{"id":589,"date":"2017-08-02T13:09:11","date_gmt":"2017-08-02T12:09:11","guid":{"rendered":"http:\/\/ecg.berlin\/?p=589"},"modified":"2017-08-02T13:12:15","modified_gmt":"2017-08-02T12:12:15","slug":"die-rolle-der-eltern-und-der-gemeinde-in-kindererziehung-und-kindergarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ecg.berlin\/ru\/die-rolle-der-eltern-und-der-gemeinde-in-kindererziehung-und-kindergarten\/","title":{"rendered":"Die Rolle der Eltern und der  Gemeinde in Kindererziehung und  Kindergarten"},"content":{"rendered":"<p><em>Interview von Christian Andresen mit Tedd &amp; Margy Tripp, April 2013<\/em><\/p>\n<div class=\"embed-privacy-container is-disabled embed-youtube\" data-embed-id=\"oembed_d0bb5440357090a33ce898f2a04eab22\" data-embed-provider=\"youtube\" style=\"background-image: url(https:\/\/ecg.berlin\/wp-content\/uploads\/embed-privacy\/thumbnails\/youtube-mS86UuvB-nU-maxresdefault.jpg?ver=1.12.3); aspect-ratio: 770\/433;\">\t\t\t\t\t\t<button type=\"button\" class=\"embed-privacy-enable screen-reader-text\">Display &quot;Interview mit Tedd und Margy Tripp: Kindererziehung und Kindergarten&quot; from YouTube<\/button>\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<div class=\"embed-privacy-overlay\">\n<div class=\"embed-privacy-inner\">\n<div class=\"embed-privacy-logo\" style=\"background-image: url(https:\/\/ecg.berlin\/wp-content\/plugins\/embed-privacy\/assets\/images\/embed-youtube.png?ver=1.12.3);\"><\/div>\n<p>\t\tHier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen.\t\t\t\t\t<br \/>\t\t\t\t\tLearn more in <a href=\"https:\/\/policies.google.com\/privacy?hl=de\" target=\"_blank\">YouTube\u2019s privacy policy<\/a>.\t\t<\/p>\n<p class=\"embed-privacy-input-wrapper\">\t\t\t<input id=\"embed-privacy-store-youtube-d0bb5440357090a33ce898f2a04eab22\" type=\"checkbox\" value=\"1\" class=\"embed-privacy-input\" data-embed-provider=\"youtube\">\t\t\t<label for=\"embed-privacy-store-youtube-d0bb5440357090a33ce898f2a04eab22\" class=\"embed-privacy-label\" data-embed-provider=\"youtube\">\t\t\t\tAlways display content from YouTube\t\t\t<\/label>\t\t<\/p>\n<\/p><\/div>\n<div class=\"embed-privacy-footer\"><span class=\"embed-privacy-url\"><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mS86UuvB-nU\">Open &quot;Interview mit Tedd und Margy Tripp: Kindererziehung und Kindergarten&quot; directly<\/a><\/span><\/div><\/div>\n<div class=\"embed-privacy-content\">\t\t\t\t<script>var _oembed_d0bb5440357090a33ce898f2a04eab22 = '{\\\"embed\\\":\\\"&lt;iframe title=&quot;Interview mit Tedd und Margy Tripp: Kindererziehung und Kindergarten&quot; width=&quot;770&quot; height=&quot;433&quot; src=&quot;https:\\\\\/\\\\\/www.youtube-nocookie.com\\\\\/embed\\\\\/mS86UuvB-nU?feature=oembed&quot; frameborder=&quot;0&quot; allow=&quot;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share&quot; allowfullscreen&gt;&lt;\\\\\/iframe&gt;\\\"}';<\/script>\t\t\t<\/div><\/div>\n<p><strong><em>Christian:<\/em><\/strong> Tedd und Margy Tripp, wir sind sehr dankbar, dass ihr hier mit uns in Z\u00fcrich seid. Da ihr hier seid, haben wir die M\u00f6glichkeit, euch einige Fragen zu stellen, die<br \/>\nuns und unseren Gemeinden zum einen dabei helfen k\u00f6nnen, mehr \u00fcber das Elternsein aus der Perspektive der Bibel zu lernen; aber auch von jemandem, die selbst jahrelang inder Erziehung war, die viel mit anderen Eltern, Gemeinden und Schulen gearbeitet haben.<br \/>\nWir w\u00fcrden euch gerne einige Fragen stellen, die uns dabei helfen sollen, die Wichtigkeit der Kindererziehung in der heutigen Zeit und Gesellschaft zu verstehen. Darf ich euch also einige Fragen stellen?<\/p>\n<p><em><strong>Tedd:<\/strong><\/em> Sicher!