Aktuelles

Missionsabend am 14.08

Zeugnisse und Berichte mit Familie Ebel, die mit Ethnos360 (früher NTM) in Papua-Neuguinea dienen.

Wann? Freitag, den 14.August um 18:0
Wo? ECG Berlin-Hellersdorf
Kosten? Kostenlos
Wer? Alle sind eingeladen.

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Es ist soweit! Die App zum hören der Predigten, Gemeindeseminare und die Jugendstunden steht im iTunes Store zum Download bereit. Die Funktionen beinhalten ein offline verfügbar machen, so dass ihr euer mobiles Datenvolumen nicht aufbrauchen müsst. Wochenblätter können heruntergeladen werden. Auch kann man auf die Gemeindelisten nach einer Anmeldung zugreifen.

Der Livestream unserer Gottesdienste kann direkt in der App verfolgt werden.

Übrigens könnt ihr alle Predigten und Seminare auch als Podcast in iTunes finden. Sucht einfach nach „ECG Berlin“. Gottes Segen beim Hören und Handeln nach Gottes Wort. Oder hier für die deutschen Predigten klicken.

Die herzliche Aufforderung zur Umkehr

„Buße“. Welcher Tonfall fällt dir ein, wenn du dieses Wort liest? Welche Mimik stellst du dir vor? Welche Gedanken kommen dir? Manche empfinden die Botschaft der Buße als hart oder unfreundlich. Vielleicht stellst du dir wütende Männer mit Schildern vor, auf denen „Kehre um oder verbrenne!“ steht und die von Straßenecken und Universitätsgeländen schreien. Und leider ist ein solcher Ruf nicht ganz ungerechtfertigt. Es gibt moderne, selbsternannte Straßenprediger und apokalyptische Propheten, die Härte als Abzeichen der Ehre tragen. Ihr Ton und ihre Lautstärke vermitteln Hass und Verurteilung. Aber ist das die biblische Bild der Buße?

„Tut Buße“ war die Botschaft von Johannes des Täufers (Mt 3,2) – ein Mann mit Kamelhaaren, mit einem braunen Ledergürtel um die Taille und einer Kost aus Heuschrecken und Honig zum Frühstück … wahrscheinlich auch zum Mittag- und Abendessen. Ein rauher Typ mit Ecken und Kanten. Ein Mann der Wildnis. Ein Mann, den Gott gesandt hat, um den Weg des Messias zu bereiten. Er warnte vor dem kommenden Zorn. Er züchtigte die religiösen Heuchler. Und er forderte das Bekenntnis der Sünder. Er hatte keine Angst vor der Konfrontation, die mit einem solchen Dienst unweigerlich einhergeht. Aber verfolgte er die Konfrontation zielstrebig? „Tut Buße“ war die Botschaft Jesu Christi, als er seinen Predigtdienst in Galiläa begann (Matthäus 4,17). Mehr als jeder andere Botschafter des Neuen Testaments warnte er vor dem Zorn Gottes und den Schrecken der Hölle. Den religiösen Heuchlern begegnete er mit gerechter Entrüstung. Und er kippte sogar Tische um und ließ eine Peitsche aus Schnüren knallen. Jesus fehlte es nicht an Kühnheit. Aber mehr als jeder andere Prediger, der das Wort „Buße“ ausspricht, war Jesus ein sanfter und demütiger Mann (Matthäus 11,29). Er hatte Mitleid mit den Sündern wie mit verlorenen Schafen. Er wollte sie sammeln, wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel sammelt. Und er war ihnen gegenüber so freundlich geneigt, dass andere ihn einen „Freund der Sünder“ nannten (Lukas 7,34). Deshalb muss die Verkündigung der Buße mit der Zärtlichkeit des Erlösers vereinbar sein.

Ein Aufruf und eine Einladung

Es stimmt, dass der Aufruf zur Reue die Menschen in ihrer Sünde konfrontiert und sie dazu auffordert, sich von ihrem Weg abzuwenden und eine ganz andere Richtung einzuschlagen. Versagen, Fehlverhalten und Schuldgefühle werden in der Buße aufgedeckt. Sie verlangt einen Sinneswandel, der so vollständig ist, dass er zu einem völlig anderen Lebensstil führt. Eines der Worte, die im Alten Testament oft mit „bereuen“ übersetzt werden, enthält das Gefühl der Reue, einen Ausdruck der Trauer über erkannte Fehler. Dieses emotionale Antlitz wird oft von Sack und Asche begleitet, als äußere Zeichen der inneren Klage (Hiob 42,6). Buße bringt Scham und Erniedrigung (Jer 31,19). Buße ist kein angenehmes Unterfangen.
Aber Buße verspricht auch einen besseren Weg. Ob man sich seine Pläne, Zuneigungen, Wünsche oder Entscheidungen „umdreht“, das Gebot zur Buße ist eine Einladung zum Leben. Zum Leben in Freude und Freiheit. Eine Einladung zu lieben, was ehrbar und schön ist. Zu wollen, was richtig ist. Und auf den einzigen Jesus zuzugehen, der alle Gefühle der Reue beseitigen kann. „Buße“ ist ein Aufruf, die Herrlichkeit Gottes in alle Ewigkeit zu genießen.
Daher ersetzt Freude die Trauer, die im Aufruf zur Buße ist. Die in Gottes Wort verkündete Botschaft der Buße ist eine dringende, aber gnädige Bitte, die Sünde aufzugeben. Das Wort sollte keine zornigen Schreie der Verdammnis auslösen. Es sollte die offenen Arme unseres liebenden Herrn ausstrahlen, der die Müden und Schwerbeladenen zum „Kommen“ aufrief (Matthäus 11,28-29). Buße ist eine herzliche Einladung, die die Gewichtigkeit einer göttlichen Ermahnung trägt. Denn letztlich ist Buße eine Botschaft, die von einem gnädigen und heiligen Gott gesandt wird.

Eine Botschaft der liebevollen Konfrontation

Ein aussagekräftiges Bild, das hinter Gottes Forderung nach Buße steht, findet sich im Buch Hosea. In Form eines prophetischen Dramas wird Israel als eine ehebrecherische Ehefrau dargestellt. Sie gibt ihre Ehe auf, wendet sich der Hurerei zu und schreibt ihren Liebhabern sogar die laufende Versorgung ihres Mannes zu. Sie ist der Inbegriff von Untreue. Ihre Handlungen sind nichts anderes als eklatanter Verrat an ihrem Bund. Und schließlich findet sie sich auf dem Markt wieder, wo sie als Sklavenfrau verkauft wird. Doch inmitten des Ehekraches schreit die Stimme Gottes:

„Weist eure Mutter zurecht; weist sie zurecht – denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann –, damit sie ihre Hurerei von ihrem Angesicht wegschaffe und ihre Ehebrecherei von ihren Brüsten!“ (Hosea 2,4).

