Aktuelles

Zeit/Urlaub für Gott einsetzen?!

Das Freizeitheim Wollin ist eine partnerschaftliche Initiative der folgenden Gemeinden:
ECG Berlin-Hellersdorf e.V
Evangeliums-Christengemeinde Berlin-Lichtenberg
Evangeliums-Christengemeinde Berlin-Wartenberg

Das Projekt braucht deine praktische Hilfe für

  • Gebet im Planungs- und Umbauprozess
  • Gebet für ein leuchtendes Zeugnis des Herrn Jesus Christus in der Gegend
  • Aufräumarbeiten der Altlasten
  • Renovierungs- und Malerarbeiten im Haupthaus
  • Bau von Sanitäranlagen für die Zeltlager
  • Bau einer Großküche für die Zeltlager
  • Pflasterarbeiten

Hierfür haben wir vom Montag 08.Juni – Samstag 13.Juni einen Arbeitseinsatz. Bei Interesse meldet euch bei den Ansprechpersonen!

Was ist Freundschaft?

Wie kann man biblische Freundschaft beschreiben? Eine Definition von Freundschaft, basierend auf der von Jonathan Holmes, ist:

Biblische Freundschaft ist ein Geschenk Gottes,
wenn zwei oder mehr Menschen,
die gemeinsam durch Glauben an Jesus verändert sind,
mit Liebe und Offenheit
zielgerichtet Jesus und seinem Reich nachjagen.

Wir wollen uns diesen Satz genauer anschauen.

1. Biblische Freundschaft ist ein Geschenk Gottes …

Gott hat den Menschen ausgedacht und gemacht.

Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht! (1.Mose 2,18)

Bei der Schöpfung des Menschen hat er deutlich gemacht, dass es nicht gut ist, dass der Mensch alleine ist. Deswegen hat Gott dem Menschen einen Partner, eine Frau, gegeben. Das bedeutet:

  1. Zwei sich ergänzende Geschlechter sind eine gute Gabe Gottes
  2. Gemeinschaft und Partnerschaft sind eine gute Gabe Gottes

Deswegen ist wahre Freundschaft ein gutes Geschenk Gottes.

2. Wenn zwei oder mehr Menschen …

Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelüstet,
und wehrt sich gegen alles, was heilsam ist. (Sprüche 18,1)

So einfach es klingt, so wichtig ist es: Freundschaft geht nicht alleine. Die Bibel sagt, dass wer andere Menschen meidet, der denkt nur an sich und seine Wünsche. Die Folge ist, dass man sich dann auch gegen alles Heilsame wehrt. Man geht seinen Weg, man wird ein Eigenbrötler, der sich nicht zur Einsicht bringen lässt. Was aber ebenso gefährlich ist, sind zwei beste Freunde, die sich von allen anderen Beziehungen absondern, und deren Welt sich nur um sie dreht.

3. Die gemeinsam durch Glauben an Jesus verändert sind …

Die erste Freundschaft hat ihre erste Krise im Garten Eden durchlebt.

6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß. 
7 Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze. 
8 Und sie hörten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war; und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes des HERRN hinter den Bäumen des Gartens. 
9 Da rief Gott der HERR den Menschen und sprach: Wo bist du? 
10 Und er antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt; darum habe ich mich verborgen! 
11 Da sprach er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen? 
12 Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß!  (1.Mose 3,6-12)

Adam schiebt seine Schuld auf seine beste Freundin und liebe Ehefrau. In Vers 12 sagt er, dass seine Frau an seiner Sünde Schuld wäre. Das war die erste Krise in ihrer Beziehung. Wie kam es dazu? Vers 6 erklärt es: Der Mensch hat gegen Gott rebelliert.

Hier sehen wir warum Glauben an Jesus notwendig ist für eine biblische Freundschaft: Ohne Freundschaft mit Gott gibt es keine erfüllte Freundschaft unter Menschen.

Die Beziehung zu Gott ist nicht ein optionales Extra. Gott ist nicht ein Sahnehäubchen auf dem sonst so leckeren Kuchen. Wenn man in Feindschaft mit Gott lebt, ist alles vergeblich. Feindschaft mit Gott ist die Ursache für Feindschaft unter den Menschen. Dabei reicht es nicht aus, dass man nichts gegen Gott hat, denn diese Gleichgültigkeit ist auch Feindschaft gegen Gott.

Für wahre Freundschaft muss Gott der Mittelpunkt sein. Erst wenn wir durch Glauben an Jesus verändert werden, können wir biblische Freundschaft leben.

4. mit Liebe und Offenheit …

Besser Zurechtweisung, die aufdeckt,
als Liebe, die verheimlicht. 
Treu gemeint sind die Schläge des Freundes,
aber reichlich sind die Küsse des Hassers. (Sprüche 27,5-6)

Was macht einen guten Freund aus? Ihm ist dein Wohl wichtiger als dein Wohlfühlen. Wenn du in ein Auto steigen würdest, das defekte Bremsschläuche hat, würde ein guter Freund dich davon mit aller Macht abhalten. Nur ein Feind würde dir sogar die Tür öffnen und dich winkend verabschieden.

Was braucht man für eine Freundschaft? Liebe, die das Beste für den Nächsten sucht und Offenheit, die nichts verbirgt.

5. zielgerichtet Jesus und seinem Reich nachjagen

Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? oder: Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden?
Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.
Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! (Matthäus 6,31-33)

Das Reich Gottes muss die absolute Priorität in jeder Beziehung sein und bleiben. Wenn das verloren geht, dann wird die Freundschaft zu einem Götzen werden. Freundschaft untereinander ist nicht das Ziel, wofür Gott uns gemacht hat.

Man könnte die Lehre der Bibel so zusammenfassen: Am Anfang sind wir mit Gott in Freundschaft gewandelt. Aber dann sind wir weggegangen. Jetzt freundet sich Gott wieder mit uns an.

Wahre Freunde bringen einander näher zu Jesus. Wahre Freunde beten miteinander. Wahre Freude bringen andere näher zu Jesus.


Buchempfehlungen:

Jonathan Holmes, The Company We Keep: In Search of Biblical Friendship
Drew Hunter, Made for Friendship: The Relationship That Halves Our Sorrows and Doubles Our Joys

Neu die Disziplin der Selbstbeherrschung erlernen

In Josua 6 sprach Gott zu Josua und sagte ihm, wie er die Stadt Jericho für die Israeliten einnehmen könnte, indem er ihre Mauern niederreißt.

Da erhob das Volk ein Kriegsgeschrei, und [die Priester] stießen in die Schopharhörner. Als nun das Volk den Schall der Hörner hörte und ein großes Kriegsgeschrei erhob, da stürzte die Mauer in sich zusammen, und das Volk drang in die Stadt ein, jeder gerade vor sich hin. So nahmen sie die Stadt ein. (Josua 6,20)

Ohne Mauern konnten die Israeliten direkt einmarschieren und die Stadt einnehmen. In biblischen Zeiten waren die Mauern einer Stadt ihre Hauptverteidigung. Wenn eine Stadt keine Mauern hatte, war es für den Feind ein Leichtes, in die Stadt einzudringen und sie zu erobern. Es wäre töricht, eine Stadt ohne Mauern zu haben, denn das wäre eine offene Einladung für den Feind, zu kommen und sie zu erobern.

In Sprüche 25,28 heißt es: „Wie eine Stadt mit niedergerissenen Mauern, so ist ein Mann, der seinen Geist nicht beherrschen kann.“ Gott sagt uns hier, dass wir wie die Stadt Jericho sind, offen für die Angriffe des Feindes und in Erwartung der Zerstörung, wenn wir uns nicht in Selbstbeherrschung üben. Als Gläubige stehen wir täglich der Versuchung gegenüber. Selbstbeherrschung ist der Schutzwall gegen die sündigen Begierden, die gegen unsere Seele kämpfen. Wir müssen wie eine Stadt mit dicken Mauern sein, indem wir Selbstbeherrschung üben.

1. Was ist Selbstbeherrschung?

Das Oxford Dictionary definiert Selbstbeherrschung als „Die Fähigkeit, sich selbst zu beherrschen, insbesondere die eigenen Emotionen und Wünsche oder deren Ausdruck im eigenen Verhalten, besonders in schwierigen Situationen.“ Für Gläubige ist es die Kraft, die Sünde in unserem Leben zu zügeln. Es bedeutet, „Nein“ zur Sünde und zur Versuchung der Sünde zu sagen, wenn unser Fleisch ihr nachgeben möchte. Das ist jedoch nicht etwas, das wir allein tun können. Als Gläubige müssen wir uns auf den Heiligen Geist verlassen. Selbstbeherrschung ist nicht das Produkt unserer eigenen menschlichen Anstrengung, sondern ein Gabe Gottes, die wir ausleben können, wenn wir unser Leben Christus übergeben.

