Aktuelles

Teenie

Die Teenie, das sind alle die schon 13 Jahre geworden sind, aber noch keine 17 Jahre alt sind, treffen sie im jeden Samstag um 11:00 Uhr im Gemeindehaus.

Wir haben jedes Mal Gemeinschaft bei etwas leckerem zu essen, singen dann zusammen Lieder singen, beten und studieren was Gottes Wort zu sagen hat.

Kontaktperson:
Paul Walger
0176 913 277 61


Frische Kraft für Mann und Frau

Ein Leben nach Gottes Plan und zu seiner Ehre ist unser Ziel. Dieser Konferenztag soll frische Kraft, Ermutigung und Unterweisung für das Leben in unseren Rollen als Männer und Frauen in Gesellschaft und Gemeinde geben.

Datum: Samstag, 06.04.2019
Ort: ECG Berlin-Hellersdorf

Hier kostenfrei anmelden

Ablaufplan

  • 09:30 Uhr – Gottes wunderschöne Schöpfungsordnung
  • 11:00 Uhr – Meine Rolle als Mann
  • 12:00 Uhr – Mittagspause
  • 13:00 Uhr – Meine Rolle als Frau
  • 14:15 Uhr – Die Schöpfungsordnung in der Gemeinde

Was erwartet mich?

  • Umfangreicher Büchertisch
  • Köstliches Mittagessen
  • Kinderbetreuung

Weihnachtskonzert 2018

Zu Weihnachten gehört Musik, das können wohl alle bestätigen. Aber worum geht es bei Weihnachten wirklich? Was ist der Sinn von Weihnachten? Jeder ist eingeladen zuzuhören und darüber nachzudenken.

Ein Teil der Musikstücke wird in russischer Sprache und ein Teil in deutscher Sprache sein.

Alle Besucher erwartet ein lecker Punch, Kekse und schöne Gemeinschaft. 
Der Eintritt ist kostenfrei.

Datum: 22.12.2018
Uhrzeit: 17:00-19:00 Uhr
Ort: Havelländer Ring 40, 12627 Berlin-Hellersdorf

Adventsbasteln 2018

Datum: 01.12.2018
Uhrzeit: 13:30-16:00 Uhr
Ort: Havelländer Ring 40, 12629 Berlin
Programm: Lieder – Andacht – Basteln – Werken – Kaffee und Kekse

Stellungnahme zu Scheidung und Wiederheirat

I. Eine grundlegende Definition von Ehe

Bevor man sich dem Thema der Scheidung und Wiederheirat widmet, muss zunächst klargestellt werden, was eine Ehe ist. Diese Herangehensweise lehrt uns Jesus im Umgang mit den Pharisäern. Die Frage der Pharisäer: „Ist es einem Mann erlaubt, aus irgendeinem Grund seine Frau zu entlassen“ (Mt. 19,3) beantwortet Jesus nicht sofort. Zuerst klärt Jesus die Grundlage der Ehe und definiert diese. Im zweiten Schritt definiert Jesus Ehebruch; dann erst geht er zu der Beantwortung der eigentlichen Frage über.
Gott, der Schöpfer, hat sich die Ehe ausgedacht und erschaffen. Die Ehe ist die großartigste aller Gaben Gottes an den Menschen und dient diesem zum Segen, weil es nicht gut ist, „dass der Mensch allein sei“ (1.Mo 2,18). Weil Gott der Urheber der Ehe ist, bestimmt er die Rahmenbedingungen: Gott bestimmt den Zweck sowie die Funktion der Ehe. Innerhalb dieser Grenzen ermutigt Gott den Menschen, die Segnungen und Freuden der Ehe voll und ganz zu genießen. In 1. Mo. 2,24 definiert Gott die Ehe wie folgt: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein.“ Die Ehe ist ein Bund zwischen einem Mann und einer Frau, der das ganze Leben fortbesteht. Dieser Bund wird erst mit dem Tod eines Ehepartners aufgehoben (Röm. 7,2). Gott selbst ist Zeuge eines jeden Ehebundes (Mal. 2,14) und führt zwei unterschiedliche Personen in solch einer Weise zusammen, dass sie zu „einem Fleisch“ werden. Diese von Gott gewirkte Einheit darf der Mensch nicht auflösen (Mt. 19,6). Aus diesem Grund erwartet Gott von jedem der beiden Ehepartner, dass dieser selbstlos jegliche Anstrengung unternimmt, nach Treue zu streben und Treue gegenüber dem Bund aufrecht zu erhalten. Diese Treue wird nicht nur in guten wie in schlechten Zeiten erwartet, sondern sogar wenn einer der beiden Ehepartner ungläubig sein sollte.