Dies ist eine barmherzige Einladung an sein Volk, nach Hause zurückzukehren – um ihrem Götzendienst abzusagen und die Ausschweifungen zu beseitigen. Sünder können nicht sowohl geistlichen Ehebruch als auch die Vereinigung mit einem heiligen Gott haben. Als loyaler Ehemann nutzt Gott seinen Einfluss, um bei seiner Frau zu flehen. Er benennt ihre Sünden, bietet ihr aber auch die Gelegenheit, sie aufzugeben. Derselbe, der seine Geliebte diszipliniert, spricht freundlich zu ihr mit Worten der Erneuerung und Wiederherstellung (Hosea 2,16ff). Der Aufruf zur Buße ist eine mitfühlende Bitte, zur Freude über eine rechte Beziehung zu Ihm zurückzukehren. Es ist ein Schrei des Gläubigen, der sich nach dem Wiedersehen mit Seiner Braut sehnt. Die Buße ist eine liebevolle Konfrontation.

Eine Botschaft der treuen Warnung

Ein anderer Kleiner Prophet, Joel, predigte die Botschaft der Buße einem Volk, das in Sünde verharrt und sich dem göttlichen Gericht stellen muss. Seine prophetische Ermahnung lässt sich wie folgt zusammenfassen „Tut Buße, denn der Tag des Herrn ist nahe.“ Eine synonyme Aussage zu den Erklärungen von Johannes des Täufers und Jesus: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ Joels Dienst kam im Gefolge einer verheerenden Heuschreckenplage – eine Demonstration des Zornes Gottes gegen ihre Sünde. Aber das war nur ein Vorgeschmack auf das, was am eschatologischen Tag des Zorns kommen sollte. Der Tag des Herrn würde Verwüstung bringen, wenn eine mächtige Armee über ihr Land und ihre Häuser hinwegfegt, so wie sich die Heuschrecken über ihre Felder und Weinberge ergossen haben. Und die schrecklichste Realität dieser Warnung war, dass Jahwe selbst die Anklage gegen sein rebellisches Volk anführen würde: „Wer kann das ertragen?“ (Joel 2,11).
Dann, inmitten der schärfsten aller Warnungen, öffnet Jahwe erneut seine Arme:

Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehrt um zu mir von ganzem Herzen, mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen! Zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider, und kehrt um zu dem HERRN, eurem Gott; denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und von großer Gnade, und das Übel reut ihn. (Joel 2,12-13).

Kurz bevor das letzte Sandkorn durch die Öde der Sanduhr fällt, bleibt noch eine Stunde Zeit zur Umkehr.

Eine Einladung zur Umkehr

Dieser Aufruf zur Buße ist weder trivial noch leicht. Er ist nicht ohne durchdringende Forderungen. Der Sünder muss tiefe Reue über die Sünde zeigen. Die innere Weihe muss in der Bereitschaft zum Verzicht auf äußere Nahrung zum Ausdruck kommen. Kommentator Allen Ross stellt fest: „Prophetische Anweisungen, ein Fasten zu verkünden, waren fast gleichbedeutend mit einem Aufruf zur Buße … denn es ist schwierig, sich auf geistige Angelegenheiten zu konzentrieren, während man sich körperlichen Vergnügungen hingibt. Aber körperliche Demonstrationen reichen kaum aus. Gottes Volk muss mit gebrochenem Herzen zu Ihm kommen, buchstäblich „das Herz in Stücke reißen „. Während das Zerreißen der eigenen Kleider ein rituelles Symbol der Buße war, ist ein zerrissenes Herz der Beweis für echten Wandel. Oberflächliche Geständnisse reichen nicht aus.

Joel wiederholt die Ermahnung zur Buße in Vers 13: „Kehr zurück zu Jahwe, deinem Gott“. Doch dann fügt er den motivierenden Anreiz hinzu: „Denn er ist gnädig und mitfühlend, langsam im Zorn, reich an Liebenswürdigkeit und lässt dem Bösen freien Lauf“. Die Botschaft der Buße ist eng mit der treuen Liebe Gottes zu seinem Volk verbunden. In Anlehnung an die Selbstoffenbarung Gottes aus 2.Mose 34,6-7 hebt Joel seine Gnade, Barmherzigkeit und Liebe hervor und vergrößert seine Bereitschaft zur Vergebung. Das ist kaum eine harte und hasserfüllte Botschaft der Verdammnis.

Eine Botschaft aus dem Herzen Gottes

So sehr der Ruf zur Buße der Sündhaftigkeit entgegensteht, so sehr fördert er auch die Heiligkeit. Es geht nicht nur darum, wogegen Gott ist, sondern auch wozu er da ist. Es ist nicht nur eine Botschaft, die nur konfrontiert, sondern auch eine, die verspricht. Es geht nicht nur um Gottes Zorn, sondern sie wird von seiner Gnade angefacht. Paulus argumentiert in Römer 2,4, dass die Güte des Herrn dazu bestimmt ist, Sünder zur Buße zu führen. Wenn Gott Güte zeigt, um die Sünder zu zwingen, sich von der Sünde abzuwenden, dann muss „Buße“ ein Wort des Wohlwollens sein, nicht der Bosheit.
Wenn wir den Ruf zur Umkehr hören, sollten wir ihn mit Dankbarkeit annehmen. Gott verbreitet Gnade in seinem Angebot, sich von der zerstörerischen Ausmaß der Sünde abzuwenden und zu ihm zurückzukehren. Wenn wir die Botschaft der Buße verkünden, müssen wir darauf achten, dass wir dasselbe Mitgefühl vermitteln, das unser Erlöser für die Sünder hatte. Niemand wird jemals zu einem echten Verzicht auf sündige Begierden unter Druck gesetzt. Lasst „Buße tun“ ein ehrfürchtiger und feierlicher Ruf sein, der jedoch die einladenden Arme eines wartenden Erlösers ausstreckt.