1.1 Selbstbeherrschung ist eine Gabe

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht. (2.Timotheus 1,7)

Gott hat den Gläubigen Selbstbeherrschung als Gabe gegeben, zusammen mit Kraft und Liebe. Sie ist etwas, zu dem alle Gläubigen Zugang haben, aber wir müssen sie in unserem Leben anwenden. Hier spricht er über Selbstbeherrschung, die in jeder Situation Weisheit gebraucht und das Beste daraus zu machen. Wir müssen im Geist wandeln und Ihm unser Leben überlassen, um diese Gabe zu ergreifen und sie in unserem Leben anzuwenden.

1.2 Selbstbeherrschung ist eine Frucht des Geistes

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. (Galater 5,22-23)

Im Moment der Errettung wird uns der Heilige Geist gegeben. Er wohnt in jedem Gläubigen und wir sind aufgerufen, im Geist zu wandeln und nicht den Begierden des Fleisches nachzugehen. Das ist jedoch nicht etwas, das wir allein tun können. Als Gläubige müssen wir uns auf den Heiligen Geist verlassen. Selbstbeherrschung ist nicht das Produkt unserer eigenen menschlichen Anstrengung, sondern ein Geschenk Gottes, das wir ausüben können, wenn wir unser Leben Christus übergeben.

1.3 Selbstbeherrschung soll gelehrt werden

dass die alten Männer nüchtern sein sollen, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld; 
dass sich die alten Frauen gleicherweise so verhalten sollen, wie es Heiligen geziemt, dass sie nicht verleumderisch sein sollen, nicht vielem Weingenuss ergeben, sondern solche, die das Gute lehren, 
damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben, 
besonnen zu sein, keusch, häuslich, gütig, und sich ihren Männern unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert wird. 
Gleicherweise ermahne die jungen Männer, dass sie besonnen sein sollen. (Titus 2,2-6)

Paulus schrieb an Titus und beauftragte ihn, die Dinge auf Kreta in Ordnung zu bringen. Um uns zu helfen, zu verstehen, womit Titus es zu tun hatte, ist es hilfreich zu wissen, wie die Kreter waren. Titus 1,2 sagt uns: „Die Kreter sind von jeher Lügner, böse Tiere, faule Bäuche!“ Die Kreter waren Lügner, das heißt, sie hielten sich nicht an die Wahrheit. Sie waren auch böse Tiere. Das hat die Vorstellung eines ungezähmten, außer Kontrolle geratenen Tieres, das lebt, um seine bösen Leidenschaften, Wünsche und Begierden zu befriedigen. Außerdem waren sie faule Bäuche. Sie waren selbstsüchtig und ohne Disziplin. Da sie faul waren, befriedigten sie ihre Begierden auf Kosten anderer Menschen.

In diesem Zusammenhang sagt Paulus zu Titus, dass die älteren Männer und die älteren Frauen selbstbeherrscht sein und die jüngere Generation lehren sollen, selbstbeherrscht zu sein. Es ist interessant, dass das einzige Gebot für die jungen Männer ist, selbstbeherrscht zu sein. Paulus wusste, dass Selbstbeherrschung im Leben eines jungen Mannes weitreichende Vorteile in anderen Bereichen seines Lebens haben würde. Es ist die Pflicht der älteren Männer in der Gemeinde, junge Männer Selbstbeherrschung zu lehren und ihnen ein gutes Beispiel zu sein.

1.4 Selbstbeherrschung soll angestrebt werden

So setzt ebendeshalb allen Eifer daran und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis,
in der Erkenntnis aber die Selbstbeherrschung, in der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren, im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht (2.Petrus 1,5-6)

Heiligung im Leben des Gläubigen ist synergetisch. Sie ist ein Geschenk Gottes, aber sie erfordert auch aktive Mitarbeit, indem wir uns bemühen, in der Gottesfurcht zu wachsen. Es geht nicht um „Loslassen und Gott machen lassen“. Es ist ein Bemühen des Gläubigen, die Tugenden, von denen Petrus spricht, aktiv zu verfolgen und in der Gottesfurcht zu wachsen. Der Geist hat uns alle Mittel zur Gottseligkeit in unserem Leben gegeben, aber wir haben auch die Verantwortung, sie zu verfolgen. Eine dieser Tugenden ist die Selbstbeherrschung.

1.5 Selbstbeherrschung ist ein Gebot

Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann (1.Petrus 5,8)

Das Wort „nüchtern“ ist ein Imperativ, der „seid selbstbeherrscht“ bedeutet. Es ist ein Wort, das als Gegensatz zu Trunkenheit verwendet wird, aber Petrus benutzt es, um sich auf geistliche Nüchternheit zu beziehen. Es bedeutet, klar im Kopf zu sein. Es bedeutet, einen selbstbeherrschten Geisteszustand zu haben, der frei von treibenden Leidenschaften ist. Gott befiehlt Selbstbeherrschung, weil sie eine Verteidigung gegen die Angriffe des Satans ist. Er ist bereit, uns zu verschlingen, aber wir müssen uns in Selbstbeherrschung üben und nicht den sündigen Begierden und der sofortigen Befriedigung nachgeben, die nie wirklich befriedigt.

So wie die Mauern einer Stadt ihre größte Verteidigung sind, ist Selbstbeherrschung eine der größten Verteidigungen für Gläubige. Satan greift täglich an und will, dass wir unsere Deckung fallen lassen. Gibt nicht nach. Wir müssen im Geist wandeln und Ihm die vollständige Kontrolle über unser Leben geben, während wir weiterhin nach Selbstbeherrschung streben.

2. Wo müssen wir Selbstbeherrschung lernen?

Nun möchte ich auf drei Bereiche in unserem Leben hinweisen, in denen wir Selbstbeherrschung üben müssen.

Wir müssen Selbstbeherrschung in unserem Denken üben

Im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht! (Philliper 4,8)

Der Verstand ist unsere Schaltzentrale. Wir haben gute Gedanken und schlechte Gedanken. Gläubige erlauben ihrem Verstand manchmal sogar, an Orte zu gehen, an die ihre Handlungen niemals gehen würden. Sie denken, dass es in Ordnung ist, sündige Gedanken zu denken, da niemand sie sehen kann. Wir müssen uns jedoch daran erinnern, dass Gott jeden Gedanken sieht und kennt, den du jemals hattest. Er kennt unsere sündigen Gedanken und die Kämpfe, die wir in unserem Geist austragen.

Römer 12,2 sagt: „Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verändern durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“ Gott sagt uns, dass wir ständig in unserem Sinn erneuert werden müssen. Diese Erneuerung unseres Denkens geschieht, wenn wir unseren Verstand auf Gott und Sein Wort ausrichten. Wir müssen Ihn fürchten und unseren Geist auf Dinge richten, die gut und Ihm wohlgefällig sind.

Wenn du in der Gemeinde aufgewachsen bist, hast du wahrscheinlich den Text gesungen: „Sei vorsichtig kleine Augen, was du siehst. . sei vorsichtig kleine Ohren, was du hörst. . es gibt einen Vater da oben und Er schaut in Liebe herab.“ Dieses Lied gibt einen praktischen Weg vor, wie du Selbstbeherrschung über deine Gedanken üben kannst. Wir müssen unsere Augen hüten in dem, was wir sehen, und unsere Ohren in dem, was wir hören. Die Dinge, über die du meditierst, werden Dinge sein, über die du regelmäßig nachdenkst.

Wir müssen Selbstbeherrschung in unseren Emotionen üben

Besser ein Langmütiger als ein Starker, und wer sich selbst beherrscht, als wer eine Stadt bezwingt. (Sprüche 16,32)

In der Kultur Israels war ein Krieger hoch angesehen, aber Gott weist darauf hin, dass jemand, der seine Emotionen kontrolliert, mehr Respekt und Ehre verdient als ein Soldat, der eine Stadt erobert. Gott möchte, dass wir unsere Emotionen unter Kontrolle halten. Wenn die Gemüter explodieren und die Wut außer Kontrolle gerät, wird Gott nicht geehrt und wir fallen in Sünde.

Emotionen, die außer Kontrolle geraten, beeinträchtigen nicht nur uns, sondern auch andere um uns herum. Wutausbrüche verletzen andere und die Beziehungen, die wir mit ihnen haben. Noch wichtiger ist, dass sie unsere Beziehung zu Gott verletzen. Jakobus 1,19 sagt uns, dass wir langsam zum Zorn sein sollen. Wenn wir wütend werden und auf andere einschlagen, geht unsere Zunge ans Werk, schlägt Menschen nieder und legt ein großes Feuer. Wir müssen unsere Emotionen mit der Stärke von Christus kontrollieren. Eine Person, die ihre Emotionen kontrolliert, ist besser als ein mächtiger Krieger, der eine Stadt erobert. Wir müssen, durch Gottes Kraft und Hilfe, unsere Emotionen kontrollieren, damit wir Ihn verherrlichen.

