Aktuelles

Bibellesen

Wir glauben, dass Gottes Wort zentral für jeden Bereich unseres Lebens ist. Viele von uns haben das Privileg die Bibel selber lesen zu können.

Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, 
sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. (Psalm 1,1-2)

Nimm er dir heute vor, die Bibel regelmäßig zu lesen. Die Zeit im Wort und Gebet wird ein Leben verändern und prägen. Es ist möglich die ganze Bibel in einem Jahr durchzulesen, wenn man jeden Tag nur 10 Minuten liest.

Welche Übersetzung sollte ich lesen?

Die NeÜ und NGÜ ergänzen teilweise den Wortlaut, um die ursprüngliche Bedeutung klarer und präziser auszudrücken. Es lohnt sich mehre fürs Bibelstudium immer mehre Übersetzungen zu vergleichen.

Kann man die Bibel auch hören?

Ja, es gibt auf Youtube und co auch Hörbibeln:

Die große Hörbibel ist auch empfehlenswert. Mit verschiedenen Sprechern. Eine Hörprobe ist hier.
Verfügbar bei Audible AT1 AT2 NT oder als MP3 CDs

Welche Apps fürs Smartphones gibt es?

  • MyBible – einfach und ohne Werbung – viele ältere Übersetzungen verfügbar. Android iOS
  • YouVersion – auch aktuellere Übersetzungen verfügbar – teilweise auch Hörbibeln. Android iOS

Gibt es Bibellesepläne?

Ein Bibelleseplan kann helfen mit dem regelmäßigen Bibellesen beständig zu bleiben. Es gibt ganz unterschiedliche Pläne. Nachfolgend haben wir einige zusammengestellt.

Beschreibung von dem BibelleseplanHerunterladen
In einem durch die Bibel. Morgens NT, Abends ATPDF
Kapitel der Bibel zum AbhackenPDF
Chronologischer Leseplan (man liest die Kapitel der Bibel in ihrer zeitlichen Abfolge)PDF
In zwei Jahren durch das AT und NT. Dabei werden die Psalmen und Sprüche 4x gelesen. (Auf Englisch)PDF
Einmal direkt durch die BibelPDF
Alle Kapitel der Bibel zum AbhackenPDF
In 120 Tagen durch die BibelPDF
In 90 Tagen durch die BibelPDF
Bibelleseplan von Robert M’CheynePDF

Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. (2.Tim 3,16-17)

Gute Bücher, die weiterhelfen beim Bibellesen

Wir haben auch einen großartigen Zugang zu vielen Bücher, die uns beim Bibellesen helfen können. Nachfolgend sind ein paar Bücher vorgestellt.

Der große Plan. Von Gott. Für uns. – Mark Dever 4,95€

Diese Buch bietet eine kurze und leicht lesbare Übersicht über alle 66 Bücher der Bibel. Es zeigt auch wie diese Bücher zusammenhängen und Gottes Plan offenbaren.

Basis Informationen zur Bibel – John MacArthur – 12,90€

Dieses Buch bietet wichtige und interessante Information zu jedem Buch der Bibel. Es ist ein wertvolles Nachschlagewerk. Man kann es auch hier runterladen.

Folgende Information bietet es

  • Einleitung zu jedem der 66 Bücher der Bibel
  • Information über den Schreiber
  • Datum der Niederschrift
  • die Hauptpersonen
  • der historische Hintergrund
  • Hauptlehren
  • Chronologie des Bibelbuches
  • Schlüsselverse
  • häufig gestellte Fragen über jedes Bibelbuch
  • Diagramme
Induktives Bibelstudium – 24,95€

Das induktive Studium der Bibel ist eine praktische Methode für die Auslegung der Schrift.

Zu den hilfreichen Themen dieses Buches gehören:

  • die richtigen Fragen an den Text stellen
  • Bibelübersetzungen miteinander vergleichen
  • die verschiedenen Aspekte des Zusammenhangs berücksichtigen
  • das Studium von Wörtern und Begriffen
  • Grundlagen der Diskursanalyse
  • die Rolle des Heiligen Geistes bei der Anwendung der Schrift
  • die Anwendbarkeit des Textes auf die heutige Zeit bestimmen
  • das Praktizieren von Theologie als Resultat des induktiven Bibelstudiums
Roter Faden durch die Bibel – 5,90€

Diese Buch versucht klar zu machen, worum es in der Bibel eigentlich geht. Es wurde kürzere und längere Abschnitt der Bibel anschaut und in ihre Bedeutung erklärt. Dadurch bekommt einen guten Überblick über den Verlauf der Selbstoffenbarung Gottes.
Man kann dieses Buch alleine lesen oder mit einigen Personen durcharbeiten.

Wie man die Bibel studiert. 9,90€

Ein kurzes Buch, dass nicht nur Methoden zum Studieren vorstellt, sonder auch überzeugt, warum es sich lohnt die Bibel zu kennen und mit welchem Herzenshaltung man daran gehen sollte.