Von Jeremy Peters. Übersetzung von dem Artikel „The Sweet Summons of Repentance“ auf tms.edu

Hilfsprojekt in Berlin

Marzahn-Hellersdorf gilt als einer der größten Brennpunkte in Berlin. Problemfamilien, Kriminalität und Armut wird mit dem Bezirk in Assoziation gebracht. Seit mehreren Jahren sind wir als christliche Gemeinde mit unseren Angeboten und Aktivitäten in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg unterwegs. Unter anderem führen wir regelmäßig Kinder- und Jugendfreizeiten und Camps durch. Unser Ziel ist es eine außerordentliche Gemeinschaft zu bilden, in der man Nächstenliebe erlebt.
Aufgrund von Armut werden Kinder und Jugendliche oft in der Schule und im Bekanntenkreis ausgegrenzt. Wir kämpfen gegen Kinderarmut und Ausgrenzung.

Die Zahl der von Armut betroffenen Kinder und Jugendlichen ist in Berlin sehr hoch. Fast jedes dritte Kind lebt in einer Familie, die auf Grundsicherungsleistungen angewiesen ist. Finanzielle Armut kann dabei unterschiedliche negative Folgen haben: Beispielsweise für die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen, aber auch ihre Gesundheit oder die Teilhabe an sozialen Aktivitäten.

Quelle: Landeskommission Kinder- und Familienarmut.

Unter den Umständen der aktuellen Pandemie des Coronavirus waren mehrere Vereine und Initiativen daran gehindert, ihre Hilfe an Bedürftige anzubieten.

Im Zeitraum von März bis April haben wir mehrere Anfragen von bedürftigen Familien und Personen aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf erhalten. Wir sahen uns verpflichtet demnach unsere Kräfte zu mobilisieren. Dabei ging es um mehrere Gesellschaftsschichten wie z.B. Arbeitslose, kinderreiche Familien, Schwerbehinderte, Alleinerziehende und Rentner, die eine eingeschränkte Mobilität oder eine finanzielle Notlage erleiden. Diese sowie weitere Bedürftige wollten wir schnell und unkompliziert durch unsere Hilfe erreichen, indem wir einen kleinen Lebensmittelvorrat überreichten.

Als kleiner Verein haben wir eine finanzielle Unterstützung benötigt, um unser Projekt finanzieren zu können. Dank schneller Mithilfe der Budnianer Hilfe e.V. haben wir in kürzester Zeit alle notwendigen Mittel unbürokratisch erhalten. Der Verein samt Drogerie-Kette Budni hat uns mit der notwendigen Summe bzw. Lebens- und Pflegemittellieferung ausgestattet.

Aufgrund dieser Unterstützung konnten wir auf Bedürfnisse und den Hilferuf vieler Familien und Einzelpersonen rasch reagieren. Der Dank der Kinder, Familien und einzelner Personen in einer Zeit der absoluten Isolation war überwältigend.

Das Projekt wurde unter der Leitung des Vereins JugendCampus e.V durchgeführt.

10 Verantwortungen gegenüber der Bibel

In seinen neutestamentlichen Schriften fasste der Apostel Johannes immer wieder die Verpflichtung des Christen zusammen, der Schrift zu gehorchen. Er machte klar, dass das Wandeln auf den Wegen des Wortes keine bloße Option ist.
Erstens sagte Christus, dass, wenn jemand ihn liebt, dieser auch seine Gebote halten wird (Joh 14,15.21.23). Andererseits wird der, der ihn nicht liebt, seine Worte nicht halten (Joh 14,24). Der Gehorsam des Christen gegenüber der Bibel demonstriert seine Liebe zu Christus und die Echtheit seiner Errettung.
Zweitens erklärte Johannes ganz klar, dass es die Pflicht des Christen ist, ebenso zu wandeln wie Christus gewandelt ist (1Joh 2,6). Gott fordert Gehorsam gegenüber seinem Wort.
Drittens definierte Johannes die Liebe auf eine unmissverständliche Weise: »Und dies ist die Liebe, dass wir nach seinen Geboten wandeln« (2Joh 6).
Viertens erfuhr Johannes große Freude, als er beobachtete und hörte, dass Christen Gottes Wort gehorchten: »Ich habe keine größere Freude als dies, dass ich höre, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln« (3Joh 4).
Und schließlich nannte Johannes das Kennzeichen eines gehorsamen Christen – den Segen des Heilands (Offb 1,3).

Um konkreter zu werden, vermittelt die Schrift ein mindestens zehn Merkmale umfassendes Profil dessen, was Johannes vor Augen hatte.

1. Gottes Wort aufnehmen

Als Paulus in Thessalonich predigte, empfingen die Zuhörer sein Wort nicht nur, sondern sie nahmen es auch auf. Sie lehnten es nicht ab, sondern machten sich das, was er verkündigte, zu eigen als das Wort Gottes, nicht als das des Menschen:

Und darum danken auch wir Gott unablässig dafür, dass ihr, als ihr von uns das Wort der Kunde Gottes empfingt, es nicht als Menschenwort aufnahmt, sondern, wie es wahrhaftig ist, als Gottes Wort, das auch in euch, den Glaubenden, wirkt.
(1Thes 2,13)

2. Für Verständnis vom Wort Gottes beten

Der Psalmist verstand, dass Gott der eigentliche Autor der Schrift ist, und dass es deshalb äußerst angemessen ist, seine Hilfe zu erbitten, damit man es verstehe:

Öffne meine Augen, damit ich
Wunder schaue in deinem Gesetz! (Ps 119,18; siehe Apg 6,4)

3. Sich ernähren von Gottes Wort


Die Bibel beschreibt die Schrift bildlich als Milch (1Pet 2,2), Brot (5Mo 8,3; Mt 4,4), [feste] Speise (1Kor 3,2) und Honig (Ps 19,11), die die Seele ernähren. Hiob bezeugte die Wirksamkeit dieser geistlichen Nahrung:

Vom Gebot seiner Lippen bin ich nicht abgewichen, ich habe die Worte seines Mundes verwahrt, mehr als meinen eigenen Vorsatz [o. meine zugemessene Speise, wörtl. mein Bestimmtes].
(Hi 23,12; siehe Jer 15,16)

4. Dem Wort gehorchen

Kaleb erwies sich als Ausnahmeerscheinung (inmitten eines ungehorsamen Volkes), als er dem Wort Gottes völlig gehorchte:

Denn alle Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe, und mich nun zehnmal versucht und nicht gehört haben auf meine Stimme – wenn sie das Land sehen werden, das ich ihren Vätern zugeschworen habe! Ja, alle, die mich verachtet haben, sollen es nicht sehen. Aber meinen Knecht Kaleb – weil ein anderer Geist in ihm gewesen und er mir völlig nachgefolgt ist –, ihn werde ich in das Land bringen, in das er gekommen ist; und seine Nachkommenschaft soll es besitzen. (4Mo 14,22–24)

5. Gottes Wort ehren

Die Juden, die nach siebzigjähriger Gefangenschaft aus Babylon ins Land zurück gekehrt waren, ehrten froh und bereitwillig Gott und sein Wort:

Und Esra öffnete das Buch vor den Augen des ganzen Volkes, denn er stand höher als das ganze Volk; und als er es öffnete, stand das ganze Volk auf. Und Esra pries den Herrn, den großen Gott, und das ganze Volk antwortete: »Amen, Amen!«, wobei sie ihre Hände emporhoben, und sie verneigten sich und warfen sich vor dem Herrn nieder, mit dem Gesicht zur Erde. (Neh 8,5–6)

6. Die Bibel studieren

Esra begriff, dass er das Wort Gottes studieren musste. Aber bevor er darüber sprechen konnte, war es unbedingt notwendig, dass er zuerst dem gehorchte, was er gelernt hatte. Dieses Prinzip gilt sowohl für den Prediger als auch für die Versammlung:

Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu tun und in Israel Satzung und Recht zu lehren. (Esra 7,10)

7. Die Bibel predigen und lehren

Überall, wo Jesus hinkam, lehrte und predigte er das kostbare Wort Gottes:

Und [Jesus] zog in ganz Galiläa umher, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen unter dem Volk. (Mt 4,23; siehe 2Tim 4,2)

8. Von der Bibel überzeugen

Apollos predigte nicht einfach, um Information weiterzugeben. Er verkündigte die Wahrheit leidenschaftlich, um seine Zuhörer zu überzeugen und sie zum Weg der Wahrheit Gottes zu bekehren:

Ein gewisser Jude aber, mit Namen Apollos, aus Alexandrien gebürtig, ein beredter Mann, der mächtig war in den Schriften, kam nach Ephesus. Dieser war in dem Weg des Herrn unterwiesen, und brennend im Geist redete und lehrte er sorgfältig die Dinge von Jesus, obwohl er nur die Taufe des Johannes kannte. Und dieser fing an, freimütig in der Synagoge zu reden. Als aber Priszilla und Aquila ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes genauer aus. Als er aber nach Achaja reisen wollte, schrieben die Brüder den Jüngern und ermahnten sie, ihn aufzunehmen. Dieser war, als er hinkam, den Glaubenden durch die Gnade sehr behilflich; denn kräftig widerlegte er die Juden öffentlich, indem er durch die Schriften bewies, dass Jesus der Christus ist. (Apg 18,24–28)

9. Mit der Schrift Jünger machen

Paulus verstand die fortgesetzte und kumulative Auswirkung der Multiplikation; deshalb legte er sie Timotheus eindringlich ans Herz, der die dritte von fünf Generationen bildete (Christus, Paulus, Timotheus, treue Leute, andere):

Und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast, das vertraue treuen Leuten an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren. (2Tim 2,2)

10. Vor Gottes Wort zittern

Jesaja beschreibt beispielhaft einen demütigen Gläubigen, der Gott und sein Wort ernst nimmt (siehe Jes 6,1–13):

Aber auf diesen will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor meinem Wort. (Jes 66,2)

Auszug aus dem Buch „Biblische Lehre“ (John MacArthur und Richard Mayhue)


Biblische Lehre

Theologische Literatur im Allgemeinen und dogmatische Werke im Besonderen sind leider meistens in unnötig akademischer und somit schwer verständlicher Sprache verfasst. Dies galt gerade in der deutschen Literaturgeschichte stets als Tugend. Dem Leser, der mit deutscher Theologie vertraut ist, fällt sofort auf, dass dieses Werk leicht lesbar ist. Es ist so geschrieben, dass der ernsthafte Christ, der in der biblischen Lehre und den verschiedenen Gebieten der systematischen Theologie in seiner Erkenntnis wachsen will, dieses Werk mit Gewinn lesen, es verstehen und im Leben anwenden kann. Folglich ist diese systematische Theologie für den alltäglichen Gebrauch in der Gemeinde geeignet – und somit genau dort, wo gesunde biblische Theologie am dringendsten gebraucht wird.

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Versklavt: Eine Theologie der Sucht

Sie werden das Wort Sucht nicht in Ihrer Bibel finden. Das Wort kommt von einem lateinischen Begriff, der eine hoffnungslose Abhängigkeit bedeutet. Aber was sagt die Bibel über das Thema Sucht?

Wenn Sie das Wort Sucht hören, denken Sie an Versklavung. Der Unterschied in der Formulierung ist entscheidend – Sie können von der Versklavung befreit werden, aber Sie können letztlich nicht von einer Sucht befreit werden. Warum nicht? Weil, wie die Welt so freudig und pessimistisch verkündet, einmal ein Alkoholiker, immer ein Alkoholiker ist. Einmal süchtig nach Pornographie, immer süchtig nach Pornographie. 

Aber das ist einfach nicht wahr.

Paulus schreibt an die Korinther: „Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben. Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes!“ (1. Kor 6,9-11). 

Sind gewesen-Vergangenheitsform. Mit anderen Worten: Die Anonymen Alkoholiker verkaufen eine Lüge. Sie verkaufen, dass man sich letztlich nie ändern kann. Aber Gott sagt, man kann sich ändern.

„Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes!“ (1. Kor 6,11).

Es kann Veränderungen geben. Einmal ein Drogenabhängiger, nicht immer ein Drogenabhängiger. Einmal ein Alkoholiker, nicht immer ein Alkoholiker. Es gibt immer Hoffnung auf Befreiung.

Wie sollen wir also in einer Welt der Verwirrung biblisch darüber nachdenken?

Den Menschen verstehen 

Das erste, was wir tun müssen, ist den Menschen zu verstehen.

Eine Sache, die wir aus der Heiligen Schrift wissen, ist, dass der Mensch von Natur aus auf andere angewiesen ist. Gott hat ihn so erschaffen. Schon von Anfang an wurden Adam und Eva so geschaffen, dass sie angewiesen waren auf Nahrung, Wasser und alles andere um sie herum.