Wir müssen Selbstbeherrschung über unseren Körper üben

Jeder aber, der sich am Wettkampf beteiligt, ist enthaltsam in allem – jene, um einen vergänglichen Siegeskranz zu empfangen, wir aber einen unvergänglichen. 
So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse; ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßen Luftstreichen, 
sondern ich bezwinge meinen Leib und beherrsche ihn, damit ich nicht anderen verkündige und selbst verwerflich werde. (1.Korinther 9,25-27)

Die Athleten bei den Olympischen Spielen müssen Selbstbeherrschung über ihren Körper üben. Wenn sie die Kontrolle verlieren und aufhören zu trainieren, werden sie sich nicht für ihren Wettkampf qualifizieren und nicht antreten können. Paulus spricht davon, dass er Selbstbeherrschung über seinen Körper hat, damit er als Prediger nicht disqualifiziert wird. Er würde alles tun, was nötig ist, um das Evangelium von Jesus nicht in Verruf zu bringen, wenn er predigt. Natürlich hatte Paulus seine Freiheiten, aber er hielt sie im Griff. Als Christen haben wir auch Freiheiten, aber es ist nicht weise, Dingen nachzugehen, die das Evangelium in Verruf bringen würden.

Es gibt drei Hauptbereiche, in denen wir Selbstbeherrschung in Bezug auf unseren Körper üben müssen. Der erste Bereich betrifft das Essen. Wir müssen Selbstbeherrschung über das Essen üben und auf unseren Körper achten. Wir müssen sicherstellen, dass wir nicht in die Sünde der Völlerei fallen. Der zweite Bereich ist die Faulheit und der Mangel an Arbeitslust. Gott hat uns geschaffen, um zu arbeiten. Wir müssen sicherstellen, dass wir fleißig arbeiten und Ihm durch unsere Arbeit Ehre bringen. (1.Korinther 10,31) Der dritte Bereich ist die sexuelle Moral. Christen müssen Gott ehren und dürfen das Evangelium nicht durch sexuelle Sünde in Verruf bringen.

Unsere Gedanken, Gefühle und unser Körper müssen unter Kontrolle sein. Athleten durchlaufen strenge Übungen und Selbstbeherrschung über ihren Körper für eine Goldmedaille oder eine Trophäe – ein vergänglicher Preis. Aber als Christen ist uns eine unvergängliche Krone versprochen, die niemals vergehen wird. (1. Korinther 9,25) Wir müssen unseren Körper disziplinieren und Selbstbeherrschung haben, während wir nach dieser unvergänglichen Krone streben und sie erwarten. Wir müssen uns auch in Selbstbeherrschung üben, damit wir bereit sind, von Gott zu seiner Ehre gebraucht zu werden.

3. Wie pflege ich Selbstbeherrschung?

Nun möchte ich vier Mauern nennen, die uns helfen, Selbstbeherrschung in unserem Leben zu pflegen.

Wir werden an Sprüche 25,28 erinnert: „Wie eine Stadt mit niedergerissenen Mauern, so ist ein Mann, der seinen Geist nicht beherrschen kann.“ Als die Mauern von Jericho fielen, wurde die Stadt erobert. In biblischen Zeiten waren die Mauern einer Stadt ihre größte Verteidigung gegen den Feind. Als Christen müssen wir Mauern in unserem Leben haben, damit wir Selbstbeherrschung kultivieren können und eine Verteidigung gegen die Angriffe des Feindes haben. Hier sind vier Mauern, die helfen, Selbstbeherrschung in deinem Leben zu kultivieren:

Mauer 1: Achte auf dein Leben

Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus. (Sprüche 4,23)

Als Christ musst du dein Herz bewachen. Wir müssen uns selbst untersuchen, um zu sehen, ob es Bereiche in unserem Leben gibt, in denen Sünde ist, sei es in unseren Gedanken, Gefühlen oder Handlungen. Bekenne Gott alle Sünde und bereue sie und bitte Ihn um Vergebung. In 1. Johannes 1,9 steht: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

Mauer 2: Wandle im Geist

16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. (Galater 5,16)

Wir alle haben Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie nicht tun sollten, aber aufgrund eines Mangels an Selbstbeherrschung geben wir der Versuchung nach und fallen in Sünde. Das ist der Kampf, über den Paulus in Römer 7 spricht. Aber Gott hat uns alle Mittel gegeben, die wir brauchen, um Selbstbeherrschung zu üben. Wir müssen diese Ressourcen durch die Kraft Christi und den innewohnenden Heiligen Geist ergreifen und sie in die Praxis umsetzen.

Mauer 3: Denke über Gottes Wort nach

Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige. (Psalm 119,11)

Das Wort Gottes stärkt uns und hilft uns, nicht gegen Gott zu sündigen. Jesus sagt in Johannes 17,17: „Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.“ Es ist Gottes Wort, das uns heiligt und uns in unseren täglichen Kämpfen mit der Sünde hilft. Wenn wir über Gottes Wort nachsinnen, wird es unsere Gedanken vereinnahmen. Wir müssen es lesen und es tief in unser Herz pflanzen, damit wir in unserem Geist erneuert werden, im Geist wandeln und ein selbstbeherrschtes Leben führen können.

Mauer 4: Konzentriere dich auf Christus

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, (Titus 2,11-13)

Wenn wir unsere Augen auf Jesus richten, werden wir Hilfe im täglichen Kampf mit der Sünde und dem Mangel an Selbstbeherrschung finden. Wenn wir auf Christus und sein Kommen schauen, erinnert uns das daran, dass der Kampf eines Tages vollständig vorbei sein wird. Wir werden in völliger Vollkommenheit mit Christus leben und nicht mehr mit Selbstbeherrschung kämpfen. Wir werden wie Christus sein, der perfekte Selbstbeherrschung praktizierte, als Er versucht wurde. Das sollte uns motivieren, ein Leben der Selbstbeherrschung zu führen und in der Gottseligkeit zu wachsen, wenn Er erscheint.

Denke daran, dass so wie die Mauern die größte Verteidigung für eine Stadt sind, so ist Selbstbeherrschung die Verteidigung für Gläubige. Aber wir müssen uns auch daran erinnern, dass wir nur in der Lage sind, Selbstbeherrschung zu üben, wenn wir die Kontrolle über unser Leben an Jesus Christus übergeben und im Sieg über die Sünde leben, während er uns befähigt, Selbstbeherrschung zu üben. Wir müssen die Frucht des Geistes praktizieren, die wir in Galater 5,22-23 finden: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.“ Bitte Gott, dir mit Selbstbeherrschung zu helfen, damit du im Sieg über die Sünde lebst und Gott in jedem Aspekt deines Lebens verherrlichst.

Von Ace Davis. Übersetzung von dem Artikel „Relearning the Discipline of Self-Control in a Society of Instant Gratification“ auf tms.edu [Teil 1] [Teil 2] [Teil 3]

Sieg über (sexuelle) Sünde

Dies sind sechs erprobte und bewährte Strategien zur Bekämpfung der Lust für Männer und Frauen. Für Männer ist es offensichtlich. Die Notwendigkeit der Kriegsführung gegen das Bombardement der visuellen Versuchung und sich auf sexuelle Bilder zu fixieren, ist dringend. Für Frauen ist es weniger offensichtlich, aber genauso groß, wenn wir den Bereich der Versuchung auf Essen oder Figur oder Beziehungsfantasien ausweiten. Wenn ich „Lust“ sage, meine ich den Bereich der Gedanken, Vorstellungen und Wünsche, die zu sexuellem Fehlverhalten führen. Hier ist also eine Reihe von Strategien im Kampf gegen falsche Begierden. Ich habe sie in Form eines Akronyms formuliert: W E R B E N.

Das Werben-Prinzip

1. Weiche

Weiche von allen Orten und Situationen, wo du versucht wirst.
Wir kennen unsere Schwächen. Beobachte und finde raus, was sie auslöst. „Vermeiden“ ist eine biblische Strategie.“ So fliehe nun die jugendlichen Lüste, jage aber der Gerechtigkeit nach“ (2. Timotheus 2,22). „Pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!“ (Römer 13,14)

2. Empöre dich!

Empöre dich gegen jeden lustvollen Gedanken innerhalb von fünf Sekunden und sage “Nein” dazu.
Du hast nicht viel mehr als fünf Sekunden Zeit. Gib ihm mehr Zeit, und es wird sich mit solcher Kraft festsetzen, dass es fast unaufhaltsam ist. Sprich es laut aus, wenn du dich traust. Werde hart und kriegerisch. Wie John Owen sagte: „Töte die Sünde oder sie wird dich töten.“ Schlagt schnell zu und schlagt hart zu. „Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch“ (Jakobus 4,7).

