zur Sünde der Trägheit oder Faulheit werden.

Der Genuss einer angemessenen Selbstachtung kann zur Sünde des Stolzes werden. Und der Wunsch, etwas an sich Unbedenkliches zu haben – wie ein Haus, Auto oder Computer – kann zur Sünde der Begierde oder, noch schlimmer, zur Sünde des Neids werden, wenn man sich darüber ärgert, dass jemand anders es hat und man selbst es nicht hat. Und der legitime Wunsch und Genuss von Nahrung kann ebenso zur Völlerei werden.

Ich denke, es ist hilfreich zu sehen, was in all diesen sogenannten Todsünden wirklich vor sich geht.

Völlerei

Die größere Frage ist: Was geschieht im menschlichen Herzen, wenn all diese gottgegebenen guten Dinge zu sündigen Dingen werden? Was geschieht dann? Und was ist Definition die von „Völlerei“?

Völlerei ist der sündige Genuss der guten Gabe der Nahrung. Wie kommt es dazu? Was macht Völlerei sündhaft?

Man kann diese Sünde so beschreiben, dass es sich um eine falsch ausgerichtet Liebe oder, anders gesagt, um eine übermäßige Liebe handelt. Sie beginnt mit legitimer Liebe – richtiger und angemessener, Christus erhebender und von Gott verwurzelter Liebe – zu etwas Reinem, das Gott zu unserem Vergnügen gegeben hat. Aber dann wird sie unangemessen und unverhältnismäßig. Sie hört auf, Christus zu verherrlichen. Sie hört auf, ihre Wurzeln in Gott zu haben.

Die beiden Stellen, die mir geholfen haben, auf eine biblische Art und Weise, darüber zu sprechen, sind 1. Timotheus 6,6-10 und Philipper 4,11-13 und 3,8. Lasst uns einen kurzen Blick darauf werfen.

Zufriedenheit in God

Paulus sagt in 1. Timotheus 6,6

Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden wird.

Und diese Genügsamkeit ist Zufriedenheit in Gott. Diese Genügsamkeit ist es, was als Gouverneur oder als Moderator oder als Regulator oder Führer in all unseren anderen Wünschen wirkt.

Wenn Paulus zu Vers 10 kommt, spricht er über Geld, welches an sich kein Übel ist. Es wurde für unseren richtigen Gebrauch gegeben. Er sagt:

Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht. (1.Tim 6,10)

Was geschah dann? Beim Gebrauch des Geldes ist diese süßen, tiefen, allgegenwärtigen Zufriedenheit in Gott verloren gegangen. Und durch eine mächtigen Geldliebe und der Geldsucht, wie Paulus es nennt, ersetzt worden.

Der Gebrauch des Geldes ist also von der Zufriedenheit in Gott abgekoppelt worden. Und ohne diese Koppelung hat ein legitimer Wunsch freien Lauf bekommen und ist dabei, die Seele zu zerstören.
Es ist immer so, wenn unser Gebrauch von guten Dingen schlecht wird. Höchste Zufriedenheit, Glück, Freude oder Befriedigung in Gott hört auf, der große Führer oder Ballast oder Sicherung oder Regulator unserer Seelen zu sein. Und wenn das geschieht, wird alles schlecht.

Das Geheimnis der Freude

Der andere Text ist Philipper 4,11-13, wo Paulus sagt:

Nicht wegen des Mangels sage ich das; ich habe nämlich gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde. Denn ich verstehe mich aufs Armsein, ich verstehe mich aber auch aufs Reichsein; ich bin mit allem und jedem vertraut, sowohl satt zu sein als auch zu hungern, sowohl Überfluss zu haben als auch Mangel zu leiden. Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.

Paulus beschreibt hier das Geheimnis eines gottgefälligen christlichen Lebens. Und dazu gehört auch das Geheimnis des richtigen Umgangs mit Nahrung, Geld und Ruhe und all den anderen guten Gaben Gottes.

Er sagt, dass dieses Geheimnis ihm ermöglicht zufrieden zu sein, wenn er viel oder wenn er wenig hat. Es ist also klar, dass die Zufriedenheit nicht in der jeweiligen Sache liegt und darin, wie viel man davon hat oder nicht hat. Das ist das Geheimnis des christlichen Lebens. Und was ist es? Die Antwort liegt wieder in Philipper 3,8, wo Paulus sagt:

ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne.