II. Eine grundlegende Definition von Ehebruch

Jesus definiert die Grenzen für Ehebruch sehr klar: „Wer sich von seiner Frau scheidet, ausgenommen wegen Unzucht, der macht, dass sie die Ehe bricht. Und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe“ (Mt. 5,21). In Mt. 19,9 kommt ein weiterer Aspekt hinzu: „Wer seine Frau entlässt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe“. Jegliche Untreue innerhalb des geschlossenen Ehebundes ist Ehebruch. Dies trifft zu, wenn man sich von dem Ehepartner scheidet und eine neue Ehe eingeht. Ferner drängt man durch eine unrechtmäßige Scheidung den Ehepartner zum Ehebruch. Schlussendlich wird sogar der Dritte als Ehebrecher angesehen, der einen existierenden Ehebund zwischen zwei Menschen missachtet und einen dieser Parteien heiratet.
Ehebruch wird in den Augen Gottes immer als schwerwiegend angesehen, gleichgültig wie leichtfertig Ehebruch in den Augen der Gesellschaft beurteilt wird. Untreue gegenüber dem Ehebund ist Sünde in den Augen Gottes. Ehebruch zieht das Gericht, die Strafe und den Zorn Gottes nach sich (Heb. 13,4). Ehebrecher werden nicht ins Reich Gottes eingehen (1. Kor. 6,9).
Wir haben bis jetzt festgehalten, dass beide Ehepartner jegliche Anstrengung unternehmen müssen, um nach Treue zu streben und Treue gegenüber dem Ehebund aufrecht zu erhalten. Aber was geschieht, wenn einer der beiden Ehepartner, trotz selbstloser Hingabe, Untreue von dem anderen Ehepartner erfährt? Welche Möglichkeiten bleiben, wenn der zweite Ehepartner dem Bund der Ehe untreu wird? Diese Fragen werden auf den kommenden Seiten beantwortet.

 

III. Scheidung war nie Teil des ursprünglichen Plans Gottes für die Ehe

Gott hasst Scheidung. Er hasst sie, weil sie in jedem Fall Untreue gegenüber dem heiligen Bund der Ehe bedeutet, den zwei Partner vor Gott eingegangen sind, und weil sie schlimme Folgen für beide Partner und ihre Kinder mit sich bringt (Mal. 2,14-16). Die Bibel fordert nie aktiv zu Ehescheidung auf, sondern gestattet diese lediglich wegen der Sünde des Menschen. Weil Scheidung also nur ein Zugeständnis an die Sünde des Menschen und nicht Teil des ursprünglichen Plans Gottes für die Ehe ist, sollen alle Gläubigen Scheidung genauso sehr hassen, wie Gott es tut, und diesen Weg nur dann gehen, wenn es keinen anderen Ausweg gibt. Mit Gottes Hilfe kann eine Ehe selbst die schlimmsten Sünden überstehen.
In Matthäus 19,3-9 lehrt Christus eindeutig, dass Scheidung ein Zugeständnis an die Sünde des Menschen ist und dadurch Gottes ursprüngliche Absicht der intimen Einheit und Dauerhaftigkeit des Ehebundes verletzt wird (1. Mo. 2,24). Er lehrt, dass Gottes Gesetz Scheidung nur wegen der „Herzenshärtigkeit“ der Menschen erlaubt hat (Mt. 19,8). Eine gesetzmäßige Scheidung ist ein Zugeständnis an den treuen Partner aufgrund der sexuellen Sünde seines untreuen Partners oder wegen des Verlassenwerdens durch diesen, so dass der treue Partner nicht länger an die Ehe gebunden ist (Mt. 5,32; Mt. 19,9; 1. Kor. 7,12-15). Obwohl Jesus tatsächlich gesagt hat, dass eine Scheidung in bestimmten Situationen zulässig ist, dürfen wir nicht vergessen, dass die ursprüngliche Absicht Jesu in dem Gespräch mit den Pharisäern nicht darin bestand, Scheidung zu legitimieren. Vielmehr war sein Gespräch eine Zurechtweisung der Pharisäer, die meinten, sich „aus irgendeinem Grund“ (Mt. 19,3) scheiden zu können. Ferner wollte Jesus ihnen aufzeigen, wie schwerwiegend es ist, eine sündhafte Scheidung zu betreiben. Darum soll der Gläubige niemals Scheidung in Erwägung ziehen, außer unter bestimmten Umständen (siehe nächster Abschnitt), und selbst unter diesen Umständen sollte man die Scheidung nur sehr zurückhaltend erwägen, falls es keinen anderen Ausweg gibt.