Aber letztlich wurde der Mensch so geschaffen, dass er auf Gott angewiesen ist. Sogar im Himmel werden wir völlig von Gott abhängig sein, aber dort wird es eine willkommene Abhängigkeit sein. Im Moment rebelliert der Mensch dagegen. Ihr könnt es in eurem Fleisch spüren; euer Fleisch sehnt sich danach, von Seiner Souveränität autonom zu sein.

Der Mensch wurde geschaffen, um in Abhängigkeit von Gott zu leben, um Leben und Segen zu finden. Aber als Folge des Sündenfalls sehnt sich der Mensch nach Unabhängigkeit. Er will von nichts abhängig sein. Im Wesentlichen möchte der Mensch Gott sein. Der Mensch jagt der Autonomie hinterher wie ein Hund seinen Schwanz – rund und rund und rund. Seminare zur Selbstvervollkommnung, Beratung, Life Coaches – sie alle sagen die gleichen müden Dinge: „Du gestaltest dein Leben selbst; du bestimmst dich selbst; du identifizierst dich selbst; du tust, was immer du tun willst. Es liegt alles an dir“.

Aber das ist einfach nicht wahr.

Der Mensch strebt nach Autonomie und Selbstgenügsamkeit, und er findet, dass dies ein unmögliches Ziel ist. Der Mensch bleibt trotz seiner Sünde ein abhängiges Geschöpf. Wo führt ihn das hin? Indem er Gott ablehnt, wendet er sich in seiner Abhängigkeit anderen Dingen zu. Diese Dinge werden zu den Götzen, die er morgens und abends anbetet.

Jeder bekennende Atheist hat Götzen. Wie kommt das? Weil jedes menschliche Herz zur Anbetung erschaffen wurde.  Der Mensch muss etwas anbeten, sei es sich selbst oder seinen materialistischen Lebensstil. Er nimmt das, was er für das Wichtigste hält und beginnt es als Gott anzubeten. Seine Abhängigkeit wendet sich dann diesen Dingen zu. Der Götze, dem er vertraut und den er schätzt, verstrickt ihn dann allmählich. Das ist es, was die Welt als Sucht bezeichnet.

Warum werden die Menschen also von Drogen und Vergnügen abhängig? Die Menschen werden abhängig, weil sie geschaffen wurden, um abhängig zu sein. Jeder Mensch ist abhängig. Es hängt nur davon ab, von was man abhängig ist.

Lass mich die Versklavung definieren und es dann erklären.

Versklavung definieren

Was ist also Versklavung? Versklavung ist eine Götzenbeziehung mit einer stimmungsverändernden Erfahrung.

Die meisten Menschen, die heute Alkoholiker sind, mochten Alkohol nicht, als sie es das erste Mal probierten. Sie behielten diese Gewohnheit nur aufgrund dessen bei, was die Welt so liebevoll Gruppendruck nennt oder was die Bibel so präzise als Menschenfurcht definiert. Mit anderen Worten: Ich habe Angst davor, was die Leute zu mir oder über mich sagen würden, wenn ich es nicht täte, also gebe ich auf.

Aber irgendwann, nachdem sie eine Weile getrunken haben, merken sie, dass Alkohol den Stress und die Schwierigkeiten des Lebens verschwinden lässt, wenn auch nur für einen Moment. Ob es sich nun um Depressionen oder Aufputschmittel handelt, die Menschen werden schließlich abhängig von dieser drogenbedingten Flucht vor der Realität. Und dann werden sie versklavt.

Aber schau auf die Person Christi, dem in Seinem Moment der größten Todesqualen Wein angeboten wurde, um den Schmerz der Kreuzigung abzustumpfen. Jesus lehnte es ab, so dass Er nicht nur geistlich all unsere Sünden auf Sich nahm, sondern Er erlebte die qualvolle Erfahrung des Kreuzes, ohne dass keiner Seiner Sinne getrübt wurde.

Aber viele glauben, dass ständige wohltuende Erfahrungen ein natürliches Recht des Menschen sind. Dies ist mein Recht; ich sollte mich immer gut fühlen. Und dann wird man irgendwann diesem Gefühl verfallen und darunter versklavt.

Versklavung erklären

Jeder kann süchtig werden, und alles kann zu einer süchtig machenden Substanz werden.

Alles, was auch nur potentiell genießbar ist, kann zur süchtig machenden Substanz werden. John Calvin schrieb: „Das menschliche Herz ist eine ständige Götzenfabrik“. Wünsche, die wichtiger werden, als ein Mann oder eine Frau Gottes zu sein, werden zu Götzen des Herzens. Jede Substanz, die erwünschte Endorphine im Gehirn auslöst, hat das Potential, versklavend zu werden. Es muss keine Chemikalie sein; es kann eine Erfahrung sein. Das ist der Grund, warum wir Sexsucht haben. Die Person wird von Empfindungen versklavt, nur um ihre Stimmung zu verändern. 

Die ultimative Quelle der Sucht ist nicht die Substanz, sondern die Person.

Die letztendliche Quelle der Knechtschaft ist nicht die Substanz, sondern der Mensch. Sie entspringt aus dem Inneren des Menschen, aus dem, was dieser Mensch vertraut und glaubt, aus den Beweggründen seines Herzens selbst. Dort wird die Versklavung geboren.

In den Vereinigten Staaten zeigen die Statistiken, dass mehr Alkoholiker von sich aus mit dem Trinken aufhören als durch spirituelle, spezielle Therapiegruppen. Das ist eine ernstzunehmende Aussage.

Wie ist das möglich?

Wenn ein Mensch hoffnungslos süchtig nach dieser Substanz war, wie konnte er dann einfach aufhören? Weil er in seinem Herzen eine tiefere Motivation als Gefühle gefunden hat. Sie erkannten, dass diese Knechtschaft ihre Ehe oder die Beziehung zu ihren Kindern zerstörte. Was auch immer diese Motivation sein mag, sie ist nun der letzte Anstoß, der sie veranlasst, „Nein“ zu den Begierden zu sagen. Wenn der natürliche Mensch das in persönlicher Willenskraft tun kann, dann hat der Christ, der die bleibende Kraft des Heiligen Geistes hat, keine Entschuldigung. Aber die tiefere Motivation des Gläubigen darf nicht nur auf die Ehe oder die Kinder gerichtet sein, sondern muss darin bestehen, Christus wirksamer zu dienen und zu verherrlichen.

Die Menschen haben mehr Kontrolle, als sie bereit sind zuzugeben.

Wenn einer Person die richtige Motivation gegeben wird, kann sie aufhören. Aber wie? Weil die Quelle der Sucht wiederum nicht in der Substanz liegt. Die Quelle der Sucht liegt im Herzen des Menschen.

