Friede und die Frucht des Geistes

Was in deinem Leben bereitet dir Sorgen? An einem gewissen Punkt in unserem Leben haben wir uns alle schon einmal über etwas Sorgen gemacht. Sei es eine gesundheitliche Sorge, Nervosität wegen einer neuen Arbeitssituation, das Erleben von Umständen, auf die wir keinen Einfluss haben, oder eine Situation, in der wir uns noch nie zuvor befunden haben -Sorgen und Unruhe können uns schnell überwältigen. In jeder Ära sind Millionen von Menschen von Sorgen geplagt worden. Es gibt keine wissenschaftlichen oder technischen Fortschritte, die die innewohnende Neigung der Menschheit, sich über die Einzelheiten des Lebens zu sorgen, beseitigen können. Unabhängig davon, ob die Umstände gut oder schlecht sind, wenn man sich nur genug anstrengt, wird man für gewöhnlich etwas finden, worüber wir uns Sorgen machen können.


Im Jahr 2018 berichtete das Time Magazine, dass etwa 40 Millionen Amerikaner sich selbst als solche bezeichnen, die mit allgegenwärtigen Sorgen und Ängsten zu kämpfen haben.[1] Anders ausgedrückt: Etwa jeder fünfte Amerikaner ab einem Alter von 18 Jahren befindet sich derzeit in einem nicht endenden Kampf um seine innere Einstellung. Im Bereich der säkularen Psychologie ist das Sorgen ganz einfach menschlich. Es ist ein wesentliches Merkmal der menschlichen Psyche, sich Sorgen zu machen. Dem gegenüber, von dem Blickwinkel der christlichen Weltanschauung aus betrachtet, zeigt die Bibel auf, dass die Menschheit erstmals Sorgen empfand, nachdem sie gegen Gott gesündigt hatte (1. Mose 3,7-10). Seit dem Sündenfall gibt es nur wenige Gefühle, die für die Menschheit körperlich, geistig oder seelisch schwächender sind als das Gefühl der Sorge. Körperlich gesehen können verstärkte Anfälle von Besorgnis zu erhöhtem Blutdruck, Panikattacken und Magen-Darm-Problemen führen. Längeres Sorgen kann sowohlzu einer verminderten Konzentrationsfähigkeit als auch schwere Fälle von Depressionen hervorrufen. Es gibt jedoch nur wenige Dinge, die für Christen gefährlicher sind als die Auswirkungen, die Sorgen auf die geistliche Gesundheit haben können.


Offen gesagt bedeutet das Sorgen, gegen Gott zu sündigen (Philipper 4,6). Wenn wir uns Sorgen machen, richten wir unsere Gedanken auf unsere realen oder vermeintlichen, Schwierigkeiten und Umstände, während wir es uns erlauben, bei ihnen zu verharren, anstatt nach den Dingen zu trachten, die droben sind (Kolosser 3,2). Sich zu sorgen, ist ein Vergehen gegen Gottes souveräne Herrschaft über jedes Detail seiner eigenen Schöpfung (Matthäus 6,25-32). Es ist ein Indikator dafür, dass wir Gottes guten und vollkommenen Absichten für unser Leben nicht vertrauen (Jeremia 29,11). Wenn wir uns Sorgen machen, untergraben wir die absolute Güte von Gottes eigenem Charakter und stellen sein Recht in Frage, die Umstände unseres Lebens so zu bestimmen, wie es ihm gefällt (Römer 9,20-22). Wenn Gläubige ungezügelte Sorgen in ihre Gedanken eintreten lassen, verlieren sie die tröstende Realität aus den Augen, dass ihr Leben in den Händen eines himmlischen Vaters liegt, der ihnen in Christus seine ewige Liebe zugewandt hat (Psalm 139,16). Da die Bibel erklärt, dass Gott alle Dinge im Leben seiner Kinder zu ihrem ewigen Wohl zusammenwirken lässt, gibt es für sie im Prinzip keinen Grund, sich über irgendetwas Sorgen zu machen (Römer 8,28).


Das Gegenteil von Sorgen und das von Gott verschriebene Gegenmittel ist Frieden. Der Friede ist eine der Frucht des Heiligen Geistes, der durch Gottes Gnade in gewissem Maße in jedem Bereich im Leben eines Christen vorhanden sein wird (Galater 5,22-23). quillt aus dem Vertrauen, dass Gott weiß,was für uns auf der Mikro- und Makroebene das Beste ist (Jesaja 55,9). Der Friede, den der Geist Gottes im Gläubigen hervorbringt, ist für den Rest der Welt nicht bekannt, erfahrbar oder reproduzierbar (Joh 14,27). Tatsächlich werden Nichtchristen in diesem Leben niemals einen wahren Frieden erfahren, solange der Zorn Gottes auf ihnen lastet (Joh 3,36). Vom Augenblick unserer Geburt bis zu dem Augenblick, in dem wir Buße tun und allein an Jesus Christus glauben, um mit Gott versöhnt zu werden, sind wir uns unserer Feindschaft mit unserem heiligen Schöpfer bewusst (Römer 1,18-32). Trotz der Bemühungen des sündigen Menschen, entweder die Wahrheit der Existenz Gottes in Ungerechtigkeit aufzuhalten oder einen Gott nach seiner eigenen Vorstellung zu schaffen, wissen wir in unserem Herzen, dass wir den Allerhöchsten verleugnen; und der Jüngste Tag kommt (Hebräer 9,27-28)!


Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen oder mit Gott im Frieden zu sein (Hebräer 11,6). In der Tat gibt es nur wenige Dispositionen, die geistlich befreiender sind als die Erkenntnis, dass man Frieden mit Gott hat und den Frieden Gottes im eigenen Herzen besitzt (Römer 5,1). Der rettende Glaube an Jesus Christus führt nicht nur dazu, dass man vor Gottes ewigem Gericht in der Hölle gerettet wird, sondern bringt auch einen unerschütterlichen Frieden in den inneren Menschen, der allen Verstand übersteigt, weil man Gottes Gunst in Christus genießt (Philipper 3:8-11). Die oberflächlichen Dinge, die von der Welt angepriesen werden, um uns «glücklich» zu machen, werden uns nur nach mehr sehnen lassen. Die oberflächlichen Reize dieser zeitlichen Welt sind gänzlich leer und können die menschliche Seele an sich nicht befriedigen. Doch der Friede, der von Gott kommt, erzeugt eine tief empfundene Gelassenheit und Vertrauen, die beide im überwältigenden Bewusstsein verankert sind, dass unser Leben in den Händen eines souveränen, allmächtigen und allgütigen Schöpfer ist, der uns liebt..[3]

Hast du heute diesen Frieden?

Wöchentliche Passagen zum Nachdenken

Montag – Matthäus 6,25-34

25Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib,

was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung

26 Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen,

und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

27 Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Elle hinzusetzen?

28Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht;

29 ich sage euch aber, daß auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.

30 Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen?

31Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen?, oder: Was werden wir trinken?, oder: Womit werden wir uns kleiden?

32Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles benötigt.

33 Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

34Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den morgigen Tag; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage.


Dienstag – Philipper 4,6-9

6 Sorgt euch um nichts; sondern in allem laßt durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.

7Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!

8 Im übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend,

was irgend eine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht!

9 Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut; und der Gott des Friedens wird mit euch sein.


Mittwoch – Johannes 14,16-31

16Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, daß er bei euch bleibt in Ewigkeit,

17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn,

denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.

18 Ich lasse euch nicht als Waisen zurück; ich komme zu euch.

19Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich; weil ich lebe, sollt auch ihr leben!

20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.

21 Wer meine Gebote festhält und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden,

und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

22Da spricht Judas — nicht der Ischariot — zu ihm: Herr, wie kommt es, daß du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt?

23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben,

und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

24 Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.

25Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin;

26 der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

27 Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!

28 Ihr habt gehört, daß ich euch sagte: Ich gehe hin, und ich komme zu euch! Wenn ihr mich lieb hättet, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe:

Ich gehe zum Vater; denn mein Vater ist größer als ich.

29Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht.

30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und in mir hat er nichts.

31Damit aber die Welt erkennt, daß ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater geboten hat: Steht auf und laßt uns von hier fortgehen!


Donnerstag – Psalm 3,4-9

4 Aber du, HERR, bist ein Schild um mich, bist meine Herrlichkeit und der mein Haupt emporhebt

5Ich rufe mit meiner Stimme zum HERRN, und er erhört mich von seinem heiligen Berg.

6Ich legte mich nieder und schlief; ich bin wieder erwacht, denn der HERR hält mich.

7Ich fürchte mich nicht vor den Zehntausenden des Volkes, die sich ringsum gegen mich gelagert haben.

8 Steh auf, o HERR! Hilf mir, mein Gott! Denn du schlägst alle meine Feinde auf den Kinnbacken, zerbrichst die Zähne der Gottlosen.

9 Ich werde mich in Frieden niederlegen und schlafen; denn du allein, HERR, läßt mich sicher wohnen.


Freitag – Kolosser 1,19-23

19Denn es gefiel [Gott] in ihm alle Fülle wohnen zu lassen

20 und durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen, indem er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes —

durch ihn, sowohl was auf Erden als auch was im Himmel ist.

21 Auch euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt wart in den bösen Werken, hat er jetzt versöhnt

22 in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor seinem Angesicht,

23 wenn ihr nämlich im Glauben gegründet und fest bleibt und euch nicht abbringen laßt von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt,

das verkündigt worden ist in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, und dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.


Samstag Matthäus 11,25-30

25 Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,

daß du dies vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen geoffenbart hast!

26 Ja, Vater, denn so ist es wohlgefällig gewesen vor dir.

27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater;

und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn es offenbaren will.

28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!

29Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!

30Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

[1]https://www.google.com/amp/s/time.com/5269371/americans-anxietypoll/%3famp=true

[2]https://www.google.com/amp/s/www.psychologytoday.com/us/blog/toward-less-egoicworld/201803/why-people-worry-much-more-they-need%3famp

[3] John MacArthur, Biblische Lehre: Eine Systematische Zusammenfassung Biblischer Wahrheiten – Seite 498

Bibelübersetzung: Schlachter 2000

Autor: Dewey Dovel
Originalartikel:
https://covenantconfessions.com/peace-and-the-fruit-of-the-spirit/