Mt. 19,3-9: Da traten die Pharisäer zu ihm, versuchten ihn und fragten ihn: Ist es einem Mann erlaubt, aus irgendeinem Grund seine Frau zu entlassen? 4 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf 5 und sprach: »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; und die zwei werden ein Fleisch sein«? 6 So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! 7 Da sprachen sie zu ihm: Warum hat denn Mose befohlen, ihr einen Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen? 8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch wegen der Härtigkeit eures Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen. 9 Ich sage euch aber: Wer seine Frau entläßt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

IV. Die Gründe für eine Scheidung

Die einzigen Gründe die das Neue Testament für Scheidung nennt, sind (a) sexuelle Sünde des Ehepartners oder (b) Verlassenwerden durch den ungläubigen Ehepartner.
Den ersten Grund, für eine rechtmäßige Scheidung beschreibt Jesus in Matthäus 5,32 und 19,9; sie wird gelegentlich auch als die sog. „Ausnahmeregel“ bezeichnet: „Ich sage euch aber: Wer seine Frau entlässt, es sei denn wegen Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe“ (Mt.19,9). Jesus gebraucht das griechische Wort porneia das in den deutschen Übersetzungen mit Unzucht (SCHL2000), Hurerei (ELB), Untreue (NGÜ) oder Ehebruch (LUT84) übersetz wurde. Porneia beschreibt jede unrechtmäßige sexuelle Tätigkeit (d.h. jede sexuelle Aktivität, die nicht im Rahmen der Ehe praktiziert wird). Es ist ein allgemeiner Ausdruck, der sexuellen Sünden wie Ehebruch, Homosexualität, Sodomie und Inzest umfasst. Wenn ein Partner die Einheit und Intimität einer Ehe durch sexuelle Sünde verletzt und dadurch sein Eheversprechen bricht, befindet sich der treue Partner in einer extrem schwierigen Situation. Wenn alle Mittel und Wege, den sündigenden Partner zur Buße zu bewegen, ausgeschöpft sind, erlaubt die Bibel, dass der treue Partner sich scheiden lassen kann (Mt. 5,32; 1. Kor. 7,15).
Der zweite Grund für eine zulässige Scheidung betrifft die Fälle, in denen ein ungläubiger Ehepartner nicht mehr mit dem gläubigen Ehepartner zusammenleben möchte (1. Kor. 7,12-15). Weil Gott uns „in Frieden […] berufen“ hat (Vers 15), ist Scheidung erlaubt und kann in solchen Situationen das Beste sein. Wenn ein ungläubiger Ehepartner gehen möchte, kann der Versuch, ihn oder sie in der Ehe zu halten, zu noch größeren Spannungen, Konflikten und Sünde führen. Auch wenn der ungläubige Ehepartner die eheliche Gemeinschaft endgültig verlässt, aber nicht bereit ist, die Scheidung einzureichen – vielleicht wegen seines Lebensstils, aus Verantwortungslosigkeit oder um Unterhaltszahlungen zu umgehen – dann befindet sich der gläubige Ehepartner in einer Situation, die es ihm unmöglich macht rechtliche und moralische Verpflichtungen aufrecht zu erhalten. Weil „der Bruder oder die Schwester in solchen Fällen nicht gebunden“ (1. Kor. 7,15) und darum nicht länger verpflichtet ist, verheiratet zu bleiben, kann der Gläubige die Scheidung einreichen, ohne fürchten zu müssen, dass sein Handeln Gott missfällt.