3. Richte aus!

Richte deine Gedanken auf Jesus, der für dich gestorben und auferstanden ist.
„Nein“ zu sagen wird nicht ausreichen. Du musst von der Verteidigung zur Offensive übergehen. Bekämpfe Feuer mit Feuer. Greife die Verheißungen der Sünde mit den Verheißungen von Christus an. Die Bibel nennt Begierden „betrügerische Begierden“ (Epheser 4,22). Sie lügen. Sie versprechen mehr, als sie halten können. Die Bibel nennt sie „Begierden, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet“ (1. Petrus 1,14). Nur Narren geben ihnen nach. „So dass er ihr plötzlich nachlief, wie ein Ochse zur Schlachtbank geht“ (Sprüche 7,22). Betrug wird durch Wahrheit besiegt. Unwissenheit wird durch Wissen besiegt. Es muss glorreiche Wahrheit und schönes Wissen sein. Wir müssen unseren Verstand mit den überlegenen Verheißungen und Freuden Jesu bestücken. Dann müssen wir uns ihnen sofort zuwenden, nachdem wir „NEIN!“ gesagt haben.

4. Bleibe standhaft!

Bleibe standhaft bis zum Sieg, indem du Gottes Verheißungen festhältst.
Richte deine Augen auf Jesus (siehe Hebräer 12,2). Hier ist es, wo viele versagen. Sie geben zu früh auf. Sie sagen: „Ich habe versucht, es zu überwinden, und es hat nicht funktioniert.“ Ich frage: „Wie lange hast du es versucht? Wie stark hast du deinen Willen angestrengt?“ Der Verstand ist ein Muskel. Du kannst ihn mit Wucht anspannen. Sei brutal. Halte dir die Verheißung Christi vor Augen. Halte es fest. Halte es fest! Lass es nicht los! Halte es weiter fest! Wie lange? So lange wie es dauert. Kämpfe! Um Himmels willen, kämpfe, bis du gewinnst! Wenn ein elektrisches Garagentor dabei wäre, dein Kind zu zerquetschen, würdest du es mit aller Kraft hochhalten und um Hilfe schreien, und es halten und halten und halten und halten.

5. Erfreue!

Erfreue dich an der Schönheit Jesu.
Pflege die Fähigkeiten zur Freude an Christus. Ein Grund, warum so vielen Menschen von der Lust beherrscht sind, ist, weil Christus so wenig Anziehungskraft hat. Wir verfallen dem Betrug der Sünde, weil wir wenig Freude an Christus haben. Sage nicht: „So bin ich einfach nicht.“ Welche Schritte hast du unternommen, um die Zuneigung zu Jesus zu wecken? Hast du für die Freude gekämpft? Sei nicht schicksalsergeben. Du wurdest geschaffen, um Christus von ganzem Herzen zu schätzen – mehr als du Sex oder Zucker schätzt. Wenn du wenig Geschmack für Jesus hast, werden konkurrierende Vergnügungen triumphieren. Flehe Gott um die Zufriedenheit an, die du nicht hast: „Sättige uns früh mit deiner Gnade, so wollen wir jubeln und fröhlich sein unser Leben lang.“ (Psalm 90,14). Dann schau, schau und schau auf die herrlichste Person im Universum, bis du ihn so siehst, wie er ist.

6. Nutze!

Nutze deine Zeit und mach etwas Sinnvolles.
Lust wächst schnell im Garten der Freizeit. Finde ein gutes Werk, das du tun kannst, und tue es mit aller Kraft. „Im Eifer lasst nicht nach, seid brennend im Geist, dient dem Herrn!“ (Römer 12,11). „Darum, meine geliebten Brüder, seid fest, unerschütterlich, nehmt immer zu in dem Werk des Herrn“ (1. Korinther 15,58). Fülle dich mit Arbeit. Steh auf und tue etwas. Fege einen Raum. Hämmere einen Nagel ein. Schreibe einen Brief. Repariere einen Wasserhahn. Und tue es um Jesu willen. Du wurdest geschaffen, um zu herrschen und zu schaffen. Christus ist gestorben, um dich „eifrig in guten Werken“ zu machen (Titus 2,14). Ersetze betrügerische Begierden durch eine Leidenschaft für gute Taten.

Verheißungen

Lerne diese Verheißungen. Greife fest daran.

Gottes hat sich zur Reinheit berufen

Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern zur Heiligung.

(1.Thessalonicher 4,7)

„Denn“ zeigt an, dass die Warnung gerechtfertigt ist, dass Christus richten (4,6) wird. Unmoral muss vermieden werden, da sie mit dem gnädigen Ruf Gottes unvereinbar ist. Die Tatsache, dass „hat berufen“ in der Vergangenheitsform steht, zeigt uns den göttlichen Ruf als ein vergangenes historisches Ereignis, die Zeit ihrer Bekehrung.
Dieser Ruf, vermittelt durch die Verkündigung des Evangeliums in Thessalonich, hat die Leser aus dem Heidentum herausgeführt und sie in Gottes gesegnetes Reich hineingestellt. Dieser Ruf hat moralische Folgen.

Gott direkter Wille ist, dass wir heilig sind.

Gott selbst wird dich stärken

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ja, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit!

(Jesaja 41,10)

Israel brauchte Gottes zerstörerisches Gericht nicht zu fürchten, wie es die anderen Nationen zu fürchten hatten, denn er ist ihr Gott und hält seine Verheißung, die Nation wiederherzustellen.
Wie viel mehr hat Gott dir versprochen, dich heiligen zu wollen.

Gott gibt dir nicht mehr als du ertragen kannst

Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so dass ihr sie ertragen könnt. 

(1.Korinther 10,13)

Gott bringt Umstände in unser Leben hinein, die uns prüfen sollen. Wie Hiob erkennen wir solch eine Situation oftmals nicht sofort als Test und kämen ganz bestimmt nicht auf die Idee, dass Gott sie herbeigeführt hat. Aber unsere Reaktion offenbart unsere Treue – oder Untreue.

Kein Christ kann behaupten, dass die Versuchung zu groß gewesen ist oder dass Satan ihn »gezwungen« habe. Niemand kann uns zur Sünde zwingen, nicht einmal Satan.

Ein Christ kann sich jedoch auf die Hilfe seines Vaters im Himmel verlassen, wenn er aus der Versuchung siegreich herausgehen möchte. Gott aber ist treu. Er verlässt die Seinen nicht. »In sechs Bedrängnissen wird er dich erretten, und in sieben wird dich nichts Böses antasten« (Hi 5,19). Wenn unsere Treue auch auf die Probe gestellt wird, so können wir uns auf Gottes Treue stets verlassen. Wir dürfen absolut sicher sein, dass er nicht zulassen wird, dass wir über unser Vermögen versucht werden.
Er wird uns keine Prüfung auferlegen, die wir von vornherein nicht bestehen könnten. Lies dazu mehr in Kommentar von John MacArthur zu 1.Korinter ab Seite 237.

Anfechtungen erdulden lohnt sich

Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben.

(Jakobus 1,12)

In diesem Zusammenhang bezeichnet das Wort „erduldet“ auch das passive, schmerzhafte Überstehen einer Anfechtung und blickt auf den siegreichen Ausgang.

Die Schönheit des Erbes, wenn wir überwinden

Wer überwindet, der wird alles erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein.

(Offenbarung 21,7)

Das geistliche Erbe, das alle Gläubigen empfangen werden (1.Petrus 1,4; Matthäus 25,23), ist die Fülle der neuen Schöpfung. Lies auch Römer 8,16-17.
Hier aber werden wir daran erinnert, dass jeder persönlich glauben muss. Daher heißt es »wer überwindet«. So wird dem Irrtum vorgebeugt, Gottes Gnade sei ja so weit, dass Er alle Menschen erlösen werde, auch solche, die nie daran gedacht haben, an Ihn zu glauben. Nein, jeder muss persönlich »überwinden«, und das heißt persönlich glauben, sich vor Gott demütigen, sein Leben Seiner Führung anvertrauen. Lies dazu mehr im Kommentar von Benedikt Peters zur Offenbarung ab Seite 196.

Materialien

Hier sind ein paar weiterführende Materialien, zum lesen und studieren.

Merkzettel

Gemeinsam die Bibel lesen

Wir lesen gerne die Bibel alleine. Oder wissen, dass wir alleine die Bibel lesen sollten. Doch leider ist das nicht immer Realität. Wir schämen uns darüber zu reden, wie wenig wir eigentlich die Bibel lesen.

Stell dir vor, jeder in der Gemeinde würde regelmäßig die Bibel lesen. Wie sehr würde die Gemeinde in der Heiligung wachsen?

Stelle dir vor, jeder in der Gemeinde würde jeden Tag jemanden von Jesus erzählen. Wie sehr würde die Gemeinde ein Zeugnis sein?