Das Geheimnis von Paulus‘ Zufriedenheit ist die Befriedigung, die er in Jesus findet – eine Befriedigung, die so tief und so durchdringend ist, dass er, selbst wenn alles andere verloren ist, diese Zufriedenheit oder diese Genugtuung nicht verliert.

Wenn die Zufriedenheit in Gott oder die Zufriedenheit in Christus, wie Paulus sie in diesen beiden Abschnitten beschreibt, in unserem Leben vorhanden ist, dann funktioniert sie als ein wunderbarer Gouverneur, Moderator, Regulator und Lenker über den Gebrauch aller guten Dinge. So bleiben gute Dinge an ihrem richtigen Platz. Und wenn sie genossen werden, werden sie als Ausdruck von Gottes Güte genossen.

Ich würde also Völlerei definieren als den Genuss von Nahrung, die sich von der Zufriedenheit mit Gott als der regierenden Liebe unseres Lebens losgelöst hat.

Vier Warnzeichen

Wenn unsere Zufriedenheit mit Gott schwindet, nimmt die Nahrung schnell ihren Platz ein. Und es gibt vier Anzeichen dafür, dass dies in unserem Leben geschieht:

  1. Wir werden gleichgültig gegenüber den schädlichen Auswirkungen der Nahrung auf unseren Körper, der Tempel des Heiligen Geistes ist.
  2. Wir werden gleichgültig gegenüber der Art und Weise, wie wir unser Geld verwalten, wenn wir es unweise für falsche Lebensmittel ausgeben.
  3. Wir fangen an, Nahrung als Flucht vor unseren Problemen und als Medikament gegen unsere Traurigkeit oder unser Elend oder unser Unbehagen zu verwenden.
  4. Wir hören auf, das Essen als einen Weg zu genießen, Gott zu genießen. Wir hören auf, die Güte Gottes in der Güte des Essens zu schmecken, und wir beginnen, die Güte Gottes durch die Güte des Essens zu ersetzen.

Das ist Völlerei.

Das ist es also, was ich unter Völlerei verstehe. Das sind die Zeichen dafür, dass sie vorhanden ist. Und der Weg zurück kann viele externe Kontrollen und Disziplinen von außen beinhalten. Aber am Ende wird der einzige Ausweg sein, wenn Gott selbst durch Jesus Christus unsere befriedigende Seelennahrung wird und die Zufriedenheit in ihm zum Gouverneur und Regulator all unserer Appetitwünsche und Wünsche wird.

https://www.desiringgod.org/interviews/four-signs-food-has-become-an-idol

John Piper

Die Ältesten müssen gastfreundlich sein, nicht nur ihre Frauen

„Die Schrift legt die Qualifikationen für einen Ältesten fest, dass er ‚zur Gastfreundschaft hingegeben‘ sein muss. Wie wird das in deinem Leben sichtbar?“

Diese Frage wird in unseren Ältesten-Prüfungen immer früh im Prozess der Prüfung eines Mannes zum Ältesten und Lehrer gestellt. Wir nehmen die biblischen Anforderungen ernst, die in 1. Timotheus 3 und Titus 1 aufgeführt sind, und ich bin froh, dass die Frage gestellt wird. Aber wenn ich ehrlich bin, bin ich nicht so begeistert von einigen der Antworten – oder von der Zulassung einiger dieser Antworten.

Für gewöhnlich hebt ein Mann die Arbeit und das Talent seiner Frau in der Gastfreundschaft sofort hervor. Das ist gut, aber es gibt ein Problem, wenn ein Mann die Gastfreundschaft seiner Frau nutzt, um seine eigene zu kompensieren.

Was ist Gastfreundschaft?

Einfach ausgedrückt: Es bestehen nach wie vor grundlegende falsche Vorstellungen von Gastfreundschaft. Einige denken, dass Gastfreundschaft nur darin besteht, Menschen zum Essen einzuladen. Die Ehefrau bereitet also das Haus vor und kocht ein köstliches Essen.

Aber der Sinn der Gastfreundschaft besteht darin, dem Fremden gegenüber Liebe zu zeigen. Und was gibt es Besseres, als ihnen Gottes Wort zu schenken? Gastfreundschaft ist mehr als nur eine Grillparty. Aus Sorge um das Wohlergehen der Menschen wollen wir sie mit Essen und Trinken erfrischen, wenn es möglich ist. Keine nahrhafte Erfrischung anzubieten ist schon seltsam und stellt die Qualität jeglicher Gastfreundschaft in Frage. Aber christliche Gastfreundschaft schließt im Wesentlichen den christlichen Glauben ein.