V. Die Möglichkeit der Wiederheirat

Wiederheirat ist dem treuen Partner nur dann gestattet, wenn die Scheidung auf biblischer Grundlage basierte. Eine Scheidung auf biblischer Grundlage macht vielmehr deutlich, dass der treue Partner frei ist, wieder zu heiraten, aber nur gemäß dem Willen Gottes (Mt. 19,9; Röm. 7,1-3; 1. Kor. 7,27-28.39).
Wer sich aus irgendeinem anderen Grund scheiden lässt, hat gegen Gott und gegen seinen Partner gesündigt; für solche bedeutet eine Wiederheirat „Ehebruch“ (Mk. 10,11-12). Darum sagt Paulus, dass eine gläubige Frau, die sich aus sündhaften Gründen hat scheiden lassen, unverheiratet bleiben oder sich mit ihrem Mann versöhnen soll (1. Kor. 7,10-11). Wenn sie für ihre Sünde der unbiblischen Scheidung Buße tut, wird sie als wahre Frucht dieser Buße Versöhnung mit ihrem früheren Ehemann suchen (Mt. 5,23-24). Das gleiche gilt für einen Mann, der sich aus unbiblischen Gründen hat scheiden lassen (1. Kor 7,11). Die einzige Ausnahme für eine Wiederheirat mit einer anderen Person ist, wenn der frühere Ehepartner heiratet, sich als Ungläubiger herausstellt oder stirbt. In diesen Fällen ist eine Wiederheirat nicht mehr möglich.
Die Bibel mahnt jeden zur Vorsicht, der eine Heirat mit einer geschiedenen Person in Erwägung zieht. Wenn die Scheidung nicht auf biblischer Grundlage basierte und die Verantwortung zur Versöhnung noch besteht, dann wird die Heirat mit einer geschiedenen Person als Ehebruch betrachtet (Mk. 10,12).

VI. Die Rolle der Gemeinde

Gläubige, die eine Scheidung auf unbiblischer Grundlage betreiben, müssen der Gemeindezucht unterzogen werden, weil sie dem Wort Gottes ungehorsam sind. Wer eine unbiblische Scheidung durchsetzt und anschließend wieder heiratet, ist des Ehebruchs schuldig, weil Gott die ursprüngliche Scheidung nicht gestattet hat (Mt. 5,32; Mk. 10,11-12). Die betreffende Person unterliegt der Gemeindezucht, wie sie in Matthäus 18,15-17 dargelegt wird. Wenn ein bekennender Christ den Ehebund bricht und sich während des Prozesses der Gemeindezucht weigert, Buße zu tun, dann gibt die Bibel die Anweisung, dass er oder sie aus der Gemeinde ausgeschlossen und wie ein Ungläubiger behandelt werden soll (Vers 17). Wenn die Gemeindezucht dazu führt, dass der ungehorsame Ehepartner als Ausgeschlossener oder Ungläubiger betrachtet wird, dann ist der treue Partner frei, sich scheiden zu lassen, analog zu dem Fall in 1. Kor. 7,15, wo ein ungläubiger Ehepartner nicht mehr mit dem Gläubigen zusammenleben möchte. Vor einer solchen Scheidung sollte man jedoch ausreichend Zeit lassen, damit der untreue Ehepartner infolge der Gemeindezucht die Möglichkeit hat zurückzukehren.
Die Leitung der örtlichen Gemeinde soll geschiedenen und alleinstehenden Gläubigen helfen, ihre Situation von der Bibel her zu verstehen, vor allem dann, wenn die angemessene Anwendung biblischer Lehre nicht verstanden zu sein scheint. Die Gemeindeleitung könnte zum Beispiel entscheiden müssen, ob einer oder beide der früheren Ehepartner zum Zeitpunkt ihrer zurückliegenden Scheidung wirklich als Gläubige angesehen werden konnten, da sich dies bei der Anwendung biblischer Prinzipien auf ihr jetzige Situation auswirken würde (1. Kor. 7,17-24). Weil Menschen häufig aus anderen Gemeinden kommen oder in andere Gemeinden wechseln und viele dieser Gemeinden keine Gemeindezucht praktizieren, kann es für die Gemeindeleitung notwendig werden, zu entscheiden, ob der getrenntlebende oder frühere Ehepartner eines Gemeindemitglieds jetzt als Christ betrachtet oder wegen anhaltenden Ungehorsams als Ungläubiger behandelt werden soll. Dies würde sich in einigen Fällen ebenfalls auf die Anwendung der biblischen Prinzipien auswirken (1. Kor. 7,15; 2. Kor. 6,14).