  • Die Kraft des Wortes im Leben des Christen
    • Die Eigenschaften der Bibel
    • Die Authentizität der Bibel
    • Der Gewinn im Studium von Gottes Wort
      • Die Quelle der Wahrheit
      • Die Quelle des Glücks
      • Die Quelle des Sieges
      • Die Quelle des Wachstums
      • Die Quelle der Kraft
      • Die Quelle der Führung
  • Wer kann die Bibel studieren?
    • Das Wort Gottes kennen
    • Das Wort Gottes ausleben
    • Sie müssen Christ sein
    • Sie müssen eifrig sein
    • Sie müssen ein großes Verlangen danach haben
    • Sie müssen heilig sein
    • Sie müssen vom heiligen Geist beherrscht sein
    • Sie müssen ein Beter sein
  • Wie man die Bibel studieren soll
    • Lesen sie die Bibel
    • Legen sie die Bibel aus
    • Sinnen sie über die Bibel nach
    • Lehren sie die Bibel
Aufgepasst und mitgedacht – 9,90€

Du kannst viel von den Schätzen der Bibel mehr verstehen, wenn du besser bei Predigen zuhören lernst. Dieses Buch gibt viele praktische Tipps, wie man das machen kann.

Das alte Testament verstehen – 16,90€

Hast Du schon einmal nach einer guten, kurzen Einführung in das Alte Testament gesucht? Ein Buch, wo Inhalt, Aufbau, grobe Linien und Besonderheiten auf den Punkt gebracht werden?

Dann ist dieses Buch genau das Richtige für Dich! Benedikt Peters nimmt den Leser an die Hand, und erklärt Bedeutung, Wesen und Struktur des Alten Testaments. Anschließend stellt er jedes Bibelbuch vor, ordnet ein, erklärt interessante Einzelheiten und verhilft dadurch zu einem gut verständlichen Zugang!

Tiefer graben – 11,90€

In diesem Buch werden 16 grundlegende Werkzeuge des Bibelstudiums vorgestellt, mit deren Hilfe wir die Bedeutung der Bibel entdecken können.
Es ist Buch, das man dem normalen und jungen Christen an die Hand geben kann, der Hilfe braucht, um die Bibel richtig zu verstehen.

Gebetswoche

Wir wollen uns am Anfang des Jahr Zeit für das gemeinsame Gebet nehmen.

Wir treffen uns wie folgt:

  • Mittwoch, 01.01 um 15.00
  • Donnerstag, 02.01 um 9.30 und um 18.00
  • Freitag 03.01 um 18.00
  • Samstag 04.01 um 18.00
  • Sonntag 05.01 um 15.00
  • Montag 06.01 um 18.00
  • Dienstag 07.01 um 18.00

Das Gebetsprogramm auf deutsch und auf russisch.

Familie Hodzi in Simbabwe

Thomas ist seit 2011 einheimischer Missionar in Simbabwe. Sie arbeiten als Ehepaar seit 2015 in der Hauptstadt Harare mit COFIM Ministries. Ihre Aufgaben sind Evangelisation und Jüngerschaft, Ausbildung von Pastoren und Gemeindeleitern, Waisenarbeit und die Stärkung von Gemeinden.

Freizeitheim Wollin

Das Freizeitheim Wollin ist perfekt geeignet für Zeltlager, Freizeiten mit der Jugend und Rüstzeiten für Mitarbeiter. Es soll ein Ort der Ermutigung, Zurüstung, Planung und Erholung für die Mitarbeiter in Ortsgemeinden und christlichen Glaubenswerken sein. Das Gelände wird im Sommer zudem für Freizeiten und Ferienbibelschule genutzt.
Mehr Informationen sind hier zu finden https://www.freizeitheim-wollin.de/

Weihnachtsgottesdienste

24.12. Heiligabend um 16 Uhr in deutscher Sprache

25.12 1.Weihnachtstag um 11 Uhr in russischer Sprache

Weihnachten ist eine gute Gelegenheit um über das nachzudenken, was tatsächlich geschah: der Retter wurde geboren. Jesus Christus schlug die Brücke der Versöhnung zwischen Gott und Mensch. Gleichgültig wie stürmisch es in deinem Leben sein mag, du kannst friedliche Weihnachten feiern und Vergebung deiner Schuld erfahren.

Du bist herzlich eingeladen unseren Gottesdienst zu besuchen.
Unsere Adresse:
Havelländer Ring 40
12629 Berlin

Weihnachtskonzert 2019

Zu Weihnachten gehört Musik, das können wohl alle bestätigen. Aber worum geht es bei Weihnachten wirklich? Was ist der Sinn von Weihnachten? Jeder ist eingeladen zuzuhören und darüber nachzudenken.

Ein Teil der Musikstücke wird in russischer Sprache und ein Teil in deutscher Sprache sein.

Alle Besucher erwartet ein lecker Punch, Kekse und schöne Gemeinschaft. 
Der Eintritt ist kostenfrei.