Stell dir vor, jeder in der Gemeinde würde jemanden helfen, als Jünger Jesus zu wachsen? Wie viele würden dann plötzliche Sprünge in ihrem Glaubensleben machen?

„Gemeinsam die Bibel lesen“ wird helfen. Gottes Wort ist mächtig. Gott hat sein Wort uns gegeben, um Ungläubige zu retten und Gläubige zu stärken. Es scheint so langweilig einfach die Bibel zusammenzulesen, aber es ist Gottes Werkzeug, mit dem er seinen Plan ausführt.

Gemeinsam die Bibel mit Ungläubigen lesen

Gemeinsam die Bibel mit jemanden zu lesen ist, ein möglicher Weg jemanden das Evangelium weiterzugeben, der Jesus noch nicht persönlich kennt.

Über den Dienst von J. Mack Stilles wird folgendes gesagt:

„Hi, ich heiße Abdul”, sagt ein Mann zu mir, „ich wuchs als Moslem auf, aber vor zwei Jahren erlöste mich Gott in seiner Gnade durch Christus von meinen Sünden und von mir selbst.”

„Das ist wunderbar”, antwortete ich. „Wie hast du vom Evangelium erfahren?”

„Durch meine Freundschaft mit Mack”, sagt Abdul. „Eines Tages fragt er mich, ob ich mit ihm zusammen das Markusevangelium lesen würden. Ich willigte ein und innerhalb weniger Monate hatte der Heilige Geist mein Herz geöffnet, sodass ich gläubig wurde.”

Ein weiterer Mann stellte sich vor und sagte: „Hey, ich bin Rajesh. Ich war mein ganzes Leben lang Hindu, bis jemand mich in diese Gemeinde einlud”. Ich wusste nichts über Christus, bis ich hierherkam, doch Mack und andere finden an, sich mit mir zu treffen und mir zu zeigen, wer Jesus Christus ist und was er getan hat. Ich war überwältigt, und nachdem ich mit Mack viele meiner Fragen geklärt hatte, nahe ich Christus als meinen Herrn und Retter an.”

Neben Abdul und Rajesh stand Matthew. Er erzählte mir: „Ich wuchs als Namenschrist auf, ohne jede Beziehung zu Christus; doch letztes Jahr öffnete Gott mir die Augen dafür, was es wirklich heißt, an Christus zu glauben. Ich tat Buße für meine Sünden und glaubt an ihm.“

„Lass mich raten”, sagte ich. “Mack führte dich zu Christus, richtig?”

„Nein”, sagt Matthew. „Das waren Abdul und Rajesh. Sie nahmen sich viele Stunden Zeit, um mit mir die Bibel zu lesen und mir zu zeigen, was es heißt, Jesus nachzufolgen.” dann sagte Matthew: „Darf ich vorstellen: Das ist Stephen, ein Freund von mir, der gerade den christlichen Glauben für sich erkundet. Er kam heute Morgen mit mir in diese Gemeinde.”

So heißt es in Römer 10,17 „Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.” Gottes Wort ist mächtig genug, um Menschen aus ihrem Unglauben zu retten.

Gemeinsam die Bibel mit Gläubigen lesen

Ein Christ darf nicht aufhören zu lernen. Jeder Christ braucht Gottes Wort angewendet auf sein Leben. Paulus sagt von sich selbst:

Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, dass ich es ergriffen habe; eines aber [tue ich]: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt,  und jage auf das Ziel zu, den Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. (Phil 3,13-14)

Paulus war sich bewusst, dass er nicht vollkommen ist. Paulus wollte wachsen. Paulus wollte den Himmel selbst ergreifen. Wie viel mehr sollte das unser Wunsch und Streben sein. 
Aber wie können wir wachsen und eifrig dem Ziel nachjagen? Wir brauchen Gottes Wort, Gebet und Gemeinschaft. 
Diese haben wir in der simpelsten Form, wenn wir uns mit jemanden treffen, um gemeinsam die Bibel zu lesen und zu beten.

Wenn wir den Worten von Paulus in 2.Timotheus 3,16-17 glauben, dann muss das unsere Einstellung zum Wort Gottes verändern.

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,  damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. (2.Tim 3,16-17)

Gottes Wort kann dein und mein Leben umkrempeln. Es kann dich zurüsten, damit du fähig bist besser in der Kinderstunde zu unterrichten, damit zu fähig bist deinem Hauskreis gut vorzustehen, damit zu fähig bist in der Gemeindeküche treu und freudig zu dienen. Das Wort Gottes ist nicht nur für Pastoren, damit sie ab und zu daraus eine Predigt machen. Die Bibel ist für dich und mich. Lass uns sie gemeinsam lesen.

Anfangen die Bibel gemeinsam zu lesen

Wie kann damit anfangen? Es ist nicht schwer. Du kannst heute damit beginnen. Wenn du das nächste Mal dich mit deinem Freund triffst, dann schlag vor, die Bibel gemeinsam zu lesen. Ein Kapitel. Und nächstes Mal noch ein Kapitel.

Es ist auch eine Methode, wie man dem ganzen einen Rahmen geben kann: schwedisches Bibellesen. Sie ist für gerade diesen Zweck perfekt geeignet.

Wir haben auch ein paar kostenlose Materialien und Bibelpassagen zusammengestellt, wo du anfangen könntest.

Wenn du mehr darüber erfahren wünschst, dann klicke hier: https://ecg.berlin/schwedisches-bibellesen/

David Helm schreibt auch einiges über das Bibellesen in Zweierschaften

29.12.2020 Paul Walger

Weihnachtsgottesdienste 2020

24.12. Heiligabend um 14 Uhr in deutscher Sprache mit Übersetzung ins russische
24.12. Heiligabend um 16 Uhr in deutscher Sprache mit Übersetzung ins russische
25.12 Erster Weihnachtstag um 11 Uhr in russischer Sprache mit Übersetzung ins deutsche

Weihnachten ist eine gute Gelegenheit um über das nachzudenken, was tatsächlich geschah: der Retter wurde geboren. Jesus Christus schlug die Brücke der Versöhnung zwischen Gott und Mensch. Gleichgültig wie stürmisch es in deinem Leben sein mag, du kannst friedliche Weihnachten feiern und Vergebung deiner Schuld erfahren.

Du bist herzlich eingeladen unseren Gottesdienst zu besuchen.

Unsere Adresse:
Havelländer Ring 40
12629 Berlin

Einladungen zum Teilen:

4 Zeichen, dass Essen zum Götzen wird

Ich denke, es ist hilfreich, wenn man über Völlerei spricht, dass man sie mit anderen Sünden vergleicht und erklärt, warum etwas Gutes wie Genuss vom Essen zur Sünde werden kann.

Zum Beispiel ist die Existenz sexueller Wünsche und die Erfüllung davon an sich nicht schlecht. Aber es gibt die Sünde der Begierde. Es ist nicht unbedingt böse sich an Lob zu freuen, aber er kann zur Sünde des Stolzes werden. Der Genuss der von Gott gegebenen Ruhe ist nicht böse. Aber es kann zur Sünde der Trägheit oder Faulheit werden.

Der Genuss einer angemessenen Selbstachtung kann zur Sünde des Stolzes werden. Und der Wunsch, etwas an sich Unbedenkliches zu haben – wie ein Haus, Auto oder Computer – kann zur Sünde der Begierde oder, noch schlimmer, zur Sünde des Neids werden, wenn man sich darüber ärgert, dass jemand anders es hat und man selbst es nicht hat. Und der legitime Wunsch und Genuss von Nahrung kann ebenso zur Völlerei werden.

Ich denke, es ist hilfreich zu sehen, was in all diesen sogenannten Todsünden wirklich vor sich geht.

Völlerei

Die größere Frage ist: Was geschieht im menschlichen Herzen, wenn all diese gottgegebenen guten Dinge zu sündigen Dingen werden? Was geschieht dann? Und was ist Definition die von „Völlerei“?

Völlerei ist der sündige Genuss der guten Gabe der Nahrung. Wie kommt es dazu? Was macht Völlerei sündhaft?

Man kann diese Sünde so beschreiben, dass es sich um eine falsch ausgerichtet Liebe oder, anders gesagt, um eine übermäßige Liebe handelt. Sie beginnt mit legitimer Liebe – richtiger und angemessener, Christus erhebender und von Gott verwurzelter Liebe – zu etwas Reinem, das Gott zu unserem Vergnügen gegeben hat. Aber dann wird sie unangemessen und unverhältnismäßig. Sie hört auf, Christus zu verherrlichen. Sie hört auf, ihre Wurzeln in Gott zu haben.

Die beiden Stellen, die mir geholfen haben, auf eine biblische Art und Weise, darüber zu sprechen, sind 1. Timotheus 6,6-10 und Philipper 4,11-13 und 3,8. Lasst uns einen kurzen Blick darauf werfen.

Zufriedenheit in God

Paulus sagt in 1. Timotheus 6,6

Es ist allerdings die Gottesfurcht eine große Bereicherung, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden wird.