Wie geht Gastfreundschaft?

Ich kenne einen Ältesten, der jeden Besucher in die Gemeinde einlädt, um mit ihm und seiner Familie zu Mittag zu essen. Er und seine Familie bereiten ein Essen vor und bringen es in die Gemeinde, um es mit den Besuchern zu teilen – Gläubigen oder Ungläubigen – oder sogar mit allen Mitgliedern, die sehr zurückgezogen oder ihm unbekannt sind. Dieser Älteste tut die Arbeit des Hirtendienstes durch Gastfreundschaft. Um dies zu erleichtern, sind die Küche der Gemeinde und der Gemeinschaftsraum zur häufigen Benutzung gedacht. Wenn du dich mit jemandem hinsetzt und dein Leben und deinen Glauben mit ihm teilst, während du von seinem Leben und seinem Glauben (oder fehlendem Glauben) erfährst, bietet das wertvolle Gelegenheiten, Zeugnis zu geben, zu evangelisieren und Jünger zu werden.

Im Neuen Testament sehen wir das Beispiel von Priscilla und Aquila, einem Gemeindegründerehepaar, das zahlreichen Gemeinden geholfen hat und Seite an Seite anderen gedient und die gute Nachricht des Evangeliums weitergegeben hat. Das ist ein schönes Bild eines christlichen Haushalts: ein Ehepaar, das gemeinsam im Königreich arbeitet. Nach Paulus war ihr Haus ein Ort der Anbetung und Lehre: „Es grüßen euch die Gemeinden in [der Provinz] Asia. Es grüßen euch vielmals im Herrn Aquila und Priscilla samt der Gemeinde in ihrem Haus“ (1. Kor 16,19). Oh, wenn dieses Beispiel der Gastfreundschaft im Leben eines jeden Ältesten existieren könnte.

Älteste sollten der Gastfreundschaft hingegeben sein

Wenn wir Leiter unserer Familien sind, diejenigen, die „ihren Haushalt gut führen“, dann muss bei Männer allgemein und bei Ältesten insbesonders etwas zu sehen sein. Man muss sehen, wie wir die Schrift öffnen, Fragen stellen und Anwendungen für die Familie und Gäste vorschlagen. Wir sollten für konkrete Anliegen beten. Wir sollten auch andere zum Beten ermutigen. Wir zeigen unsere Liebe zu anderen Menschen, wenn wir aufrichtig für ihre Bedürfnisse beten. Dies geschieht am leichtesten mit Fremden, wenn sie gemütlich an unserem Tisch sitzen.

Mögen alle Pastoren in ihrer Umgebung den Ruf haben ein Ort der Zuflucht zu sein, ein Ort des Wirklichseins, ein Ort der Aufrichtigkeit und der Gott-Zentriertheit, wo Christus vermittelt wird und alle in die Familienandachten einbezogen werden. Damit ein Ältester ein Ältester sein kann, müssen einige grundlegende Eigenschaften vorhanden sein. Zeigt der Älteste Interesse an Menschen? Bemüht er sich, dass sich die Menschen auch in seinem Haus willkommen und geliebt fühlen?

Sicherlich wird es bestimmte Jahreszeiten des Lebens und andere gottgeführte Umstände, die diese Art von Gastfreundschaft behindern können, geben. Aber wann immer möglich, sollten sich die Hirten bemühen die Gabe der Gastfreundschaft vorbildlich zu teilen.

Viele Menschen, die nicht der Gemeinde angehören, sind mit Evangelium konfrontiert worden, indem sie Familien besucht haben, in denen die Bibel als ein Mittel der Gastfreundschaft geöffnet wird: „Unser Brief seid ihr selbst, in unsere Herzen geschrieben, erkannt und gelesen von jedermann. Es ist ja offenbar, dass ihr ein Brief des Christus seid, durch unseren Dienst ausgefertigt, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens. “ (2. Kor 3,2-3).

Ist dir klar, dass das erstaunliche Buch der Apostelgeschichte mit Paulus als Gefangener in Rom endet? Auf seine eigenen Kosten setzt er seinen Dienst fort und empfängt alle und jeden, um die Gnaden Christi zu teilen. So setzt Paulus, der Älteste und Gefangene, seinen Dienst durch Gastfreundschaft fort: „Paulus aber blieb zwei Jahre in einer eigenen Mietwohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen; und er verkündigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit aller Freimütigkeit und ungehindert. “ (Apostelgeschichte 28,30-31).