<br \/>\n<strong><em>Christian:<\/em><\/strong> In einem deiner Seminare erw\u00e4hnst du, dass es nicht die haupts\u00e4chliche Verantwortung der Gemeinde ist, die Kinder zu lehren, sondern der Verantwortungsbereich der Eltern. Welche Rolle sollte die Gemeinde in der Unterst\u00fctzung der Eltern in der Erziehung spielen?<\/p>\n<p><em><strong>Tedd:<\/strong><\/em> Eine Sache, die mir in den Sinn kommt ist die, dass alle lehrenden Dienste in der Gemeinde dazu bestimmt sind, die Eltern mit einem klaren Verst\u00e4ndnis des Wortes Gottes, der Wahrheit, einer festen Theologie auszustatten, die sie ihren Kinder weitergeben k\u00f6nnen. Die Rolle der Gemeinde besteht also in erster Linie darin, die Eltern f\u00fcr ihre Aufgabe der Erziehung auszur\u00fcsten. Und dann sind da nat\u00fcrlich auch noch andere Dienste in der Gemeinde, die sich direkt an Kinder und Jugendliche richten, wie z.B. Sonntagsschulklassen in unterschiedlichen Altersstufen oder Jugendstunden. All diese Dienste nehmen einen wichtigen Platz ein. Aber die prim\u00e4re Rolle in der Kindererziehung und Belehrung wird von den Eltern ausgef\u00fcllt. Es sind die V\u00e4ter, wie Epheser 6,4 es sagt, die ihre Kinder in Zucht und Ermahnung erziehen. So w\u00fcrden wir es sehen. Stimmst du dem zu?<\/p>\n<p><em><strong>Margy:<\/strong> <\/em>Um es vielleicht in anderen Worten auszudr\u00fccken: Wir sehen die Gemeinde als einen erweiterten Dienst des Zuhauses. Gott setzt die Kinder in die famili\u00e4re Gemeinschaft und die nat\u00fcrliche Erweiterung davon ist der Leib Christi. Die famili\u00e4re Gemeinschaft ist also eine Art Vorbereitung f\u00fcr den Leib Christi. Es werden die gleichen Begriffe benutzt. Schwestern und Br\u00fcder, unser Vater im Himmel, Kinder Gottes und andere.<\/p>\n<p><em><strong>Christian:<\/strong><\/em> Ihr w\u00fcrdet also sagen, wenn ich das so h\u00f6re, dass die Gemeinde eine Erweiterung der Familie ist.<\/p>\n<p><strong>Margy:<\/strong> Ja.<\/p>\n<p><em><strong>Christian:<\/strong><\/em> F\u00fcr uns als Gemeinde ist es im Moment auch sehr wichtig, unsere Funktion als Gemeinde richtig zu verstehen. Ich verstand Kindererziehung immer als ein fundamentales Thema f\u00fcr die Gesundheit der Gemeinde und der Gesellschaft. Findet Kindererziehung nicht in richtiger Art und Weise statt, werden wir die Resultate davon unmittelbar in der Gemeinde und in der Gesellschaft erkennen. In Deutschland werden wir mit einer wachsenden Bewegung konfrontiert, die Kinderbetreuung ab einem Alter von 3 Jahren und fr\u00fcher, teilweise schon ab dem Alter von einem Jahr, vorsieht. Daneben gibt es ebenfalls eine wachsende Bewegung f\u00fcr die Betreuung in Kinderg\u00e4rten. Welche Ratschl\u00e4ge sollen wir als Gemeinden unseren jungen Eltern mit auf den Weg geben? Sollen wir uns eigene Kinderbetreuung oder Kinderg\u00e4rten ins Leben rufen?<\/p>\n<p><em><strong>Tedd:<\/strong><\/em> In den USA wurden wir bereits vor einigen Jahren mit diesen Vorg\u00e4ngen konfrontiert.<br \/>\nUnsere Entscheidung war damals, keine Kleinkinderbetreuungen\/Kinderkrippe anzubieten, weil wir die Ansicht nicht unterst\u00fctzen wollen, dass Kinder in einem solch fr\u00fchen Alter von zu Hause weggegeben werden. Wir denken, dass der ideale Ort, den Gott f\u00fcr die Erziehung der Kinder bestimmt hat, bei ihren Eltern ist. Wir lehren den Kindern, dass es eine gro\u00dfe Gnade Gottes ist, in einer Familie mit Vater und Mutter aufzuwachsen, die dich lieben, die sich dir hingeben, die Weisheit, Reife und Lebenserfahrung haben und es so der beste Ort auf der Welt ist f\u00fcr das Kind ist. So denken wir, dass es das Beste f\u00fcr das Kind ist, zu Hause zu sein, bis sie das Alter erreichen, um zur Schule zu gehen. Das ist ein Nachteil, wenn die Gemeinde schon fr\u00fch damit beginnt, Kinderbetreuung vor der Vorschule, durchzuf\u00fchren. Aber ich denke, dass es auch davon abh\u00e4ngig ist, wie stark diese Bewegung ist und wie stark der Staat darauf dr\u00e4ngt, die Kinder aus dem Haus zu nehmen. In diesem Fall k\u00f6nnten die Kinder davon profitieren, eine christliche Alternative zu haben, wenn es zur Pflicht wird.