Und diese Genügsamkeit ist Zufriedenheit in Gott. Diese Genügsamkeit ist es, was als Gouverneur oder als Moderator oder als Regulator oder Führer in all unseren anderen Wünschen wirkt.

Wenn Paulus zu Vers 10 kommt, spricht er über Geld, welches an sich kein Übel ist. Es wurde für unseren richtigen Gebrauch gegeben. Er sagt:

Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht. (1.Tim 6,10)

Was geschah dann? Beim Gebrauch des Geldes ist diese süßen, tiefen, allgegenwärtigen Zufriedenheit in Gott verloren gegangen. Und durch eine mächtigen Geldliebe und der Geldsucht, wie Paulus es nennt, ersetzt worden.

Der Gebrauch des Geldes ist also von der Zufriedenheit in Gott abgekoppelt worden. Und ohne diese Koppelung hat ein legitimer Wunsch freien Lauf bekommen und ist dabei, die Seele zu zerstören.
Es ist immer so, wenn unser Gebrauch von guten Dingen schlecht wird. Höchste Zufriedenheit, Glück, Freude oder Befriedigung in Gott hört auf, der große Führer oder Ballast oder Sicherung oder Regulator unserer Seelen zu sein. Und wenn das geschieht, wird alles schlecht.

Das Geheimnis der Freude

Der andere Text ist Philipper 4,11-13, wo Paulus sagt:

Nicht wegen des Mangels sage ich das; ich habe nämlich gelernt, mit der Lage zufrieden zu sein, in der ich mich befinde. Denn ich verstehe mich aufs Armsein, ich verstehe mich aber auch aufs Reichsein; ich bin mit allem und jedem vertraut, sowohl satt zu sein als auch zu hungern, sowohl Überfluss zu haben als auch Mangel zu leiden. Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.

Paulus beschreibt hier das Geheimnis eines gottgefälligen christlichen Lebens. Und dazu gehört auch das Geheimnis des richtigen Umgangs mit Nahrung, Geld und Ruhe und all den anderen guten Gaben Gottes.

Er sagt, dass dieses Geheimnis ihm ermöglicht zufrieden zu sein, wenn er viel oder wenn er wenig hat. Es ist also klar, dass die Zufriedenheit nicht in der jeweiligen Sache liegt und darin, wie viel man davon hat oder nicht hat. Das ist das Geheimnis des christlichen Lebens. Und was ist es? Die Antwort liegt wieder in Philipper 3,8, wo Paulus sagt:

ja, wahrlich, ich achte alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe; und ich achte es für Dreck, damit ich Christus gewinne.

Das Geheimnis von Paulus‘ Zufriedenheit ist die Befriedigung, die er in Jesus findet – eine Befriedigung, die so tief und so durchdringend ist, dass er, selbst wenn alles andere verloren ist, diese Zufriedenheit oder diese Genugtuung nicht verliert.

Wenn die Zufriedenheit in Gott oder die Zufriedenheit in Christus, wie Paulus sie in diesen beiden Abschnitten beschreibt, in unserem Leben vorhanden ist, dann funktioniert sie als ein wunderbarer Gouverneur, Moderator, Regulator und Lenker über den Gebrauch aller guten Dinge. So bleiben gute Dinge an ihrem richtigen Platz. Und wenn sie genossen werden, werden sie als Ausdruck von Gottes Güte genossen.

Ich würde also Völlerei definieren als den Genuss von Nahrung, die sich von der Zufriedenheit mit Gott als der regierenden Liebe unseres Lebens losgelöst hat.

Vier Warnzeichen

Wenn unsere Zufriedenheit mit Gott schwindet, nimmt die Nahrung schnell ihren Platz ein. Und es gibt vier Anzeichen dafür, dass dies in unserem Leben geschieht:

  1. Wir werden gleichgültig gegenüber den schädlichen Auswirkungen der Nahrung auf unseren Körper, der Tempel des Heiligen Geistes ist.
  2. Wir werden gleichgültig gegenüber der Art und Weise, wie wir unser Geld verwalten, wenn wir es unweise für falsche Lebensmittel ausgeben.
  3. Wir fangen an, Nahrung als Flucht vor unseren Problemen und als Medikament gegen unsere Traurigkeit oder unser Elend oder unser Unbehagen zu verwenden.
  4. Wir hören auf, das Essen als einen Weg zu genießen, Gott zu genießen. Wir hören auf, die Güte Gottes in der Güte des Essens zu schmecken, und wir beginnen, die Güte Gottes durch die Güte des Essens zu ersetzen.

Das ist Völlerei.

Das ist es also, was ich unter Völlerei verstehe. Das sind die Zeichen dafür, dass sie vorhanden ist. Und der Weg zurück kann viele externe Kontrollen und Disziplinen von außen beinhalten. Aber am Ende wird der einzige Ausweg sein, wenn Gott selbst durch Jesus Christus unsere befriedigende Seelennahrung wird und die Zufriedenheit in ihm zum Gouverneur und Regulator all unserer Appetitwünsche und Wünsche wird.

https://www.desiringgod.org/interviews/four-signs-food-has-become-an-idol

John Piper

Die Ältesten müssen gastfreundlich sein, nicht nur ihre Frauen

„Die Schrift legt die Qualifikationen für einen Ältesten fest, dass er ‚zur Gastfreundschaft hingegeben‘ sein muss. Wie wird das in deinem Leben sichtbar?“

Diese Frage wird in unseren Ältesten-Prüfungen immer früh im Prozess der Prüfung eines Mannes zum Ältesten und Lehrer gestellt. Wir nehmen die biblischen Anforderungen ernst, die in 1. Timotheus 3 und Titus 1 aufgeführt sind, und ich bin froh, dass die Frage gestellt wird. Aber wenn ich ehrlich bin, bin ich nicht so begeistert von einigen der Antworten – oder von der Zulassung einiger dieser Antworten.

Für gewöhnlich hebt ein Mann die Arbeit und das Talent seiner Frau in der Gastfreundschaft sofort hervor. Das ist gut, aber es gibt ein Problem, wenn ein Mann die Gastfreundschaft seiner Frau nutzt, um seine eigene zu kompensieren.

Was ist Gastfreundschaft?

Einfach ausgedrückt: Es bestehen nach wie vor grundlegende falsche Vorstellungen von Gastfreundschaft. Einige denken, dass Gastfreundschaft nur darin besteht, Menschen zum Essen einzuladen. Die Ehefrau bereitet also das Haus vor und kocht ein köstliches Essen.

Aber der Sinn der Gastfreundschaft besteht darin, dem Fremden gegenüber Liebe zu zeigen. Und was gibt es Besseres, als ihnen Gottes Wort zu schenken? Gastfreundschaft ist mehr als nur eine Grillparty. Aus Sorge um das Wohlergehen der Menschen wollen wir sie mit Essen und Trinken erfrischen, wenn es möglich ist. Keine nahrhafte Erfrischung anzubieten ist schon seltsam und stellt die Qualität jeglicher Gastfreundschaft in Frage. Aber christliche Gastfreundschaft schließt im Wesentlichen den christlichen Glauben ein.

Wie geht Gastfreundschaft?

Ich kenne einen Ältesten, der jeden Besucher in die Gemeinde einlädt, um mit ihm und seiner Familie zu Mittag zu essen. Er und seine Familie bereiten ein Essen vor und bringen es in die Gemeinde, um es mit den Besuchern zu teilen – Gläubigen oder Ungläubigen – oder sogar mit allen Mitgliedern, die sehr zurückgezogen oder ihm unbekannt sind. Dieser Älteste tut die Arbeit des Hirtendienstes durch Gastfreundschaft. Um dies zu erleichtern, sind die Küche der Gemeinde und der Gemeinschaftsraum zur häufigen Benutzung gedacht. Wenn du dich mit jemandem hinsetzt und dein Leben und deinen Glauben mit ihm teilst, während du von seinem Leben und seinem Glauben (oder fehlendem Glauben) erfährst, bietet das wertvolle Gelegenheiten, Zeugnis zu geben, zu evangelisieren und Jünger zu werden.

Im Neuen Testament sehen wir das Beispiel von Priscilla und Aquila, einem Gemeindegründerehepaar, das zahlreichen Gemeinden geholfen hat und Seite an Seite anderen gedient und die gute Nachricht des Evangeliums weitergegeben hat. Das ist ein schönes Bild eines christlichen Haushalts: ein Ehepaar, das gemeinsam im Königreich arbeitet. Nach Paulus war ihr Haus ein Ort der Anbetung und Lehre: „Es grüßen euch die Gemeinden in [der Provinz] Asia. Es grüßen euch vielmals im Herrn Aquila und Priscilla samt der Gemeinde in ihrem Haus“ (1. Kor 16,19). Oh, wenn dieses Beispiel der Gastfreundschaft im Leben eines jeden Ältesten existieren könnte.