Mögen alle Ältesten den Ruf haben, dass sie der Gastfreundschaft ergeben sind.

Von Kent Butterfield – Übersetzt von 9 Marks https://www.9marks.org/article/hospitality/

Aufnahmen von „Martin Luther und die Reformation“

Hier werden wir viel über das Leben Martin Luthers und seinen herausragenden Beitrag zur Reformation sprechen. Dennoch ist es das Wort Gottes, das im Titel unseres Seminars im Vordergrund steht. Die ganze Reformation begann dank des unveränderlichen Wortes Gottes. Das Wort Gottes reformierte zuerst das Denken und Leben Martin Luthers selbst radikal, er widmete sich dem Studium und der Verkündigung dieses lebendigen und unveränderlichen Wortes und wurde zu diesem mächtigen Instrument in Gottes Hand. Und das ist es, was die ganze Geschichte auf den Kopf gestellt hat. Das führte zur Reformation, die schließlich Deutschland und dann die Welt erfasste. Das Wort Gottes war die mächtige Kraft, die zur Reformation führte.

Wir neigen dazu, manche Menschen zu idealisieren. Es gibt nicht wirklich ideale Menschen. Auch Martin Luther war kein perfekter Mensch. Er hatte auch seine eigenen Probleme. Aber er war der Mann, der das Wort Gottes liebte und sein Leben der Verkündigung des Wortes widmete.

Gliederung

  1. Einleitung
  2. Gottes Wort – Sein Wert und Kraft (Matthäus 24,35; Jesaja 40,8, Römer 1,16)
    1. Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam (Hebräer 4,12)
      1. Überführt den Menschen von Sünde – Apostelgeschichte 2,37
      2. Führt zur geistlichen Wiedergeburt – 1.Petrus 1,23
      3. Erweckt wahrhaftigen Glauben – Römer 10,17
      4. Nährt den Geist des Menschen – Matthäus 4,4
      5. Gibt den Menschen Heilsgewissheit – 1.Johannes 5,13
      6. Erweckt Freude – Psalm 119,162
      7. Erzeugt Heiligung – Johannes 17,17
      8. Bewahrt vor Sünde – Psalm 119,11
      9. Stärkt im geistlichen Kampf – Epheser 6,17
    2. Ein Zeugnis der Bibel in Bildern
      1. Leuchte – Psalm 119,105
      2. Feuer – Jeremia 23,29
      3. Hammer – Jeremia 23,29
      4. Spiegel – Jakobus 1,23
      5. Wasserbad – Epheser 5,25-26
      6. Nahrung – Matthäus 4,4
      7. Milch – 1.Petrus 2,2
      8. Schwert – Epheser 6,17
      9. Regen – Jesaja 55,10-11
      10. Same – Lukas 8,11
    3. Wichtige Bedingungen für die Wirksamkeit von Gottes Wort (1.Thessalonicher 2,13; Hebräer 4,1-2; 2.Timotheus 4,1-5)
  3. Martin Luther – Der Weg zur Reformation
    1. Die frühen Jahre seines Lebens
    2. Auf der Suche nach Wahrheit im Kloster
    3. Der Weg zu Erleuchtung und Reformation
    4. Familienleben und Entwicklung der Reformation
    5. Historische Bedeutung seines Werkes
      1. Reformation und Rückkehr zu den Wahrheiten des Evangeliums
      2. Die Reformation und ihre Auswirkungen auf Kultur und Bildung
  4. Wie profitiere ich vom Lesen der Heiligen Schrift?
    1. Fange noch heute an die Bibel zu lesen.
    2. Lies die Bibel mit dem aufrichtigen Wunsch, sie zu verstehen.
    3. Lies die Bibel mit kindlichem Glauben und in Demut.
    4. Lies die Bibel bereitwillig, um ihr zu gehorchen und sie auf dich selbst anzuwenden.
    5. Lies die Bibel jeden Tag.
    6. Lies die ganze Bibel der Reihe nach.
    7. Lies die Bibel und nimm sie objektiv und ehrlich auf.
    8. Lies die Bibel, indem du immer auf Jesus Christus schaust.