Auch wenn du das Verlangen nach einer Substanz oder Erfahrung beherrschen und betäuben kannst, kannst du das Herz niemals abschalten. Aus diesem Grund haben die Menschen Selbsthilfegruppen durchlaufen und sind von Drogen und Substanzen losgekommen, aber viele ersetzen das einfach durch eine gesellschaftlich akzeptablere Versklavung. Viele ehemalige Alkoholiker werden zum Beispiel zu Workaholics. Das Herz hat sich nicht verändert. Sie tauschen einfach ein Idol gegen ein anderes. Aber Gott will das Herz umwandeln.

Das Leben der Person dreht sich dann um die Anbetung dieser Erfahrung.

Gott hat die Menschen als Anbeter erschaffen, und jede Anbetung, die nicht dem wahren Gott des Himmels gilt, ist götzendienerische Anbetung.

Um die Götter des chemischen oder Drogenmissbrauchs anzubeten, muss der Mensch bereit sein, ihnen Opfer zu bringen. Jeder und alles wird auf dem Altar dieser Sucht geopfert. Gott wird dann Seiner rechtmäßigen Anbetung beraubt und wird zu einem entfernten Zweiten.

Ein Götze kann uns zu Sklaven machen.

Paulus schreibt an die Gläubigen in Rom: Wisst ihr nicht: Wem ihr euch als Sklaven hingebt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid ihr und müsst ihm gehorchen, es sei der Sünde zum Tode, oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?  (Röm 6:16)

Jeder muss auf die Stimme seines Meisters hören. Das kann die physische Stimme eines Meisters sein, und wenn man ihr nicht gehorcht, hat das Konsequenzen. Oder es kann die innere Stimme sein, die sagt: „Trink noch etwas. Du musst noch etwas trinken“. Wenn man ungehorsam ist, warten auch dort Konsequenzen – Entzug.

Der Drogenmißbrauch macht uns unterwürfig, so dass, wenn die Impulse des Körpers Erfüllung verlangen, sie um jeden Preis befolgt werden müssen. So funktioniert die Sklaverei – das Leben wird in bedingungslosem Gehorsam gegenüber einem anderen verkauft. Wir hören die innere Stimme des Meisters, der ruft: „Diene mir. Verwöhne mich“. Um befreit zu werden, wirklich befreit zu werden, muss ein Tod eintreten. Wenn ein Sklave stirbt, ist er endlich vom Meister befreit. Um von der Sucht befreit zu werden, muss der Drogenabhängige sich selbst sterben.

Jesus selbst sagt dies: “Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ (Lukas 9,23). Sich selbst zu verleugnen ist viel mehr, als Kaugummi für die Fastenzeit aufzugeben. Sich selbst zu verleugnen, bedeutet, sich wirklich zu verleugnen.

Wie oft sollen wir das tun?

Jesus sagt: Täglich. Und dann sagt Er, dass man sich selbst ans Kreuz nageln soll. Im ersten Jahrhundert war das Kreuz ein schmerzhaftes Instrument des Leidens. Man erwartete nie, dass dies ein einfacher Prozess sein würde.

Jesus sagt, dass du dich jeden Tag an das Kreuz nageln und dann kommen und Ihm folgen sollst. Der christliche Mißbraucher muss sich als Sklave der Rechtschaffenheit darstellen. Nicht länger ein Sklave der Schwäche seines Fleisches, sondern ein Sklave der Gerechtigkeit. Wir werden alle Sklaven von etwas sein, also können wir genauso gut dem gnädigen Gott des Himmels dienen, anstatt dem gnadenlosen Gott der Substanzen dieses Zeitalters, der nichts anderes tun wird, als unsere Beziehungen und unser Leben zu zerstören.

Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist. Nachdem ihr aber von der Sünde befreit wurdet, seid ihr der Gerechtigkeit dienstbar geworden. Ich muss menschlich davon reden wegen der Schwachheit eures Fleisches. Denn so, wie ihr [einst] eure Glieder in den Dienst der Unreinheit und der Gesetzlosigkeit gestellt habt zur Gesetzlosigkeit, so stellt jetzt eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit zur Heiligung. Denn als ihr Sklaven der Sünde wart, da wart ihr frei gegenüber der Gerechtigkeit. Welche Frucht hattet ihr nun damals von den Dingen, deren ihr euch jetzt schämt? Ihr Ende ist ja der Tod! Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben. Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. (Römer 6,17-23)

Von John Street. Übersetzt von tms.edu

Wie kann ich meine Gemeinde am Sonntag lieben?

Wie kannst du deinen Sonntag so nutzen, dass du deine Gemeinde bewusst liebst. Wir haben ein paar Tipps und Ideen zusammengestellt, die dir dabei helfen könnten.

Bete!

Für die Leiter und Mitarbeiter:
Bitte für den Prediger, Gottesdienstleiter, Musiker, Techniker, Begrüßungsdienst, Kinderstundenmitarbeiter

Für die Gemeinde
Bitte darum, dass Gott…

  • die Ungläubigen und Wankelmütigen zu sich zieht
  • die Herzen seiner Kinder vorbereitet und verändert durch sein Wort und seinen Geist
  • uns hilft einander zu lieben und zu dienen

Für dich
Bitte darum, dass Gott…

  • dein Herz vorbereitet und verändert
  • dich gebraucht, damit du anderen helfen kannst Schritte in der Nachfolge Jesu zu machen
  • dir Weisheit gibt zu entscheiden, wo zu sitzen, wen zu begrüßen, wem zu zuhören, wen zu ermutigen und wen zu ermahnen

Denke nach!

Lies die Bibelstelle, über die am Sonntag gepredigt wird und denke darüber nach.
Wen kann ich willkommen heißen, ermutigen, aufnehmen oder in Liebe zurechtweisen?
Wen kann ich nach einem Zeugnis fragen?

Rede!

Einige Sprungbretter aus der Predigt zum Gespräch über Gott und sein Wort:

  • Ich bin ermutigt durch …
  • Ich wusste bisher nicht, dass …
  • Ich bin so froh daran erinnert zu werden …
  • Ich verstehe immer noch nicht, wie…
  • Ich wurde überführt, wo es heißt …
  • Ich bin entschlossen, folgendes zu ändern…

Lasst uns aufeinander Acht geben, damit wir uns gegenseitig anspornen zur Liebe und zu guten Werken (Heb 10,23)

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Warum ich aufgehört habe Videospiele zu spielen

Videospiele waren ein signifikanter Teil meines Lebens als junger Erwachsener. Aber vor einigen Jahren habe ich mich bewusst entschieden damit komplett aufzuhören. In diesem Artikel erkläre ich warum genau ich keine Videospiele mehr spiele.