Datum: 21.12.2019
Uhrzeit: 18:00-20:00 Uhr
Ort: Havelländer Ring 40, 12629 Berlin-Hellersdorf

Leitbild der Gemeinde – Prioritäten

Die Gemeinde Jesu muss Ziele und Visionen haben, die aus dem offenbarten Willen Gottes in der Heiligen Schrift hervorgehen. Das Leitbild der Gemeinde sollte jedem Gemeindeglied verständlich sein. Aus der Schrift erkennen wir als ECG Hellersdorf folgende Prioritäten:

Die Gemeindeglieder müssen zuerst Gott hingegeben sein, dann müssen sie einander hingegeben sein und dann der Welt. Diese drei Prioritäten geben keine zeitliche Abfolge an, sondern müssen gleichzeitig angegangen werden.
Die Hingabe zu Gott besteht in der Beziehung nach oben im persönlichen und gemeinschaftlichen Gottesdienst. Die Hingabe zueinander besteht in der Beziehung nach innen durch Ermutigung und Zurüstung der Gemeindemitglieder. Die Hingabe zu der Welt besteht in der Beziehung nach außen durch einen vorbildlichen Wandel und einer Evangelisation mit dem Wort Gottes.

Warum müssen wir uns Gedanken über die Prioritäten machen?

Was sollten die Prioritäten beim Dienen in unserer Gemeinde sein? Von den Prioritäten hängen die kurz- und langfristigen Ziele der Gemeinde ab. Die  Gemeinde muss Ziele und Prioritäten haben, eine Richtung, eine Idee wo es hingehen soll.
Wir müssen uns in den Prioritäten klar sein, damit wir an einem Strang ziehen können und in Einheit voran gehen für die Verherrlichung unseres Herrn Jesus Christus.

Nur führt euer Leben würdig des Evangeliums von Christus, damit ich, ob ich komme und euch sehe oder abwesend bin, von euch höre, dass ihr fest steht in einem Geist und einmütig miteinander kämpft für den Glauben des Evangeliums. (Phil 1,27)

Die Quelle für unsere Prioritäten ist die Bibel, die alleinige, vollkommene und fehlerlose Autorität für unser Leben und unseren Dienst. Wir finden die Prioritäten für den Dienst in der Gemeinde in der Antwort Jesu auf eine Streitfrage eines Gesetzesgelehrten:

Und Jesus sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken«. Das ist das erste und größte Gebot.Und das zweite ist ihm vergleichbar: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«. An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten. (Mt 22,37-40)

Jesus macht deutlich, dass dies die beiden  Prioritäten sind und alle anderen Gebote davon abhängen. Wir teilen dann das zweite Gebot in zwei Aspekte auf: Unsere Nächsten in der Gemeinde lieben und unseren Nächsten in der Welt lieben. 

So sehen wir in Johannes 15 wie Jesus seinen Jüngern die letzten Anweisungen gibt

  • V.1-11    Jesus fordert seine Jünger auf, in ihm zu bleiben
  • V.12-17  Jesus fordert seine Jünger auf, einander zu lieben
  • V.18-27  Jesus fordert seine Jünger auf, der Welt Zeugnis zu geben

Auch in dem Gebet von Jesus in Johannes 17 sehen wir dieselbe Abfolge von Prioritäten 

  • V.1-5     Schwerpunkt auf Gottes Verherrlichung
  • V.6-19   Schwerpunkt auf die Jünger – Bewahrung, Einheit und Liebe in der Gemeinde
  • V.20-23 Schwerpunkt auf das Zeugnis in der Welt

Diese Reihenfolge muss beibehalten werden. Auch wenn sie nicht zeitlich nacheinander kommt, so kommt sie dennoch in den Prioritäten nacheinander. Sie bauen unumgänglich aufeinander auf. Das Dreieck gerät schnell ins Wanken wenn es umgedreht wird. 

Wir können nicht für die Welt ein Zeugnis sein, wenn wir als Gemeinde nicht in Liebe und Einheit leben. Wir können nicht in der Liebe und Einheit als Gemeinde leben, wenn wir Gott nicht lieben.

1. Die Beziehung nach oben – Gott lieben

Die Beziehung eines Gläubigen nach oben ist eine Beziehung der Anbetung Gottes. Das bedeutet nichts anderes, als Gott durch Wort und Tat die Ehre zu geben für seine Herrlichkeit:
Die wollen wir sowohl im persönlichen Gottesdienst tun als auch im gemeinschaftlichen Gottesdienst.

Jeder Gläubige hat das Privileg und die Aufforderung Gott anzubeten: 

Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. (Joh 4,23)

Wahre gottgefällige Anbetung, ist kein Ritual, sondern geschieht „im Geist und in Wahrheit“. Diese Anbetung geschieht im Herzen und ist entflammt durch den Heiligen Geist und durch das Verständnis der Wahrheit der Bibel. Echte Gefühle, gegründet in biblischer Wahrheit, sind Teil der Anbetung. Unsere Freude in Gott gehört mit zur Anbetung durch unser ganzes Wesen und Sein.

Gott lieben durch persönlichen Gottesdienst

Wir wollen Gott lieben durch einen beständigen persönlichen Gottesdienst, welcher aus einem Lebensstil der Anbetung besteht.