Langmut und die Frucht des Geistes

1533 setzte Gott eine Reihe von Geschehnissen in Bewegung, die seiner Gemeinde eine der großartigsten Gaben zur Verfügung stellen sollten, die sie in den vergangenen 500 Jahren erhalten hatte. Nachdem er zum rettenden Glauben an Jesus Christus kam und sein priesterliches Amt im Römischen Katholizismus aufgab, wurde Alexander Canus zum Tode verurteilt, weil er in ganz Lyon (Frankreich) die Lehre von der Rechtfertigung allein durch Glauben verkündete. Die rettende Gnade Gottes, die allen angeboten wird, die Buße über ihre Sünde tun und den Namen des Herrn Jesus Christus anrufen, hatte diesen Franzosen radikal in einen kühnen Botschafter des Höchsten Gottes verwandelt.

Als Canus vor seiner Hinrichtung vor das französische Parlament gebracht wurde, wurde er vor Tausenden von Zuschauern gefesselt und erbarmungslos geschlagen. Nachdem ihm beide Beine gebrochen wurden und sein Körper bis zum Äußersten entstellt war, wurde Canus die einmalige Gelegenheit gegeben, seine neu erworbenen Überzeugungen zu widerrufen und die Dogmen des Römischen Katholizismus zu erneuern. Doch trotz der gnadenlosen Folter und der ständigen Versuchung, auf die Forderungen seiner Gesprächspartner einzugehen, rief Canus stattdessen vor den Massen aus: „O Gott, in diesen Männern gibt es weder Mitleid noch Erbarmen! Oh, dass ich beides in dir finden möge!“

Als das französische Parlament Zeuge der unerschütterlichen Entschlossenheit von Canus wurde, an seinen neu gefundenen Überzeugungen festzuhalten, blieb ihm keine andere Wahl, als seine Hinrichtung durchzuführen; er sollte bei lebendigem Leibe auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Als Canus an den Ort seines Todes getragen wurde, begann er, das Evangelium Jesu Christi den Menschen zu predigen, die sich darauf vorbereiteten, ihn zu töten. Inmitten Canus‘ Verkündigung unter freiem Himmel begannen Schrecken und tiefer Zweifel den von Zeugen erfüllten Platz zu durchdringen. „Er wird verbrannt werden“, sagte das Volk, „doch niemand scheint so glücklich zu sein wie er!“ Während er an den Scheiterhaufen gebunden wurde, wurde Canus mit dem tröstenden Dienst des Heiligen Geistes in seiner Seele erfüllt. Bevor das Feuer seinen Körper verschlang, soll Canus zuversichtlich verkündet haben: „O Gott, gibt es eine höhere Ehre, als so wie dein Sohn im Haus des Herodes behandelt zu werden?“

Bewegt von Mitgefühl und Reue begannen viele in der Menge über den brutalen Tod, den Canus erlitten hatte, zu weinen. „Sicherlich gibt es in diesem Mann nichts, was des Todes würdig wäre“, riefen einige. Andere riefen aus: „Wenn dieser Mann nicht gerettet wird, wer kann es dann sein?“ Unter den Schaulustigen befand sich auch ein 24-jähriger Mann, der sich vor Kurzem bekehrt hatte. Der Name des jungen Mannes war Johannes Calvin, und da er von den Geschehnissen rund um den Märtyrertod von Canus so bewegt war, würde Calvin bald den Rest seines Lebens dem Predigtdienst widmen. Calvin war der wohl größte Bibelausleger, der je gelebt hat, und seine theologischen Abhandlungen segnen Gottes Volk bis zum heutigen Tag.

Die Umstände des Märtyrertodes von Alexander Canus sind ein anschauliches Beispiel für geistgewirkte Geduld und dienen als Erinnerung daran, dass diese christusähnliche Tugend ein kraftvolles Zeugnis für Gottes Reich ist. Die griechische Bedeutung für Geduld (makrothymia) lässt sich vielleicht besser als Langmut ins Deutsche übersetzen, und wie oben beschrieben, verhielt sich Alexander Canus genauso gegenüber denen, die ihn 1533 ermordet haben. Christusähnliche Langmut bedeutet, nicht Böses mit Bösem zu erwidern, sondern stattdessen schwierige oder schmerzhafte Umstände willentlich im Vertrauen auf Gottes Absichten zu dulden (1. Petrus 3,8-9). Als wesentlicher Bestandteil der vom Geist erzeugten Liebe ist Langmut eine Eigenschaft, die Christen gegenüber allen ihren Mitmenschen ohne Ausnahme haben müssen (1. Korinther 13,4). Darüber hinaus wird diese wunderbare Eigenschaft, wie sie in der Heiligen Schrift beschrieben wird, durch den dreieinigen Gott selbst sogar noch stärker (vollkommen) zur Schau gestellt (Römer 2,1-4). Betrachten wir nur einige Beispiele:

Gott der Vater

Als Petrus über Gottes Langmut gegenüber Sündern schrieb, die sich in seiner andauernden Zurückhaltung des Gerichts über die nicht wiedergeborene Menschheit zeigt, sagte der Apostel Petrus:

8 Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag!