Aber bitte versteht das es eine persönliche Entscheidung war. Ich habe gezögert diesen Beitrag zu schreiben, weil ich weiß, dass er möglicherweise als bloße Verurteilung von Videospielen missverstanden wird. Aber das ist er nicht. Ich möchte auch nicht behaupten das Videospiele eine sündige Form der Unterhaltung sind. In vielerlei Hinsicht sind Videospiele eine bessere Form der Unterhaltung, im Vergleich zu den meisten anderen Medien, da sie dich zu einer kritischen Denkweise ermutigen. Viele Leute spielen Videospiele in Mäßigung und das ist großartig! Nichtsdestotrotz habe ich einige Anliegen.

Wenn das, was ich hier sage Anklang bei dir findet, sei dir bitte bewusst, dass es nicht kleinlich ist etwas aus dem Leben zu entfernen, was ein Hindernis zur Heiligung und Verantwortung ist. Videospielen ist für mich zum Götzen geworden, also musste ich es zerschlagen. Für dich ist es vielleicht Sport, Politik, Soziale Medien oder etwas anderes. Als Christen müssen wir bereit sein, alles beiseite zu legen, was uns von einem rückhaltlosen Gehorsam gegenüber unserem Herrn, Jesus Christus, abhält, vor allem, wenn es etwas ist, das wir wirklich lieben. Für mich, waren es Videospiele.

Videospiele sind so konzipiert, dass sie süchtig machen sollen

Der Hauptgrund, warum ich aufgehört habe Videospiele zu spielen, ist, weil sie süchtig machen sollen, und das funktioniert bei mir nur allzu gut. Moderne Spieleentwickler haben hart dafür gearbeitet, den „Herausforderung-Belohnung-Zyklus“ ihrer Spiele zu perfektionieren. Sie wissen genau wie man Spiele macht, die dafür sorgen, dass du mehr Stunden an ihnen verbringst und für weitere Sitzungen zurückkommst. Und das ist kein schändlicher Plan, um dein Leben zu ruinieren, sondern es ist einfach ein gutes Business.

Die Monetarisierungsstrategie der Videospiele der Vergangenheit verließ sich nicht so sehr auf die Aufmerksamkeitsökonomie. Am Anfang war es noch das Ziel, dir ein Spiel zu verkaufen, welches hoffentlich gut genug war, dass du deinen Freunden davon erzählst und sie sich auch dieses Spiel kaufen. Heutzutage werden jedoch viele Spiele nicht nur durch einen Erstkauf, sondern auch durch den Weiterverkauf deiner Informationen an Werbekunden oder durch die Verführung zu mehr Mikrotransaktionen finanziert. Ganz gleich, ob es darum geht, dir Werbung zu zeigen, dich zum Kauf von Skins anzuregen, ein Abonnement zu verlängern oder ein Premium-Upgrade zu ergattern, die Wirtschaft moderner Spiele hat ein finanzielles Interesse daran, deine Aufmerksamkeit zu erhalten. Und sie sind sehr, sehr gut darin geworden.

Call of Duty weiß genau, wann Sie dir die nächste Belohnung oder das nächste Upgrade geben müssen, damit dein Gehirn einen kleinen Schuss Dopamin bekommt. Andere Spiele lassen dich immer wieder zurückkommen, indem sie dich in das hineinziehen, was Hirnforscher einen Flow-Zustand nennen, ein Gefühl von extremer Konzentration und Fokus, das immens befriedigend ist. Diese Funktionen machen Videospiele einzigartig gegenüber anderen Arten der Unterhaltung.

Der Grund dafür, warum ich Videospiele aufgeben musste, war, dass ich für diese süchtig machenden Konzepte besonders anfällig war und daher nicht in der Lage war, in angemessenem Maße zu spielen. Das traf vor allem auf Online-Spiele mit kompetitivem Charakter und den dadurch ausgelösten Flow-Status zu. Ich habe festgestellt, dass ich selbst mit einer bewussten Bemühung nicht aufhören konnte, wenn ich einmal angefangen habe, also habe ich aufgehört, anzufangen.

Videospiele sind simulierter Erfolg

Ein weiterer Grund, warum ich das Videospielen aufgegeben habe, war die Erkenntnis, dass es buchstäblich eine Zeitverschwendung ist.

Eine der anziehenden Eigenschaften von Videospielen besteht darin, dass man in ihnen, genau wie im wirklichen Leben, Hindernisse überwindet und ein Erfolgserlebnis verspürt, während man sich jeder Herausforderung stellt und sie erfolgreich bewältigt. Dieses Gefühl der Erfüllung gibt dir ein gutes Selbstwertgefühl. Zu sehen, wie die Werte deiner Charaktere steigen, oder den besonders schwierigen Boss zu besiegen und dann aufzustehen und „Ja!“ zu schreien, ist ein Gefühl, nach dem wir uns sehnen. Es fühlt sich wie ein Sieg an; es fühlt sich wie Erfolg an.

Das Problem ist allerdings, dass dieses Erfolgserlebnis simuliert ist. Es ist gefakt. Du hast nichts getan, was wirklich von Bedeutung wäre. Der Boss war nur ein Computerprogramm, die Stats sind nur eine Zahl in einer Datenbank, und die Ergebnisse deines Erfolgs sind eine Illusion. Ich denke, das ähnelt einer Sportbesessenheit. Wenn “ Deine Mannschaft“ gewinnt, bekommst du ein ähnliches Erfolgserlebnis wie, wenn du selbst bei etwas gewinnst. Aber in Wahrheit hast du nichts getan, du hast nur eine eingebildete Verbundenheit mit der Siegermannschaft. Auch das ist ein simuliertes Erfolgserlebnis.

Hier sagst du vielleicht: „Wen interessiert das? Es ist nur harmloser Spaß.“ Oder: „Halt die Klappe, du Idiot.“ Beides sind faire Antworten. Und obwohl ich mich ganz und gar nicht gegen Spaß wende, sehe ich zwei potenzielle Probleme, wenn man sich zu sehr dem simulierten Erfolgserlebnis als Unterhaltung hingibt. Und ich denke, die allgemeine Schwäche der Männer meiner Generation bestätigt diesen Verdacht.