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, (Röm 12,1-2)

Wir wollen uns selbst als Opfer darbringen. Das beinhaltet, dass wir uns Christus unterwerfen und erkennen, dass wir sein Eigentum sind und allein für seine Ziele existieren. Wir wollen uns nicht diesem Weltlauf anpassen (Weltanschauung, Standards, Prioritäten, Freuden, Werte, Ziele) sondern unsere Gedanken andauernd und anhaltend erneuern durch die Wahrheit und so selbst verändert werden. Wir müssen uns immer wieder an der Wahrheit Gottes ausrichten.

Dieser Wahrheit müssen wir glauben und ihr im Glauben gehorsam sein.

Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er die belohnen wird, welche ihn suchen. (Heb 11,6)

Gottes Gebote, denen wir gehorsam sein sollen, sind in der gesamten heiligen Schrift zu finden. Die heilige Schrift will von uns gekannt und ausgelebt werden.

Gott lieben durch gemeinschaftlichen Gottesdienst

Um den persönlichen Gottesdienst in besonderem Maße sichtbar werden zu lassen, wollen wir Gott in gemeinschaftlichen Gottesdiensten anbeten. 

Wir möchten Gott erhöhen, indem sich alle Gemeindemitglieder regelmäßig versammeln um zu beten, um Gottes Wort zu hören, um einander im gemeinsamen Gesang zu erbauen, und das Abendmahl und die Taufe zu feiern. 

Anbetung geschieht im Herzen, doch ist die Art und Weise des Gottesdienstes sehr wichtig. Der Gottesdienst muss in einer Art und Weise gestaltet werden, damit der Verstand die Wahrheit und Herrlichkeit Gottes verstehen und annehmen kann. Aus dieser Wahrheit heraus wird das Herz verändert und führt zur Anbetung im Gesang und im Gebet und findet Ausdruck in den Taten.

Verkündigung des Wortes im gemeinschaftlichen Gottesdienst 

Wir wollen bei unseren gemeinschaftlichen Gottesdiensten treu das Wort lesen und es auslegen. 

Verkündige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Langmut und Belehrung! (2.Tim 4,2)

Anhaltendes Gebet im gemeinschaftlichen Gottesdienst 

Wir wollen bei unseren gemeinschaftlichen Gottesdiensten einen Fokus auf das Gebet setzen.

Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch! Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren! Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts; sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. (Phil 4,4-6)

Gesang im gemeinschaftlichen Gottesdienst

Wir wollen bei unseren gemeinschaftlichen Gottesdiensten dem Herrn singen um einander zu erbauen.

Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit; lehrt und ermahnt einander und singt mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern dem Herrn lieblich in eurem Herzen. (Kol 3,16)

Feiern des Abendmahls im gemeinschaftlichen Gottesdienst 

Wir wollen bei unseren gemeinschaftlichen Gottesdiensten das Abendmahl regelmäßig feiern nach dem Gebot Jesu und nach dem Vorbild der Gemeinde.

Das Abendmahl ist eine Erinnerung an den Tod Jesu und symbolisiert unsere Teilnahme am Leib Christi. Das Abendmahl ist für alle, die an den Herrn Jesus gläubig sind. 

Feiern der Taufe im gemeinschaftlichen Gottesdienst 

Wir wollen bei unseren gemeinschaftlichen Gottesdiensten diejenigen taufen, die an den Herrn Jesus gläubig geworden sind. Dies tun wir aus Gehorsam zu dem Gebot Jesu und aus dem Vorbild der Gemeinde. Die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis des Glaubens an Jesus.

2. Die Beziehung nach innen – Einander lieben

Ein Jünger ist nie allein, er wächst selbst und ist am Wachstum anderer beteiligt. Dieses Wachstum der Gemeinde geschieht erstens, durch Ermutigung und Erbauung der Gemeindeglieder und zweitens durch Zurüstung der Gemeindeglieder.

Einander lieben durch Ermutigung und Erbauung der Gemeindeglieder

Es ist unsere Berufung, dass die Gemeinde erbaut wird.

Deswegen wollen wir unsere Gnadengaben verwenden und die Gebote der Bibel für das Zusammenleben als Gemeinde ausleben. 

Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi […] (Eph 4,11-12)

Ausüben der Gnadengaben zur Erbauung der Gemeindeglieder

Wir wollen die Gnadengaben, die Christus hat für jeden Gläubigen erworben hat als treue Verwalter in Liebe einsetzen. 

Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes! Wenn jemand redet, so rede er es als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht, damit in allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit ist und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (1.Petr 4,10-11)

Ausleben der Gebote zur Ermutigung der Gemeindeglieder 

Wir wollen unsern Verantwortungen gegenüber unseren Geschwistern im Herrn nachkommen. Die Bibel spricht viel von den Verantwortungen, die Gemeindeglieder füreinander hat. Diese sind besonders gut in den den folgenden Bibelstellen zusammengefasst.