VII. Scheidung vor der Bekehrung

Gemäß 1. Korinther 7,20-27 erfordert die Rettung keinen bestimmten sozialen Status oder Familienstand. Deshalb fordert der Apostel Paulus die Gläubigen auf, zu verstehen, dass Gott die Umstände, in denen sie sich zum Zeitpunkt ihrer Bekehrung befinden, in seiner Vorsehung zulässt. Wenn sie als Verheiratete berufen werden, dann sollen sie keine Scheidung anstreben (obwohl Scheidung auf biblischer Grundlage erlaubt sein kann). Wenn sie als Geschiedene berufen werden und sich nicht mit ihrem früheren Ehepartner versöhnen können, weil dieser ungläubig bleibt oder wieder geheiratet hat, dann sind sie frei entweder ledig zu bleiben oder einen anderen Gläubigen zu heiraten (1. Kor. 7,39; 2. Kor. 6,14; 1. Tim. 5,14).

VIII. Buße und Vergebung

In den Fällen, in denen zwei Gläubige sich auf unbiblischer Grundlage scheiden lassen, müssen sie alleinstehend bleiben oder sich versöhnen (1. Kor. 7,10-11). Wenn einer oder beide Partner später Buße tun, wird zum Zeitpunkt der Buße die Gnade Gottes wirksam. Dies beinhaltet die Bereitschaft, Versöhnung mit dem früheren Ehepartner zu suchen. Wenn jedoch keine Versöhnung möglich ist, müssen sie alleinstehend bleiben. Unter gewissen Umständen kann es zu anderen Schlussfolgerungen kommen. Wenn jedoch keine Versöhnung möglich ist, weil der frühere Ehepartner wieder geheiratet hat, dann kann der Gläubige, dem Gott vergeben hat, unter der fürsorglichen Leitung und dem Rat der Gemeindeleitung eine neue Beziehung eingehen.
In den Fällen, in denen ein Gläubiger eine Scheidung auf unbiblischer Grundlage durchsetzt und wieder heiratet, ist er der Sünde des Ehebruchs schuldig, bis er diese Sünde bekennt (Mk.10,11-12). Wenn jemand Buße tut, vergibt Gott die Sünde sofort – nirgendwo in der Bibel wird etwas Gegenteiliges gesagt. Von diesem Zeitpunkt an soll der Gläubige die bestehende Ehe fortführen.

IX. Relevante Bibelstellen zu dem Thema Scheidung und Wiederheirat

5. Mose 24,1-4
Maleachi 2,16
Maleachi 5,31-32
Matthäus 19,3-12
Markus 10,2-12
Lukas 16,18
1. Korinther 7,10-16 u. 39-40
Römer 7,2-3

Bekräftigungen und Ablehnungen der Lehre von der Errettung des Menschen

Die Schrift lehrt zwei Wahrheiten, die für uns Menschen widersprüchlich erscheinen: Gott ist souverän, und der Mensch ist verantwortlich. Weil unsere begrenzte menschliche Logik diese beiden Aussagen nicht auf einen Nenner bringen kann, besteht die konkrete Gefahr dieses Spannungsfeld zum Vorteil der einen Seite und auf Kosten der anderen Seite aufzulösen. Die Schrift lehrt jedoch beide Wahrheiten gleichwertig. Das bedeutet, dass dieser, für uns Menschen scheinbar existierende Widerspruch, bei Gott gar nicht existiert.
Die folgenden Artikel der Bekräftigung und Ablehnung sollen dazu dienen, Klarheit zu schaffen über richtige biblische Aussagen und falsche logische Folgerungen.