Simulierter Erfolg ist eine Illusion

Zunächst einmal können Videospiele, da sie den Erfolg nur simulieren, dazu führen, dass wir riesige Mengen an Zeit verschwenden, ohne das Gefühl zu haben, dass wir sie wirklich verschwendet haben. Ich erinnere mich an eines dieser Spiele, bei denen man ein kleines Geschäft betreibt und versucht, die Gewinne zu steigern, die Kosten zu senken und mit niedlichen kleinen Notfällen umzugehen. Und ich fühlte mich wirklich gut, dass ich gut klarkam. Sicher, ich habe viele Stunden reingesteckt, aber es hat sich endlich ausgezahlt! Ich war erfolgreich. Und dann hatte ich die sinkende Erkenntnis: „Du hättest all die Zeit mit Dingen verbringen können, die tatsächlich zu echtem Erfolg führen, du hättest ein echtes Unternehmen leiten können, aber stattdessen hast du nur Spiele gespielt wie ein Kind.

Der Mensch wurde geschaffen, um über die Welt um ihn herum zu herrschen und sie zu unterwerfen (1. Mose 1,26-28). Und ich glaube, wir alle spüren noch immer das Verlangen, diesen Auftrag der Schöpfung zu erfüllen. Wir wollen Ordnung schaffen und Hindernisse überwinden, denn dazu sind wir geschaffen worden. Es ist daher in gewisser Weise besonders traurig, diesen göttlichen Antrieb auf Scheinspiele oder andere Ablenkungen auszurichten und dabei unsere eigentliche Verantwortung zu vernachlässigen.

Aber diese Ausrichtung hin zur Fantasie ist verständlich, denn in der realen Welt müssen wir uns, um Erfolg zu haben, den Disteln und Dornen des Fluches stellen. Wir müssen Risiken und potenzielle Blamage auf uns nehmen. Wenn ich aber in einem Spiel verliere, habe ich nicht wirklich was verloren. Meine Sorge bei diesem Vorgehen ist, dass ich fürchte, dass der Gebrauch von Spielen, um den Erfolg zu stimulieren und zu ersetzen, auf lange Sicht nicht gut für uns sein kann. Kein echtes Risiko bedeutet keine echten Ergebnisse. Ich befürchte außerdem, dass wir unserem Tatendrang und unserer Arbeitsethik schaden könnten, wenn wir sie nur mit einfachen Antworten auf die fiktiven Herausforderungen bewerfen.

Simulierter Erfolg bietet simulierte Zufriedenheit

Zum anderen, da Videospiele den Erfolg simulieren, bieten sie die Möglichkeit, unseren gottgegebenen Wunsch etwas zu erschaffen und zu bauen zu befriedigen. Wie gesagt, ich denke, hierin liegt der Reiz. Aber sie halten uns vielleicht davon ab, im wirklichen Leben tatsächlich so zu schaffen und zu bauen, wie wir es tun sollten. Die jungen Männer von heute, die in früheren Zeiten weitläufige Gärten gebaut, großartige Städte erbaut oder erstaunliche Erfindungen entworfen haben, hocken jetzt vor ihren Laptops und stapeln Blöcke in Minecraft. Frauen, die blühende Häuser verwaltet und ihre Kinder im Herrn erzogen haben, pflegen jetzt sorgfältig ihre imaginären Tiere auf ihren iPhones.

Ich denke, die Gefahr bei Videospielen, welche simulierten Erfolg bieten, besteht darin, dass sie eine sterile Version von wirklicher Arbeit und Leistung sind, eine, die alle Höhepunkte, aber keine Tiefpunkte bietet. Und wenn wir nicht aufpassen, werden wir vielleicht das Gefühl bekommen, dass das, was sie uns bieten, sogar noch besser ist als die Realität. Aber das wäre ein Irrtum. Denn Videospiele sind nicht real. Alles, was wir in Videospielen schaffen und was uns gelingt, wird letztendlich verbrannt werden wie Holz, Heu und Stoppeln.

Wenn du also mit mir feststellst, dass deine Nutzung von Videospielen über die harmlose Unterhaltung hinaus geht und zu einer geistigen Last wird, dann ist es vielleicht an der Zeit, den Controller wegzulegen, eine Schaufel zu nehmen und einen Garten einzurichten.

Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt“
Hebräer 12:1

Von Reagan Rose. Mit freundlichen Genehmigung übersetzt aus dem Englischen von www.redeemingproductivity.com.

Seminar zu Musik in der Gemeinde

Wir werden darüber hören was Gott zu Musik in der Bibel gesagt hat. Wir werden über das Wesen der Musik und die praktische Umsetzung im Kontext eines biblischen Leitbildes sprechen, es wird auch praktische Impulse dazu geben, wie man einen Musikdienst aufbaut und am Sonntag den Leuten hilft ablenkungsfrei singen zu können. Hier kannst du dich dazu anmelden

Wann? Freitag-Samstag 26.06. – 27.06.2020
Wo? ECG Berlin-Hellersdorf
Kosten? Kostenfrei.

Vielleicht hast du schon etwas über die Musikdienst-Ausbildung vom EBTC gehört, und dich gefragt, was denn da so alles gesagt und getan wird.

Nun, wir können dir natürlich keine zwei Jahre in ein Wochenende packen… aber wir können dir einen Vorgeschmack geben. Thomas Hochstetter und Ralf Conrad werden von Freitag Abend bis Samstag Nachmittag einige der wichtigsten Themen ansprechen.

Zeit/Urlaub für Gott einsetzen?!

Das Freizeitheim Wollin ist eine partnerschaftliche Initiative der folgenden Gemeinden:
ECG Berlin-Hellersdorf e.V
Evangeliums-Christengemeinde Berlin-Lichtenberg
Evangeliums-Christengemeinde Berlin-Wartenberg

Das Projekt braucht deine praktische Hilfe für

  • Gebet im Planungs- und Umbauprozess
  • Gebet für ein leuchtendes Zeugnis des Herrn Jesus Christus in der Gegend
  • Aufräumarbeiten der Altlasten
  • Renovierungs- und Malerarbeiten im Haupthaus
  • Bau von Sanitäranlagen für die Zeltlager
  • Bau einer Großküche für die Zeltlager
  • Pflasterarbeiten

Hierfür haben wir vom Montag 08.Juni – Samstag 13.Juni einen Arbeitseinsatz. Bei Interesse meldet euch bei den Ansprechpersonen!