Wir wollen 

  • einander lieben (Joh 13,34.35; 15,12.17; Röm 12,10; 13,8; 1.Thess 3,12; 4,9; 2. Thes 1,3; 1. Pet 1,22; 1. Joh 3,11.23; 4,7.11.12)
  • einander aufnehmen (Röm 15,7)
  • einander ermahnen (Röm 15,14)
  • einander grüßen (Röm 16,16; 1. Kor 16,20; 2. Kor 13,12; 1. Pet 5,13-14)
  • einander ertragen (Eph 4,2; Kol 3,16)
  • einander unterordnen (Eph 5,21)
  • einander ermuntern (1. Thes 4,18; 5,11)
  • einander die Sünden bekennen (Jak 5,16)
  • füreinander beten (Jak 5,16)
  • einander die Lasten tragen (Gal 6,2)
  • einander höher achten als sich selbst (Phil 2,3)
  • aufeinander achthaben (Heb 10,24)
  • gegeneinander mit Demut umhüllt sein (1. Pet 5,5)
  • sich gegenseitig erbauen (Röm 14,19)
  • gegeneinander gleichgesinnt sein (Röm 12,16; 15,5)
  • gegeneinander gütig, mitleidig und vergebend sein (Eph 4,32)
  • gegeneinander dem Guten nachstreben (1. Thes 5,15)
  • gegeneinander gastfrei sein (1. Pet 4,9)
  • untereinander in Frieden sein (Mk 9,50)
  • dieselbe Sorge füreinander haben (1. Kor 12,25)
  • einander finanziell helfen (2.Kor 8,13-14; 2. Kor. 9,7; 1 Joh. 3,17; Apg 20,35)
  • einander vergeben (Eph. 4,32; Kol. 3,13; Mt. 18,21-35; Mk. 11,25-26; Lk. 7,47)

Einander lieben durch Zurüstung der Gemeindeglieder

Die Hirten und Lehrer haben die Aufgabe die Gemeinde auszurüsten für das Werk des Dienstes. Diese Zurüstung beinhaltet auch die Betonung auf die Umsetzung. 

Zurüstung der Gemeindeglieder durch systematische und umfassende Lehre

Die Hirten und Leiter wollen die Gemeindeglieder zurüsten, indem sie den ganzen Ratschluss der Bibel predigen und lehren. 

Zurüstung der Gemeindeglieder durch Gott wohlgefällige Vorbilder

Die Hirten und Leiter wollen die Gemeindeglieder zurüsten, indem sie danach bestrebt sind in allem als gottesfürchtige Vorbilder zu leben.

Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt. (Phil 3,17)

Zurüstung der Gemeindeglieder durch Ausbau der Leiterschaft

Die Hirten und Leiter wollen die Gemeindeglieder zurüsten, indem sie sich bemühen weitere Leiter auszubilden.

Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das vertraue treuen Menschen an, die fähig sein werden, auch andere zu lehren. (2. Tim 2,2)

3. Die Beziehung nach außen – den Nächsten lieben

Wir wollen unseren ungläubigen Nächsten lieben. Mit “lieben” ist nicht nur ein sentimentales Gefühl oder eine Akzeptanz von unserem Nächsten gemeint. Nein, wir wollen unseren Nächsten von ganzem Herzen lieben und ihm Gutes tun. Dieses Gutes tun, besteht aus Dingen, die einander ergänzen: Werke und Worte. Wir wollen von Jesus reden, aber unsere Werke sollen auch Jesus widerspiegeln.


Den Nächsten lieben durch einen heiligen und guten Wandel

Wir wollen darauf acht haben, dass unsere Werke ein Zeugnis sind für unseren Herrn Jesus, weil er dazu befreit hat heilig zu leben. 

der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun (Tit 2,14)

Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten; und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung (1. Pet 2,11-12)

Den Nächsten lieben durch Evangelisation

Wir wollen auch unseren Nächsten lieben, indem wir ihm von der guten Botschaft von Jesus erzählen, zur Buße und Glauben aufrufen und vor den Folgen des Gerichtes Gottes warnen.

Evangelisation aus reiner Motivation

Wir wollen von der frohen Botschaft von Jesus aus reinen Motiven sprechen.

Denn unsere Verkündigung entspringt nicht dem Irrtum, noch unlauteren Absichten, noch geschieht sie in listigem Betrug; sondern so wie wir von Gott für tauglich befunden wurden, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir auch – nicht als solche, die den Menschen gefallen wollen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. (1.Thess 2,3-4)

Evangelisation als Botschafter Christi

Wir wollen die frohe Botschaft von Jesus weitergeben, indem wir uns als stellvertretende Botschafter an Jesus statt sehen.

Das alles aber [kommt] von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. 

So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!  (2.Kor 5,18-20)

Evangelisation mit einer weltweiten Perspektive

Wir wollen, dass die frohe Botschaft von Jesus alle Menschen auf der Erde erreicht.

Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde! (Apg 1,8)

Anwendung

Wie sieht es bei dir aus?

  • Wie sieht deine Anbetung im Alltag aus? Deine persönliche Heiligung? 
  • Wie ist deine Vorbereitung auf den gemeinschaftlichen Gottesdienst am Sonntag? Was machst du mit dem was du im Gottesdienst gehört hast?
  • Besuchst du regelmäßig einen Hauskreis und pflegst Gemeinschaft mit anderen Gläubigen?
  • Lebst du deinen Glauben im Alltag, so dass dein Wandel ein Zeugnis für Christus ist?
  • Suchst du nach Möglichkeiten von Christus zu erzählen?
  • Ist es dein ernstes Gebet, dass Gott jede Aktivität durch die Kraft seines Heiligen Geistes gebrauchen möge und sie in der Kraft des Geistes geschehen?