Aus dem Glaubensbekenntnis der ECG Hellersdorf. Thema: „Gott der Vater“:

„Er ist in der Schöpfung, der Erlösung und seinem Ratschluss uneingeschränkt (Ps. 103,19; Jes. 46,9-11; Röm. 11,36; Eph. 1,11; Jak. 1,18). … Fortwährend lenkt und regiert Er alle Geschöpfe und Ereignisse (1. Chr. 29,11-12). In seiner Allmacht ist Gott weder der Urheber noch der Befürworter von Bosheit und Sünde. Er hasst die Sünde (Hab. 1,13; Jak. 1,13-15; Joh. 8,38-47). Er vermindert die Verantwortung der intelligenten Geschöpfe für die Sünde nicht (Röm. 1,18-20).
In seiner Gnade hat Gott, der Vater, vor der Schöpfung seine Kinder für die ewige Rettung erwählt, die sein Eigen sein sollen (Eph. 1,4-6; Apg. 13,48). Er vergibt die Sünden allen, die durch Jesus Christus zu ihm kommen, und ist der Vater der erlösten Sünder (Joh. 1,12; Röm. 5,8-9; Röm. 8,15; Heb. 12,5-9).“

Artikel der Bekräftigungen und Ablehnungen

Artikel I

Wir stimmen überein, dass der Mensch, aufgrund seiner Verdorbenheit, Verblendung und Versklavung unter der Sünde, seine Errettung und Wiedergeburt nicht bewirken kann (Röm. 3,10-11; Rö. 6,17.20; 2. Kor 4,3-4; Eph. 2,1-9).
Wir lehnen ab, dass der Mensch für sein Handeln nicht zur Verantwortung gezogen wird (z.B. 1. Kor. 6,9-10, Röm. 1).

Artikel II

Wir stimmen überein, dass jeder Mensch die volle Verantwortung und Verpflichtung hat Buße zu tun und zu Glauben, um gerettet zu werden (Mk. 1,15; Apg. 17,30).
Wir lehnen ab, dass das souveräne Handeln Gottes in der Errettung die Verantwortung des Menschen in jeglicher Weise mindert (z.B. Apg. 16,14.30-33; Apg. 17,30).

Artikel III

Wir stimmen überein, dass die Errettung vollständig das Werk Gottes ist (von Anfang bis zum Ende), und der Mensch zur selben Zeit aufgefordert wird sich durch Buße von der Sünde abzuwenden und sich im Glauben an Christus zu wenden (Heb. 5,9; Heb. 12,2; Röm. 10,12-13).

Artikel IV

Wir stimmen überein, dass niemand zu Jesus kommen kann, es sei denn es ist ihm vom Vater gegeben (Joh. 6,37.44.65; Kol. 1,2).
Wir lehnen ab, dass ein Mensch wahrhaft Buße tun will, es aber nicht kann, oder sie ihm von Gott verwehrt wird (Joh. 6,35.47).
Die Folgerung ist unbiblisch. Die biblische Aussage ist, dass niemand sich zu Gott wenden will (Röm. 3,5-20), obwohl jeder Mensch ihn in der Natur und in seinem Gewissen erkennen kann (Röm. 1,18-21).
Die Ausdrucksform die wir verwenden wollen ist, dass niemand Gott sucht, noch zu ihm kommen will (im Gegensatz zu „keine Chance haben“). Gott aber ist es der begnadigt und errettet.
Wir lehnen ab, dass Gott schuld sei, wenn ein Mensch verloren geht (1. Tim 2,4-6; Mt. 23,27; Joh. 3,18).

Artikel V

Wir stimmen überein, dass Gott will, dass alle Menschen gerettet werden; und dass dies ein ernsthaftes, echtes Angebot und ein Aufruf Gottes ist. (Röm. 10,20-21; Lk. 19,41; Mt. 23,37). Darüber hinaus gebietet Gott allen Menschen an allen Orten Buße zu tun (Apg. 17,30).
Wir lehnen ab, dass Gott Menschen zur Verdammnis erwählt (1. Tim. 2,4-6).