9 Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.

(2. Petrus 3,8-9)

Der Sohn Gottes

Als Paulus darüber nachdachte, wie Jesus Christus ihn selbst im Hinblick auf sein eigenes Heil behandelte, sagte er:

13 der ich zuvor ein Lästerer und Verfolger und Frevler war. Aber mir ist Erbarmung widerfahren, weil ich es unwissend im Unglauben getan habe.

14 Und die Gnade unseres Herrn wurde über alle Maßen groß samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist.

15 Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin.

16 Aber darum ist mir Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Langmut erzeige, zum Vorbild für die, die künftig an ihn glauben würden zum ewigen Leben.

(1. Timotheus 1,16-18)

Gott der Heilige Geist

In Epheser 4,30 und 1. Thessalonicher 5,19 fordert der Apostel Paulus seine Leser auf, „den Heiligen Geist nicht zu betrüben“ und „den Heiligen Geist nicht zu dämpfen“. Beide Passagen zeigen, dass Gläubige anfällig dafür sein können, der Führung des Heiligen Geistes nicht zu gehorchen und infolgedessen gegen die dritte Person der Gottheit zu sündigen. Dennoch bleibt der Heilige Geist trotz des häufigen Versagens von Christen uns gegenüber geduldig. Er hat alle Gläubigen für den Tag der Erlösung versiegelt, und so wird er dem Volk Gottes immer treu sein.

Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu; er kann sich selbst nicht verleugnen (2. Timotheus 2,13). Mach es dir in dieser Woche zum Gebet und Ziel, Gottes Geduld in deinem eigenen Leben nicht als selbstverständlich hinzunehmen. Außerdem bitte den Herrn, dir die Kraft zu geben, durch das Wirken seines Geistes in dir, seine Langmut gegenüber den Menschen, die er in dein Leben gestellt hat, widerzuspiegeln.

Wöchentliche Passagen zum Nachdenken:

Montag – 2. Mose 34,1-8

1 Und der HERR sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, damit ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast;

2 und sei morgen bereit, dass du früh auf den Berg Sinai steigst und dort zu mir auf die Spitze des Berges trittst.

3 Und lass niemand mit dir hinaufsteigen, dass niemand um den ganzen Berg her gesehen werde; lass auch keine Schafe noch Rinder gegen diesen Berg hin weiden!

4 Und Mose hieb sich zwei steinerne Tafeln zurecht, wie die ersten waren; und er stand am Morgen früh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.

5 Da kam der HERR in einer Wolke herab und trat dort zu ihm und rief den Namen des HERRN aus.

6 Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR, der HERR, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue;

7 der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied!

8 Da neigte sich Mose schnell zur Erde und betete an;

Dienstag – Epheser 4,1-6

1 So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid,

2 indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt

3 und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens:

4 Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung;

5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe;

6 ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen.

Mittwoch – Jakobus 1,18-21

18 Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien.

19 Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn;

20 denn der Zorn des Mannes vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit!

21 Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut das [euch] eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten!

Donnerstag – 1. Thessalonicher 5,12-24

12 Wir bitten euch aber, ihr Brüder, dass ihr diejenigen anerkennt, die an euch arbeiten und euch im Herrn vorstehen und euch zurechtweisen,

13 und dass ihr sie umso mehr in Liebe achtet um ihres Werkes willen. Lebt im Frieden miteinander!

14 Wir ermahnen euch aber, Brüder: Verwarnt die Unordentlichen, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen jedermann!

15 Seht darauf, dass niemand Böses mit Bösem vergilt, sondern trachtet allezeit nach dem Guten, sowohl untereinander als auch gegenüber jedermann!

16 Freut euch allezeit!

17 Betet ohne Unterlass!

18 Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

19 Den Geist dämpft nicht!

20 Die Weissagung verachtet nicht!

21 Prüft alles, das Gute behaltet!

22 Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt!

23 Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus!

24 Treu ist er, der euch beruft; er wird es auch tun.

Freitag – Jakobus 5,7-12

7 So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn! Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat.

8 So wartet auch ihr geduldig; stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe!

9 Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht verurteilt werdet; siehe, der Richter steht vor der Tür!

10 Meine Brüder, nehmt auch die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben, zum Vorbild des Leidens und der Geduld.