Älteste sollten der Gastfreundschaft hingegeben sein

Wenn wir Leiter unserer Familien sind, diejenigen, die „ihren Haushalt gut führen“, dann muss bei Männer allgemein und bei Ältesten insbesonders etwas zu sehen sein. Man muss sehen, wie wir die Schrift öffnen, Fragen stellen und Anwendungen für die Familie und Gäste vorschlagen. Wir sollten für konkrete Anliegen beten. Wir sollten auch andere zum Beten ermutigen. Wir zeigen unsere Liebe zu anderen Menschen, wenn wir aufrichtig für ihre Bedürfnisse beten. Dies geschieht am leichtesten mit Fremden, wenn sie gemütlich an unserem Tisch sitzen.

Mögen alle Pastoren in ihrer Umgebung den Ruf haben ein Ort der Zuflucht zu sein, ein Ort des Wirklichseins, ein Ort der Aufrichtigkeit und der Gott-Zentriertheit, wo Christus vermittelt wird und alle in die Familienandachten einbezogen werden. Damit ein Ältester ein Ältester sein kann, müssen einige grundlegende Eigenschaften vorhanden sein. Zeigt der Älteste Interesse an Menschen? Bemüht er sich, dass sich die Menschen auch in seinem Haus willkommen und geliebt fühlen?

Sicherlich wird es bestimmte Jahreszeiten des Lebens und andere gottgeführte Umstände, die diese Art von Gastfreundschaft behindern können, geben. Aber wann immer möglich, sollten sich die Hirten bemühen die Gabe der Gastfreundschaft vorbildlich zu teilen.

Viele Menschen, die nicht der Gemeinde angehören, sind mit Evangelium konfrontiert worden, indem sie Familien besucht haben, in denen die Bibel als ein Mittel der Gastfreundschaft geöffnet wird: „Unser Brief seid ihr selbst, in unsere Herzen geschrieben, erkannt und gelesen von jedermann. Es ist ja offenbar, dass ihr ein Brief des Christus seid, durch unseren Dienst ausgefertigt, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens. “ (2. Kor 3,2-3).

Ist dir klar, dass das erstaunliche Buch der Apostelgeschichte mit Paulus als Gefangener in Rom endet? Auf seine eigenen Kosten setzt er seinen Dienst fort und empfängt alle und jeden, um die Gnaden Christi zu teilen. So setzt Paulus, der Älteste und Gefangene, seinen Dienst durch Gastfreundschaft fort: „Paulus aber blieb zwei Jahre in einer eigenen Mietwohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen; und er verkündigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit aller Freimütigkeit und ungehindert. “ (Apostelgeschichte 28,30-31).

Mögen alle Ältesten den Ruf haben, dass sie der Gastfreundschaft ergeben sind.

Von Kent Butterfield – Übersetzt von 9 Marks https://www.9marks.org/article/hospitality/

Aufnahmen von „Martin Luther und die Reformation“

Hier werden wir viel über das Leben Martin Luthers und seinen herausragenden Beitrag zur Reformation sprechen. Dennoch ist es das Wort Gottes, das im Titel unseres Seminars im Vordergrund steht. Die ganze Reformation begann dank des unveränderlichen Wortes Gottes. Das Wort Gottes reformierte zuerst das Denken und Leben Martin Luthers selbst radikal, er widmete sich dem Studium und der Verkündigung dieses lebendigen und unveränderlichen Wortes und wurde zu diesem mächtigen Instrument in Gottes Hand. Und das ist es, was die ganze Geschichte auf den Kopf gestellt hat. Das führte zur Reformation, die schließlich Deutschland und dann die Welt erfasste. Das Wort Gottes war die mächtige Kraft, die zur Reformation führte.

Wir neigen dazu, manche Menschen zu idealisieren. Es gibt nicht wirklich ideale Menschen. Auch Martin Luther war kein perfekter Mensch. Er hatte auch seine eigenen Probleme. Aber er war der Mann, der das Wort Gottes liebte und sein Leben der Verkündigung des Wortes widmete.

Gliederung

  1. Einleitung
  2. Gottes Wort – Sein Wert und Kraft (Matthäus 24,35; Jesaja 40,8, Römer 1,16)
    1. Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam (Hebräer 4,12)
      1. Überführt den Menschen von Sünde – Apostelgeschichte 2,37
      2. Führt zur geistlichen Wiedergeburt – 1.Petrus 1,23
      3. Erweckt wahrhaftigen Glauben – Römer 10,17
      4. Nährt den Geist des Menschen – Matthäus 4,4
      5. Gibt den Menschen Heilsgewissheit – 1.Johannes 5,13
      6. Erweckt Freude – Psalm 119,162
      7. Erzeugt Heiligung – Johannes 17,17
      8. Bewahrt vor Sünde – Psalm 119,11
      9. Stärkt im geistlichen Kampf – Epheser 6,17
    2. Ein Zeugnis der Bibel in Bildern
      1. Leuchte – Psalm 119,105
      2. Feuer – Jeremia 23,29
      3. Hammer – Jeremia 23,29
      4. Spiegel – Jakobus 1,23
      5. Wasserbad – Epheser 5,25-26
      6. Nahrung – Matthäus 4,4
      7. Milch – 1.Petrus 2,2
      8. Schwert – Epheser 6,17
      9. Regen – Jesaja 55,10-11
      10. Same – Lukas 8,11
    3. Wichtige Bedingungen für die Wirksamkeit von Gottes Wort (1.Thessalonicher 2,13; Hebräer 4,1-2; 2.Timotheus 4,1-5)
  3. Martin Luther – Der Weg zur Reformation
    1. Die frühen Jahre seines Lebens
    2. Auf der Suche nach Wahrheit im Kloster
    3. Der Weg zu Erleuchtung und Reformation
    4. Familienleben und Entwicklung der Reformation
    5. Historische Bedeutung seines Werkes
      1. Reformation und Rückkehr zu den Wahrheiten des Evangeliums
      2. Die Reformation und ihre Auswirkungen auf Kultur und Bildung
  4. Wie profitiere ich vom Lesen der Heiligen Schrift?
    1. Fange noch heute an die Bibel zu lesen.
    2. Lies die Bibel mit dem aufrichtigen Wunsch, sie zu verstehen.
    3. Lies die Bibel mit kindlichem Glauben und in Demut.
    4. Lies die Bibel bereitwillig, um ihr zu gehorchen und sie auf dich selbst anzuwenden.
    5. Lies die Bibel jeden Tag.
    6. Lies die ganze Bibel der Reihe nach.
    7. Lies die Bibel und nimm sie objektiv und ehrlich auf.
    8. Lies die Bibel, indem du immer auf Jesus Christus schaust.

Langmut und die Frucht des Geistes

1533 setzte Gott eine Reihe von Geschehnissen in Bewegung, die seiner Gemeinde eine der großartigsten Gaben zur Verfügung stellen sollten, die sie in den vergangenen 500 Jahren erhalten hatte. Nachdem er zum rettenden Glauben an Jesus Christus kam und sein priesterliches Amt im Römischen Katholizismus aufgab, wurde Alexander Canus zum Tode verurteilt, weil er in ganz Lyon (Frankreich) die Lehre von der Rechtfertigung allein durch Glauben verkündete. Die rettende Gnade Gottes, die allen angeboten wird, die Buße über ihre Sünde tun und den Namen des Herrn Jesus Christus anrufen, hatte diesen Franzosen radikal in einen kühnen Botschafter des Höchsten Gottes verwandelt.