<\/p>\n<p><em><strong>Christian:<\/strong><\/em> Ja das ist etwas was sich anbahnt. Wir k\u00f6nnen hier in Ost-Berlin eine sehr interessante Entwicklung beobachten. Als wir 1997 nach Berlin kamen, waren die meisten Eltern es gewohnt, ihre Kinder schon im fr\u00fchsten Alter in die Kinderkrippe zu geben, so dass sie selber keinerlei Erfahrung in Sachen Kindererziehung hatten. Der Staat war zu dem Zeitpunkt gegen eine solche Form. Die Eltern sollten die Verantwortung f\u00fcr die Kindererziehung \u00fcbernehmen. Jetzt aber, 15 Jahre sp\u00e4ter, verl\u00e4uft die Entwicklung wieder in die entgegengesetzte Richtung. Der Staat sagt, dass die Eltern die Erziehung nicht<br \/>\nbewerkstelligen k\u00f6nnten und die Verantwortung f\u00fcr die Kindererziehung vom Staat \u00fcbernommen werden m\u00fcsste. Als Gemeinde wollen wir aber den Aspekt der Kindererziehung durch die Eltern unterst\u00fctzen. Daher ist uns dieser Aspekt wichtig. W\u00fcrdet ihr also sagen, dass es sehr wichtig ist, die Verantwortung f\u00fcr die Kindererziehung so lang wie m\u00f6glich bei den Eltern zu belassen?<\/p>\n<p><em><strong>Tedd:<\/strong> <\/em>Absolut! Es ist Gottes Plan, dass Kinder in einer Familie von Eltern aufgezogen werden, die Weisheit, Reife und Lebenserfahrung haben. So hat Gott die Gesellschaft entworfen. Und in der Familie hat Gott einen Ort geschaffen an dem Kinder lernen, Fehler machen und Korrektur erhalten k\u00f6nnen. Sie leben in einem Umfeld, in dem sie Liebe erhalten, in dem sie F\u00fcrsorge erhalten und wo ihnen die Wahrheit Gottes nahe gebracht wird. Das ist das ideale Bild des Ortes an dem die Kinder zur Reife heranwachsen und f\u00fcr die Zeit ausgestattet werden sollen, wenn sie das elterliche Haus f\u00fcr l\u00e4ngere Zeiten verlassen. Christian: K\u00f6nnen wir als Gemeinde dann Mutter-Kind-Gruppen anbieten, die die Eltern in der Kindererziehung unterst\u00fctzen? W\u00e4re das etwas, was ihr empfehlen w\u00fcrdet?<\/p>\n<p><em><strong>Tedd:<\/strong> <\/em>Sicherlich. In den USA gibt es eine Bewegung mit dem Namen \u201eM\u00fctter von Vorschulkindern\u201c, die genau das tun. Sie bieten Hilfe an, damit die Familien sich weiterentwickeln. Sie geben Ideen weiter, weil verschiedene Menschen verschiedene Begabungen haben und diese Begabungen k\u00f6nnen zusammengebracht werden um alle Familien zu bereichern. So kann vieles getan werden um die F\u00e4higkeiten der Eltern<br \/>\nauszubauen. Denn leider haben wir nicht viele gute Vorbilder. Die meisten Leute mit denen wir arbeiten kommen nicht aus intakten Familien, wo sie gute Vorbilder hatten, denen sie folgen k\u00f6nnen. So ist dieses Training sehr wichtig. Auch die Bibel best\u00e4tigt in Titus 2 dieses Prinzip. Die \u00e4lteren Frauen sollen die J\u00fcngeren lehren, ihre Familien zu lieben und f\u00fcr sie zu sorgen. Es ist also eine sehr biblische Idee, dass die Gemeinde einander in diesen Aufgaben unterst\u00fctzt und st\u00e4rkt. Aber die Aufgabe der Erziehung dennoch im Zuhause bleibt.<\/p>\n<p><em><strong>Christian:<\/strong><\/em> Vielen Dank. Wir m\u00fcssen bei dieser Frage gleichzeitig auch \u00fcber die Rolle von Ehemann und Ehefrau nachdenken. Viele junge M\u00fctter beginnen schon fr\u00fch wieder damit zu arbeiten, andere, wenn ihre Kinder in die Schule kommen, Teens sind oder alt genug sind, alleine zu Haus zu sein. Welchen Rat w\u00fcrdest du uns als Gemeinde geben? Welchen Rat sollten wir unseren jungen M\u00fcttern und jungen Familien in dieser Sache geben?