Möge Gott durch die ECG Hellersdorf verherrlicht werden und unser Herr Jesus Christus noch viele Menschen retten, bis er wiederkommt.

Was wäre, wenn Jesus nie geboren worden wäre?

von Nathan Busenitz

Im Jahr 1943 schrieb Philip Van Doren Stern eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Das größte Geschenk“. Er versuchte es ohne Erfolg zu veröffentlichen. So druckte er selbst 200 Exemplare und verteilte sie zur Weihnachtszeit an Freunde und Familienmitglieder.

Eines der Booklets fand seinen Weg nach Hollywood, wo es schließlich in die richtigen Hände fiel und in ein Drehbuch umgewandelt wurde. Der Name des Projekts wurde in „Ist das Leben nicht schön?“ geändert. Der Film wurde

1946 debütiert und ist jetzt ein Klassiker für die Feiertage. Sterns Kurzgeschichte wurde eigentlich ein Jahr zuvor veröffentlicht, aber nicht als Buch. Es wurde als Artikel mit dem Titel „Der Mann, der nie geboren wurde“ veröffentlicht.

Die Geschichte erzählt vom engagierten Bürger George Bailey, der in der Weihnachtsnacht wegen eines Missgeschicks seinen Lebensmut verliert und sich von einer Brücke stürzen will – bis er von einem theologisch verkehrten Engel gerettet und ihm gezeigt wird, wie seine Heimatstadt aussehen würde, wenn er nie geboren worden wäre.

Obwohl der Vergleich offensichtlich unzureichend ist, wirft der Titel von Sterns Geschichte eine unendlich viel wichtigere Frage auf, wenn er auf das Herz von Weihnachten angewandt wird. Was wäre, wenn der Herr Jesus niemals geboren worden wäre?

Hebräer 2 ist vielleicht kein Weihnachtstext, aber er ist einer meiner Favoriten. Dieses Kapitel stellt uns eine tiefgründige Theologie der Menschwerdung Jesu Christi vor. In den Versen 9–18 finden wir drei Antworten auf die Frage: „Was wäre, wenn Jesus niemals geboren worden wäre?“

Wenn Jesus niemals geboren worden wäre, würde es keine Erlösung von der Sünde geben

Wenn Christus nicht gekommen wäre, hätte es niemals sein stellvertretendes Sühnopfer am Kreuz gegeben, so dass es keine Vergebung, keine Erlösung, keine Rechtfertigung und keine Errettung geben würde. In Vers 9 verbindet der Autor des Hebräerbriefes die Realität der Menschwerdung Christi mit seinem erlösenden Werk am Kreuz.

„Wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken.“

Hebräer 2,9.

Wie dieser Abschnitt zeigt, ist es kein Klischee zu sagen, dass Jesus geboren wurde, damit er sterben konnte. Der Glanz von Weihnachten gipfelt im Leiden des Karfreitags und im Triumph von Ostern. Jesus ist gekommen, um zu sterben. Er ist gekommen, damit er durch Seinen Tod jedem, der an ihn glaubt, Leben geben kann.

In Vers 10 baut der Autor des Hebräerbriefes weiterhin auf den Vorteilen des stellvertretenden Opfers Christi auf.

„Denn es war dem angemessen, um dessentwillen alles ist und durch den alles ist, da er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihres Heils durch Leiden zu vollenden.“

Hebräer 2,10

Der eine einzigartige Sohn Gottes kam vom Himmel auf die Erde herab, so dass die vielen Söhne und Töchter Adams in Christus Kinder Gottes werden.

Das Wort für „vollenden“ (in V. 10) kann hier bedeuten, dass es perfekt oder vollständig ist. Natürlich war Jesus schon perfekt. Seine absolute Vollkommenheit zeigte sich in seiner Menschlichkeit, da er sich selbst in seinem Leiden und seinem Tod vollkommen dem Willen seines Vaters unterwarf (vgl. Heb 4,15). Durch seinen Tod vollendete Christus die erlösenden Absichten Gottes. Daher ist er der vollkommene Hohepriester, der durch sein eigenes Opfer die Sünden seines Volkes reinigen kann.

Dieses Thema setzt sich in den folgenden Versen fort.

Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem. Aus diesem Grund schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen, sondern spricht:
»Ich will meinen Brüdern deinen Namen verkündigen; inmitten der Gemeinde will ich dir lobsingen!«
Und wiederum: »Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen«;
und wiederum: »Siehe, ich und die Kinder, die mir Gott gegeben hat«.

Hebräer 2,11–13.

Beachten Sie die familiäre Sprache in diesen Versen. Sie sprechen von unserer Adoption in die Familie Gottes. Christus ist der Sohn Gottes nach göttlichem Recht, aufgrund dessen, wer er ist. Gläubige sind Kinder durch Adoption, aufgrund dessen, was Christus für uns getan hat.