11 Siehe, wir preisen die glückselig, welche standhaft ausharren! Von Hiobs standhaftem Ausharren habt ihr gehört, und ihr habt das Ende gesehen, das der Herr [für ihn] bereitet hat; denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen.

12 Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit irgendeinem anderen Eid; euer Ja soll ein Ja sein, und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter ein Gericht fallt.

Samstag – 1. Petrus 2,19-25

19 Denn das ist Gnade, wenn jemand aus Gewissenhaftigkeit gegenüber Gott Kränkungen erträgt, indem er zu Unrecht leidet.

20 Denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr geduldig Schläge ertragt, weil ihr gesündigt habt? Wenn ihr aber für Gutestun leidet und es geduldig ertragt, das ist Gnade bei Gott.

21 Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt.

22 »Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«;

23 als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet.

24 Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden.

25 Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen.

[1] Das Zeugnis von Alexander Canus kann in The Life of John Calvin (Thomas Lawson) gefunden werden, Seiten 56-57.

Bibelübersetzung: Schlachter 2000

Autor: Dewey Dovel

Originalartikel:

Musik in der Gemeinde

Was hat Gott zu Musik in der Bibel gesagt hat? Was ist das Wesen der Musik und was ist die praktische Umsetzung im Kontext eines biblischen Leitbildes? Wie baut man einen Musikdienst auf, um am Sonntag den Leuten singen zu helfen?

3 Zeugnisse von Gastfreundschaft

Frage: „Wann haben Sie schon einmal gesehen, wie das Evangelium durch Taten der Gastfreundschaft Außenstehenden nahegebracht wurde?“

Antworten von Ken Sande, Donald Whitney und Ryan Townsend

Ken Sande

Gastfreundschaft, die zu erlösender Strenge führte, war ein Schlüssel zur Bekehrung meines Vaters.

Ein junger Ehemann in unserer Gemeinde, den ich Bill nennen werde, verlor seine Arbeit und konnte mehrere Monate lang keine Arbeit finden. Als die Ersparnisse seiner Familie erschöpft waren und sie Gefahr liefen, ihr Haus zu verlieren, schritten unsere Diakone ein und übten den Dienst der Gastfreundschaft und Barmherzigkeit aus, indem sie die Hypothekenzahlungen übernahmen, bis Bill drei Monate später eine Arbeit fand.

Einige Jahre später verließ Bill seine Frau aufgrund von Eheproblemen und zog in einen anderen Staat. Unsere Ältesten leiteten die Schritte der Gemeindezucht ein, um ihn zu seiner Familie zurückzubringen. Er wollte sich nicht mit seiner Familie versöhnen und wollte sich unserer Disziplin eindeutig nicht unterwerfen. Doch in einem Schlüsselgespräch sagte er: „Was ich jetzt tun möchte, ist, dieses Telefon aufzulegen und nie wieder mit euch allen zu sprechen. Aber ich kann die Tatsache nicht vergessen, dass die Gemeinde unsere Hypothek für drei Monate trug, als ich arbeitslos war. Ich kann dir nicht absagen, nach allem, was du getan hast, um deine Liebe zu mir zu zeigen.“

Wir überredeten ihn schließlich nach Hause zurückzukehren und sich mit seiner Frau zu versöhnen. Sie sind auch heute noch zusammen und danken Gott für eine Gemeinde, die nicht nur ihre Hypothek absicherte, sondern auch half, ihre Familie zu retten.

Vor Jahren, als wir daran arbeiteten, diesen Mann nach Hause zu bringen, teilte ich meinem Vater, der nicht gläubig war, eine allgemeine Beschreibung der Situation mit. Er war fasziniert davon, dass unsere Gemeinde sich genug um diese Familie kümmerte, um ihre Rechnungen zu bezahlen und für ihre Ehe zu kämpfen. Als mein Vater schließlich sein Vertrauen auf Christus setzte (nur drei Stunden vor seinem Tod), gab es für mich keinen Zweifel daran, dass ein Teil dessen, was ihn zum Retter zog, die Liebe war, die er in seiner Gemeinde gesehen hatte.

Donald S. Whitney

Von 1981 bis 1995 war ich Pastor einer Gemeinde in den Vororten von Chicago. In den achtziger Jahren predigte ich eine lange Reihe von biblischen Texten über Gastfreundschaft. Unter den von diesen Botschaften Berührten war ein Ehepaar, das im Begrüßungsdienst diente. Als Folge der Begegnung mit der biblischen Wahrheit über Gastfreundschaft begannen sie jeden Sonntag nach dem Gottesdienst Menschen zu sich nach Hause zum Mittagessen einzuladen.