Als Canus vor seiner Hinrichtung vor das französische Parlament gebracht wurde, wurde er vor Tausenden von Zuschauern gefesselt und erbarmungslos geschlagen. Nachdem ihm beide Beine gebrochen wurden und sein Körper bis zum Äußersten entstellt war, wurde Canus die einmalige Gelegenheit gegeben, seine neu erworbenen Überzeugungen zu widerrufen und die Dogmen des Römischen Katholizismus zu erneuern. Doch trotz der gnadenlosen Folter und der ständigen Versuchung, auf die Forderungen seiner Gesprächspartner einzugehen, rief Canus stattdessen vor den Massen aus: „O Gott, in diesen Männern gibt es weder Mitleid noch Erbarmen! Oh, dass ich beides in dir finden möge!“

Als das französische Parlament Zeuge der unerschütterlichen Entschlossenheit von Canus wurde, an seinen neu gefundenen Überzeugungen festzuhalten, blieb ihm keine andere Wahl, als seine Hinrichtung durchzuführen; er sollte bei lebendigem Leibe auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Als Canus an den Ort seines Todes getragen wurde, begann er, das Evangelium Jesu Christi den Menschen zu predigen, die sich darauf vorbereiteten, ihn zu töten. Inmitten Canus‘ Verkündigung unter freiem Himmel begannen Schrecken und tiefer Zweifel den von Zeugen erfüllten Platz zu durchdringen. „Er wird verbrannt werden“, sagte das Volk, „doch niemand scheint so glücklich zu sein wie er!“ Während er an den Scheiterhaufen gebunden wurde, wurde Canus mit dem tröstenden Dienst des Heiligen Geistes in seiner Seele erfüllt. Bevor das Feuer seinen Körper verschlang, soll Canus zuversichtlich verkündet haben: „O Gott, gibt es eine höhere Ehre, als so wie dein Sohn im Haus des Herodes behandelt zu werden?“

Bewegt von Mitgefühl und Reue begannen viele in der Menge über den brutalen Tod, den Canus erlitten hatte, zu weinen. „Sicherlich gibt es in diesem Mann nichts, was des Todes würdig wäre“, riefen einige. Andere riefen aus: „Wenn dieser Mann nicht gerettet wird, wer kann es dann sein?“ Unter den Schaulustigen befand sich auch ein 24-jähriger Mann, der sich vor Kurzem bekehrt hatte. Der Name des jungen Mannes war Johannes Calvin, und da er von den Geschehnissen rund um den Märtyrertod von Canus so bewegt war, würde Calvin bald den Rest seines Lebens dem Predigtdienst widmen. Calvin war der wohl größte Bibelausleger, der je gelebt hat, und seine theologischen Abhandlungen segnen Gottes Volk bis zum heutigen Tag.

Die Umstände des Märtyrertodes von Alexander Canus sind ein anschauliches Beispiel für geistgewirkte Geduld und dienen als Erinnerung daran, dass diese christusähnliche Tugend ein kraftvolles Zeugnis für Gottes Reich ist. Die griechische Bedeutung für Geduld (makrothymia) lässt sich vielleicht besser als Langmut ins Deutsche übersetzen, und wie oben beschrieben, verhielt sich Alexander Canus genauso gegenüber denen, die ihn 1533 ermordet haben. Christusähnliche Langmut bedeutet, nicht Böses mit Bösem zu erwidern, sondern stattdessen schwierige oder schmerzhafte Umstände willentlich im Vertrauen auf Gottes Absichten zu dulden (1. Petrus 3,8-9). Als wesentlicher Bestandteil der vom Geist erzeugten Liebe ist Langmut eine Eigenschaft, die Christen gegenüber allen ihren Mitmenschen ohne Ausnahme haben müssen (1. Korinther 13,4). Darüber hinaus wird diese wunderbare Eigenschaft, wie sie in der Heiligen Schrift beschrieben wird, durch den dreieinigen Gott selbst sogar noch stärker (vollkommen) zur Schau gestellt (Römer 2,1-4). Betrachten wir nur einige Beispiele:

Gott der Vater

Als Petrus über Gottes Langmut gegenüber Sündern schrieb, die sich in seiner andauernden Zurückhaltung des Gerichts über die nicht wiedergeborene Menschheit zeigt, sagte der Apostel Petrus:

8 Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag!

9 Der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche es für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.

(2. Petrus 3,8-9)

Der Sohn Gottes

Als Paulus darüber nachdachte, wie Jesus Christus ihn selbst im Hinblick auf sein eigenes Heil behandelte, sagte er:

13 der ich zuvor ein Lästerer und Verfolger und Frevler war. Aber mir ist Erbarmung widerfahren, weil ich es unwissend im Unglauben getan habe.

14 Und die Gnade unseres Herrn wurde über alle Maßen groß samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist.

15 Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin.

16 Aber darum ist mir Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Langmut erzeige, zum Vorbild für die, die künftig an ihn glauben würden zum ewigen Leben.

(1. Timotheus 1,16-18)

Gott der Heilige Geist

In Epheser 4,30 und 1. Thessalonicher 5,19 fordert der Apostel Paulus seine Leser auf, „den Heiligen Geist nicht zu betrüben“ und „den Heiligen Geist nicht zu dämpfen“. Beide Passagen zeigen, dass Gläubige anfällig dafür sein können, der Führung des Heiligen Geistes nicht zu gehorchen und infolgedessen gegen die dritte Person der Gottheit zu sündigen. Dennoch bleibt der Heilige Geist trotz des häufigen Versagens von Christen uns gegenüber geduldig. Er hat alle Gläubigen für den Tag der Erlösung versiegelt, und so wird er dem Volk Gottes immer treu sein.

Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch treu; er kann sich selbst nicht verleugnen (2. Timotheus 2,13). Mach es dir in dieser Woche zum Gebet und Ziel, Gottes Geduld in deinem eigenen Leben nicht als selbstverständlich hinzunehmen. Außerdem bitte den Herrn, dir die Kraft zu geben, durch das Wirken seines Geistes in dir, seine Langmut gegenüber den Menschen, die er in dein Leben gestellt hat, widerzuspiegeln.

Wöchentliche Passagen zum Nachdenken:

Montag – 2. Mose 34,1-8

1 Und der HERR sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, damit ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast;

2 und sei morgen bereit, dass du früh auf den Berg Sinai steigst und dort zu mir auf die Spitze des Berges trittst.

3 Und lass niemand mit dir hinaufsteigen, dass niemand um den ganzen Berg her gesehen werde; lass auch keine Schafe noch Rinder gegen diesen Berg hin weiden!

4 Und Mose hieb sich zwei steinerne Tafeln zurecht, wie die ersten waren; und er stand am Morgen früh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.

5 Da kam der HERR in einer Wolke herab und trat dort zu ihm und rief den Namen des HERRN aus.

6 Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Der HERR, der HERR, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und Treue;

7 der Tausenden Gnade bewahrt und Schuld, Übertretung und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und vierte Glied!

8 Da neigte sich Mose schnell zur Erde und betete an;

Dienstag – Epheser 4,1-6

1 So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, dass ihr der Berufung würdig wandelt, zu der ihr berufen worden seid,

2 indem ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut einander in Liebe ertragt

3 und eifrig bemüht seid, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens:

4 Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung;

5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe;

6 ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen.

Mittwoch – Jakobus 1,18-21

18 Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien.

19 Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn;

20 denn der Zorn des Mannes vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit!

21 Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut das [euch] eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten!

Donnerstag – 1. Thessalonicher 5,12-24

12 Wir bitten euch aber, ihr Brüder, dass ihr diejenigen anerkennt, die an euch arbeiten und euch im Herrn vorstehen und euch zurechtweisen,

13 und dass ihr sie umso mehr in Liebe achtet um ihres Werkes willen. Lebt im Frieden miteinander!

14 Wir ermahnen euch aber, Brüder: Verwarnt die Unordentlichen, tröstet die Kleinmütigen, nehmt euch der Schwachen an, seid langmütig gegen jedermann!

15 Seht darauf, dass niemand Böses mit Bösem vergilt, sondern trachtet allezeit nach dem Guten, sowohl untereinander als auch gegenüber jedermann!

16 Freut euch allezeit!

17 Betet ohne Unterlass!

18 Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

19 Den Geist dämpft nicht!

20 Die Weissagung verachtet nicht!

21 Prüft alles, das Gute behaltet!

22 Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt!

23 Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus!

24 Treu ist er, der euch beruft; er wird es auch tun.

Freitag – Jakobus 5,7-12

7 So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn! Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat.

8 So wartet auch ihr geduldig; stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe!

9 Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht verurteilt werdet; siehe, der Richter steht vor der Tür!

10 Meine Brüder, nehmt auch die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben, zum Vorbild des Leidens und der Geduld.

11 Siehe, wir preisen die glückselig, welche standhaft ausharren! Von Hiobs standhaftem Ausharren habt ihr gehört, und ihr habt das Ende gesehen, das der Herr [für ihn] bereitet hat; denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen.

12 Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit irgendeinem anderen Eid; euer Ja soll ein Ja sein, und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter ein Gericht fallt.

Samstag – 1. Petrus 2,19-25

19 Denn das ist Gnade, wenn jemand aus Gewissenhaftigkeit gegenüber Gott Kränkungen erträgt, indem er zu Unrecht leidet.

20 Denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr geduldig Schläge ertragt, weil ihr gesündigt habt? Wenn ihr aber für Gutestun leidet und es geduldig ertragt, das ist Gnade bei Gott.

21 Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt.

22 »Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden«;

23 als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet.

24 Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden.

25 Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen.

[1] Das Zeugnis von Alexander Canus kann in The Life of John Calvin (Thomas Lawson) gefunden werden, Seiten 56-57.

Bibelübersetzung: Schlachter 2000

Autor: Dewey Dovel

Originalartikel:

Musik in der Gemeinde

Was hat Gott zu Musik in der Bibel gesagt hat? Was ist das Wesen der Musik und was ist die praktische Umsetzung im Kontext eines biblischen Leitbildes? Wie baut man einen Musikdienst auf, um am Sonntag den Leuten singen zu helfen?