Artikel VI

Wir stimmen überein, dass die Lehre der Erwählung zum Heil vorrangig eine Wahrheit für Gläubige ist.
Die Bibel spricht hauptsächlich zu Gläubigen über dieses Thema mit dem Ziel der Anbetung, der Einheit und des Trostes (Eph. 1; 1. Pet. 1,2-6). Jedoch nennt Jesus auch die Themen deutlich in seiner Predigt an die gesamte Volksmenge (Joh. 3; 6,36-37.44; Lk. 10).
Wir vermeiden im Gespräch mit Ungläubigen Erwählung und Nicht-Erwählung zur Diskussion zu stellen. Der Aufruf der Bibel an Ungläubige ist deutlich: „Tut Buße und glaubt!“

Artikel VII

Wir stimmen überein, dass Abfall möglich ist und Scheinglauben offenbart (2. Tim. 4,10; Lk. 22,3-6; Joh. 6:60-66).
Wir lehnen ab, dass ein wahrer Gläubiger abfallen kann (Joh. 10:27-30; Röm. 8:35-39).
Christen in fortlaufendem Ungehorsam/Sünde sprechen wir keine Heilsgewissheit zu, sondern rufen sie zur Umkehr auf (Römer 6). Argumentationen aufgrund von Erfahrungen mit Menschen die gläubig schienen und dann abgefallen sind, geben wir kein Gewicht.

Artikel VIII

Wir stimmen überein, dass das stellvertretende Opfer und Blut Jesu Christi all denen zugerechnet und wirksam wird, die es im Glauben annehmen (Heb. 9,28; Mk. 10,45; Mk. 14,24).
Wir lehnen ab, dass das stellvertretende Opfer und Blut Jesu Christi, nicht für die Errettung aller Menschen ausreichen würde (Heb. 10).

Artikel IX

Wir stimmen zu, dass wir anhaltend evangelisieren und für die Rettung von Menschen beten müssen, denn der Glaube kommt aus der Verkündigung (Röm. 10,17).

Abschließende Bemerkungen

Da die erörterten Aussagen häufig mit falschen Rückschlüssen verbunden sind (z.B. Röm. 9,20), müssen wir in unseren Gesprächen und Predigten diese möglichen Rückschlussfragen der Zuhörer aufgreifen und klarstellen.
Gott verursacht alle Dinge die geschehen. Er tut dies aber in einer Art und Weise, dass er dabei unsere Fähigkeit aufrechterhält, willentlich verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen; Entscheidungen, die reale und ewige Folgen haben und für die wir persönlich verantwortlich gemacht werden.
Wie genau Gott die Kontrolle seiner bestimmenden Vorsehung mit unseren willentlichen und nachhaltigen Entscheidungen miteinander in Einklang bringt, erklärt uns die Bibel nicht. Doch anstatt den einen oder den anderen Aspekt zu leugnen (einfach weil wir nicht erklären können, wie beides zutreffend sein kann), sollten wir beide Wahrheiten in dem Bemühen akzeptieren, der Lehre der ganzen Bibel gerecht zu werden.
Sehr treffend fasst D. A. Carson das Spannungsfeld zwischen der Souveränität Gottes und der menschlichen Verantwortung zusammen:
Gott ist absolut souverän, doch seine Souveränität hat in der Bibel nie die Funktion, die menschliche Verantwortung einzuschränken.
Menschen sind verantwortliche Geschöpfe — das heißt, sie treffen Entscheidungen, sie glauben, sie sind ungehorsam, sie antworten, und ihre Entscheidungen haben moralisches Gewicht. Doch menschliche Verantwortung hat in der Bibel nie die Funktion, Gottes Souveränität zu schmälern oder Gott absolut willkürlich zu machen.1
Diese Bekräftigungen und Ablehnungen der Lehre von der Errettung des Menschen wurden 2018 von den Ältesten und dem Leitungskreis der ECG Berlin-Hellersdorf (www.ecg.berlin) erarbeitet.