Die Verse 10-13 wiederholen die Realität, dass unsere Rechtfertigung, Adoption, Heiligung und zukünftige Verherrlichung alle auf der Wahrheit von Vers 9 beruhen – nämlich: „Für eine Weile wurde er niedriger als die Engel.“ Ohne Weihnachten hätten wir keinen Anteil an diesen rettenden Realitäten.

Wenn Jesus niemals geboren worden wäre, würde es keinen Sieg über den Tod geben

Es ist etwas schockierend, sich die durchschnittliche Anzahl der Menschen Bewusst zu machen, die jeden Tag sterben – über 150.000 Menschen. Alle fünf Sekunden kommen neun Seelen in die Ewigkeit. Wenn der Herr noch wartet, wird der Tod eines Tages für uns alle Realität sein.

Unsere Welt fürchtet den Tod. Diejenigen, die außerhalb Jesu Christi leben, haben zu Recht Angst vor dem folgenden Gericht (Hebr 9,27). Aber als Gläubige sollten wir den Tod nicht fürchten, denn der Apostel Paulus ruft aus: „Der Tod ist verschlungen in Sieg!“ (1Kor 15,54). In Philipper 1,21 werden wir daran erinnert, dass das Leben Christus ist und Sterben Gewinn ist.

Die nächsten Verse in Hebräer 2 spiegeln das gleiche Vertrauen wider. Wir brauchen den Tod nicht zu fürchten, denn Jesus hat den Tod für alle erobert, die auf ihn vertrauen.

„Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, 15 und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden.“

Hebräer 2,14–15

In Vers 14 wird erneut die Inkarnation Christi betont. Er weist darauf hin, dass Er an Fleisch und Blut teilhaftig wurde, um die gefallenen Menschen zu retten. Der der ohne Sünde war, wurde ein Mensch, so dass durch Seinen Tod die Sündigen von Sünde und Tod befreit werden konnten.

Wenn Jesus niemals geboren worden wäre, würde es keinen Sieg über den Tod geben. Wir wären immer noch Sklaven der Todesangst, und das zu Recht, denn wir hätten keine Zukunft außer der Hölle gehabt. Aber weil Jesus gekommen ist, ist die Hoffnung des Himmels allen gegeben worden, die ihren Glauben auf den Herrn Jesus Christus gesetzt haben.

Wenn Jesus niemals geboren worden wäre, gäbe es keinen Mittler zwischen Gott und den Menschen

Engel spielen eine wichtige Rolle in den Berichten des Evangeliums rund um die Geburt Christi. Sie nehmen in den meisten Weihnachtsdekorationen ebenfalls einen besonderen Platz ein. Obwohl Engel an Weihnachten teilgenommen haben, gibt es für Engel kein Äquivalent zu Weihnachten.

Bedenke, was der Hebräerbriefautor in Vers 16 sagt:

„Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an.“

Hebräer 2,16

Der übersetzte Ausdruck nimmt er sich an, könnte übersetzt werden die Natur von jemandem anzunehmen. Der Sohn Gottes nahm niemals die Natur der Engel an. Der Sohn Gottes wurde nie ein Engel, um gefallene Engel zu erlösen. Daher gibt es kein Evangelium für gefallene Engel. Sie haben keine Gelegenheit zur Erlösung oder Errettung.

Wir würden in demselben Zustand bleiben, wenn Weihnachten nicht wäre. Gewiss gibt es heilige Engel, die für immer in der Gegenwart Gottes leben werden. Für gefallene Engel wird jedoch keine Vergebung angeboten, weil zwischen gefallenen Engeln und Gott kein Mittler existiert.

Wie müssen sich die Engel an diesem ersten Weihnachtstag über das Mysterium des Geschehens gewundert haben? Dies war etwas völlig Fremdes für ihre Erfahrung, was erklärt, warum in 1. Petrus 1,12 gesagt wird, dass das Evangelium aus Dingen besteht, in die Engel hineinzuschauen begehren. Es gibt keine Hilfe für gefallene Engel, aber für die Nachkommen Abrahams gibt es Hilfe.

Dieser Satz, der Nachkomme Abrahams, wäre in einem Brief an jüdische Gläubige besonders bedeutsam gewesen. Der Autor beabsichtigt jedoch wahrscheinlich, diejenigen, die durch den Glauben Abrahams Kinder sind, einzubeziehen (vgl. Gal 3,29). Schließlich ist Christus gekommen, um allen zu helfen, die er erlösen würde – sowohl Juden als auch Nichtjuden – diejenigen, die durch den Glauben an ihn glauben würden.

Der Autor des Hebräerbriefes fährt in Vers 17 fort:

„Daher musste er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hoherpriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen; 18 denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.“

Hebräer 2,17–18.

Die Menschwerdung ist in diesem Vers wieder angesprochen. Um dem Nachkomme Abrahams zu helfen, musste Christus wie seine Brüder werden – er musste ein Mensch werden. Die Inkarnation war in den erlösenden Absichten und Plänen Gottes nicht optional. Der einzige Weg, einen echten Mittler zwischen Gott und den Menschen zu bekommen, ist, wenn dieser Mittler mit beiden Parteien gleichberechtigt wäre. Christus allein kann dieser Vermittler sein, denn nur er kann sich mit Gott als Gott und aufgrund seiner Menschwerdung mit uns als Menschen identifizieren.

„Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden“

Hebräer 2,18.

Der Herr Jesus Christus, der das Leben auf dieser Erde über 30 Jahren erlebt hat, kann sich mit uns als einen mitfühlenden Erlöser identifizieren. Er weiß, wie es ist, versucht zu sein und zu leiden. Infolgedessen kann er mit unseren Herausforderungen und Problemen sympathisieren.

Trotz alledem war er ohne Sünde (Hebr 4,15). Folglich ist er nicht nur mit unseren Schwächen sympathisch, er kann uns auch von ihnen retten. Er ist sowohl der perfekte Hohepriester als auch das perfekte Opfer für die Sünde. Diese großen Wahrheiten wurden durch die Menschwerdung ermöglicht. Wie Charles Spurgeon sagte: „Der Mensch wurde königlich, als Christus menschlich wurde. Der Mensch wurde erhöht, als Christus erniedrigt wurde. Der Mensch kann jetzt zu Gott kommen, nachdem Gott zu den Menschen herabgekommen ist.“

Der Grund für die Feiertage

Zur Weihnachtszeit erinnern wir uns an die Geburt von Jesus, aber er ist kein Baby mehr, das in einer Krippe liegt. Nein, er sitzt im Himmel zur Rechten des Vaters und er wird auf diese Erde zurückkehren, um die Welt in Gerechtigkeit zu richten. Eines Tages werden alle, die den Herrn Jesus Christus ablehnen, vor Gericht stehen. Wenn wir sein erstes Kommen feiern, sollte es uns an die Realität erinnern, dass er wiederkommt. Für diejenigen, die Ihn kennen und lieben, ist diese zukünftige Realität unsere gesegnete Hoffnung. Aber für diejenigen, die ihn im Unglauben ablehnen, ist dies der Höhepunkt jeglicher Angst.

Wenn Jesus niemals geboren worden wäre, hätten wir keine Erlösung von der Sünde, keinen Sieg über den Tod und keinen Mittler zwischen uns und dem heiligen, gerechten, zornigen Gott. Aber wegen seiner Menschwerdung haben wir etwas, das nicht einmal die Engel verstehen können. Wir haben Gnade, Erlösung, Errettung, Heiligung und die Hoffnung der Herrlichkeit des Himmels. Wir haben einen Platz in der Familie Gottes durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus.

Nehmen Sie sich zu Weihnachten Zeit, um über diese theologischen Wahrheiten nachzudenken – und bete denjenigen an, der sich selbst für uns demütigte und der jetzt zur Rechten des Vaters erhoben sitzt.

Frohe Weihnachten und Maranatha!

Übersetzt von tms.edu/blog

Noch nicht verheiratet?

Auszug aus dem Buch „Noch nicht verheiratet

Wir werden uns die Frage stellen, was die Ehe so erstrebenswert macht. Die Wahrheit ist, dass viele von uns aus falschen oder zweitrangigen Gründen nach einer Ehe streben.
Andere sind bereit, komplett auf eine Ehe zu verzichten. Aber Gott schaffte etwas einzigartig und erstaunlich Schönes, als er Mann und Frau zusammenbrachte. Und wir werden niemals „richtig“ daten, solange wir kein umfassendes, klares und durchdringendes Verständnis davon haben, wofür Ehe gedacht ist. In den restlichen Kapiteln werden wir den Diamanten des christlichen Datings langsam drehen und uns anschauen, was diese Art des Datens so gravierend von anderen Arten unterscheidet. Woher weiß ich, ob er der Richtige ist? Wo sollten wir in unserer Beziehung die Grenzen setzen? Was mache ich, wenn sie mit mir Schluss macht? Die Art und Weise, wie wir daten, soll anderen zeigen, dass Jesus real und zuverlässig ist.
Wir streben nach Freude, nicht nach Ehe. Bevor uns irgendjemand in der Ehe glücklich machen kann, müssen wir unsere Herzen bereits einem anderen gegeben haben. Die sicherste Liebe, die völlige Glückseligkeit und die höchste Berufung liegen in Jesus für dich bereit – so wie du bist. Diese Dinge musst du zuerst in ihm suchen und finden. Nur dann wirst du eine glückliche und bedeutungsvolle Ehe führen, sofern Gott dir eines Tages einen Ehemann oder eine Ehefrau zur Seite stellen wird. Und sollte es so sein, dass Gott dies – in seiner Weisheit und seiner unfehlbaren Liebe zu dir – nicht tun wird, dann wirst du dein Leben als Noch-nicht-Verheiratete(r) so viel mehr genießen, als du dir jemals vorstellen kannst, und dieses Leben wird dich mehr erfüllen als jedes Leben, das du ohne Gott hättest finden können.

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Adventsbasteln 2019

Datum: 30.11.2018
Uhrzeit: 14:00-16:00 Uhr
Ort: Havelländer Ring 40, 12629 Berlin
Programm: Lieder – Andacht – Basteln – Werken – Kaffee und Kekse