Typischerweise sprachen sie eine der Familien oder Singles an, die unsere Gemeinde besuchten, besonders diejenigen, die zum ersten Mal kamen. Die Möglichkeit während und nach dem Essen ausgiebig zu plaudern – im Gegensatz zu einem kurzen Gespräch an der Tür – bot viele Gelegenheiten, über unsere Gemeinde, die Predigt des Morgens und/oder besonders über das Evangelium zu sprechen. Ihre Gäste bemerkten oft den Unterschied zwischen unserer Kirche – die ihnen von diesem einen gastfreundlichen Ehepaar vorgestellt wurde – und anderen Gemeinden, die sie besucht hatten und in denen nur wenige, wenn überhaupt, mit ihnen sprachen. Die Gastfreundschaft dieses Paares hatte oft einen bleibenden Einfluss auf internationale Studenten, von denen viele nie zum Essen in ein amerikanisches Haus eingeladen worden waren.

Wenn bei den Erstbesuchern nichts funktionierte, hielt das Paar erst Ausschau nach wiederkehrenden Besuchern, dann neuen Mitgliedern. Wenn keiner von ihnen verfügbar war, wandten sie sich an langjährige Mitglieder, die vielleicht Ermutigung brauchten, oder an diejenigen, mit denen sie nicht kürzlich Zeit in der Gemeinschaft verbracht hatten.

Diese Erfahrungen berührten nicht nur ihre Gäste, sondern veränderten auch ihr eigenes Leben. In den Jahren seit meiner Zeit in dieser Gemeinde hat dieses Ehepaar – jetzt in einer Gemeinde an dem Ort, wo es sich zur Ruhe gesetzt hat – die Praxis fortgesetzt, Gäste an seinem Sonntagsessenstisch zu empfangen, wann immer es möglich ist. Dauerhafte Beziehungen wurden initiiert, die Gemeinschaft entwickelte sich, und die Liebe Christi zeigte sich jetzt bei Hunderten von Gelegenheiten aufgrund einer einfachen Verpflichtung, bei einem Essen in der Woche ein paar zusätzliche Teller auf den Tisch zu stellen.

Ryan Townsend

Ich erinnere mich, dass ich ein junger Christ war und von der Gastfreundschaft der Smiths gehört habe. Diese neunköpfige Familie aus unserer Gemeinde lud regelmäßig sonntags verschiedene Leute mit unterschiedlichen Hintergründen zu sich nach Hause ein. Dieser Dienst segnete nicht nur die Personen, die die Gastfreundschaft der Smiths genossen, sondern er wurde zu einem bekannten Teil des Gemeinschaftsgefüges unserer Gemeinde, indem er uns in unserer familiären Liebe ermutigte und den Mitgliedern und Besuchern gleichermaßen vormachte, dass wir die Jünger Christi sind, weil wir einander lieben (Johannes 13,35). Das Essen und das Zusammensein mit Freunden waren zwei meiner Lieblingsbeschäftigungen als Nicht-Christ. Christliche Gastfreundschaft war jedoch etwas, das ich nie erlebt hatte, wo es eine offensichtliche Freude und Zufriedenheit gab, anderen zu dienen und ihre Nöte in der eigenen Wohnung und Familie zu erfüllen. Das war anders und es hob das Evangelium hervor.

Als Evangelikale sollten wir vielleicht sowohl die Kraft der Gastfreundschaft bei der Verbreitung des Evangeliums als auch die Freude, die es allen Beteiligten bringt, berücksichtigen. Das Geschenk der Gastfreundschaft ist ein Geschenk, das Christen und Nichtchristen gleichermaßen schnell bemerken und schätzen werden, wenn wir anderen in Liebe mit dem Blick auf das Gute und zur Ehre Gottes dienen.

Übersetzt aus dem Englischen: https://www.9marks.org/article/three-testimonies-hospitality/

Martin Luther und die Reformation

Das Wort Gottes ist eine Speise, wer sie isst, den hungert immer mehr danach.

Martin Luther

Datum:31.Oktober 2020 10 – 17 Uhr
Ort: ECG Hellersdorf
Sprache: Russisch & Deutsch
Sprecher: Alexander Arzer

Für ein warmes Mittagessen ist gesorgt. Über eine Spende von 5€ würden wir uns freuen