Freizeitheim Wollin

Wollin (Penkun) befindet sich gut eine Autostunde nördlich von Berlin an der Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Freizeitgelände befindet sich ein alter Dreiseitenbauernhof. Das gesamte Areal umfasst ca. 7.400 qm. Es liegt gegenüber dem Dorfsee und der Dorfkirche Wollin, welche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammt.
Das bis vor kurzem bewohnte Haupthaus mit zwei Hauseingängen wird zum Gästehaus. Die große Scheune soll als Veranstaltungsraum genutzt werden und die alten Ställe und Nebengebäude sollen zu Aufenthaltsräumen und Mehrbettzimmern umgebaut werden.

Mehr Infos sind auf der Webseite selbst zu finden: www.freizeitheim-wollin.de

Kontakt

Pastor Johann Friesen
Tel: 0176 103 278 19

Rückblick und Zukunftsaussicht der ECG Hellersdorf

Die ECG Hellersdorf begann 2001 die Gemeindearbeit mit 29 Mitgliedern. 2008 waren wir ca. 120 Mitglieder und durften die Gemeindegründung Spandau mit Familie R. Arzer aussenden. 2016 waren wir 171 Mitglieder und sandten 23 Mitglieder zur Gemeindegründung Eckstein mit Familie Bartholomä und Familie Andresen aus. Neben den Gemeindegründungen unterstützen wir in Gebet, Partnerschaft und Gaben unsere Kindermissionarin Sweta Rabokon seit 2007, die Gemeindegründung Turbenthal bei Zürich mit Familie Manten seit 2015 und Familie Hodzi als Missionare für Pastorentraining und Waisenarbeit in Simbabwe seit 2016. Seit 2002 dürfen wir auch Gastgeber für den ersten Standort der Bibelschule EBTC Europäisches Bibel Trainings Centrum sein und somit bis 2018 an der Zurüstung von über 1000 Bibelschülern aus ganz Europa mitwirken. Wir durften in Gottes Gnade 2001 das Objekt am Havelländer Ring erwerben und bis 2015 abbezahlen.

Wir haben einen Großen Gott! Und wollen in den Lobpreis von Paulus in Römer.. 11,36 einstimmen:

“Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen.”

In allem gebührt IHM die Ehre und wir möchten weiter im geistlichen Reich Gottes mitarbeiten und uns treu erweisen in allem was der Herr uns anvertraut wie Paulus es sagte:

„Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Gedeihen gegeben. So ist also weder der etwas, welcher pflanzt, noch der, welcher begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. Der aber, welcher pflanzt und der, welcher begießt, sind eins; jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen entsprechend seiner eigenen Arbeit.“ 1. Korinther 3,6–8.

Frauenfrühstück am 28. April

Termin: 28. April 2018

Uhrzeit: 9:00 Uhr

Ort: ECG Berlin-Hellersdorf, Havelländer Ring 40, 12629 Berlin

Familie Fletcher ist eine Pastorenfamilie mit 4 Kindern die in Santa Rosa (Kalifornien) leben.
Karl ist Pastor einer örtlichen Gemeinde, und studiert nebenher am Master’s Seminary (D.Min). Kerstin ist Hausfrau und Mutter, unterstützet die Gemeindearbeit wo sie nur kann und malt nebenher Bilder.
Kerstin’s Eltern stammen ursprünglich aus Deutschland und sind sehr früh nach Amerika ausgewandert. Kerstin versucht alle zwei Jahre mit den Kindern nach Deutschland zu reisen um Freunde und Verwandte zu besuchen und um die deutschen Sprachkenntnissen fit zu halten.
In dem Vortrag den Kerstin Fletcher beim Frauenfrühstück halten wird will sie deutlich machen wie sehr wir abhängig sind von dem Herrn und seiner Gnade in unserem Leben.
Anhand ihres persönlichen Zeugnisses und den kürzlich durchlebten Prüfungen durch die sie als Familie durchgegangen sind will sie den Frauen nahe bringen wie nichtig und vergänglich materielle Güter auf Erden sind, und dass unsere große Hoffnung, Zuversicht und Hort, allein unser Herr Jesus Christus ist, wo unser wahres Zuhause zu finden ist.