<\/p>\n<p><em><strong>Margy:<\/strong><\/em> Die Rolle der Ehefrau und Mutter wurde in unserer Kultur sehr herabgesetzt. Und ich bin mir sicher, dass dies auch in Europa der Fall ist. An folgendes m\u00fcssen wir uns wieder zur\u00fcckbesinnen: Selbst das Umfeld der F\u00fcrsorge f\u00fcr die Kinder und den Ehemann, ist das Umfeld, in welches Gott all das Aufziehen und Lieben und Belehren hineingebaut hat. Also selbst wenn die Frau sich um die W\u00e4sche k\u00fcmmert, das Essen vorbereitet oder sich um das Zuhause k\u00fcmmert, gibt es eine Vielzahl von M\u00f6glichkeiten vor den Kindern auszuleben, dass sie eine Person ist, die den Herrn liebt und von Christus in allem abh\u00e4ngig ist. Die M\u00f6glichkeiten zur Anleitung der Kinder sind zu Hause ohne Ende gegeben. Ich stimme also der Aussage nicht zu, dass eine Frau in ihrer Rolle als Mutter und Hausfrau keine Erf\u00fcllung im h\u00e4uslichen finden kann und sie daher andernorts nach Erf\u00fcllung suchen muss. All die Gaben und F\u00e4higkeiten, die Gott den Frauen gegeben hat k\u00f6nnen zu Hause vollkommen zufriedenstellend ausgelebt werden. Und ich denke, dass es keine wundervollere und erf\u00fcllendere Rolle f\u00fcr eine Frau geben kann, als eine gl\u00fcckliche Mutter in ihrem Zuhause zu sein. Bei der Frau in Spr\u00fcche 31 sehen wir, dass es oft nur bez\u00fcglich der Aktivit\u00e4ten der Frau interpretiert wurde. Wenn wir den Abschnitt aber wirklich sorgsam betrachten, stellen wir fest, dass es hier mehr um den Charakter der Frau geht, die all diese Arbeiten durchf\u00fchrt. Und diese Charaktereigenschaften die notwendig sind um all diese Aufgaben zu tun sind voll mit den Fr\u00fcchten des Geistes. Sie sind voll mit der Bef\u00e4higung durch Gottes Geist bei der Arbeit im Herzen der Frau, damit sie all diese T\u00e4tigkeiten \u00fcberhaupt machen kann. Welch einen wunderbareren Weg soll es sonst geben, sein Leben zu verbringen?<\/p>\n<p><em><strong>Tedd:<\/strong> <\/em>Ich m\u00f6chte dies aus einer weiteren Perspektive darstellen und stimme in allem mit Margy \u00fcberein. Meine Beobachtung ist, und zumindest trifft dies auf die USA zu, und ich nehme an dass es auch auf Europa zutrifft da es ebenso auf S\u00fcdamerika zutrifft, wo mir in Brasilien vor wenigen Wochen dieselbe Frage gestellt wurde: Allgemein ausgedr\u00fcckt, ist die Entscheidung der Frau au\u00dferhalb ihres Zuhauses zu arbeiten, eine Entscheidung des Lebensstils. Wir wollen besseren Urlaub machen, wir wollen sch\u00f6nere Kleidung f\u00fcr unsere Kinder haben, wir wollen ein zweites Auto haben, wir wollen einen bequemeren Lebensstil haben. Und das ist einfacher mit zwei Geh\u00e4ltern umzusetzen. Es ist also eine Wahl des Lebensstils, die sich dazu entscheidet, die Frau aus ihrer aufziehenden Rolle herauszunehmen, um einen h\u00f6heren Lebensstil zu haben. Aber ist es wirklich ein h\u00f6here Lebensstil? Vielleicht materiell. Aber wenn M\u00fctter von einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommen \u2013und V\u00e4ter kommen von einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommen, die ganze Familie nun zuhause ist, die Kinder haben Bed\u00fcrfnisse, jeder ist v\u00f6llig ersch\u00f6pft und geschafft von der Arbeit des Tages, dann bleibt keine Zeit mehr f\u00fcr angenehme Mahlzeiten die f\u00fcrsorglich zubereitet wurden. Das Essen wird nur schnell in die Mikrowelle geworfen um schnellstm\u00f6glich etwas auf den Tisch zu bringen. Dies nagt an einem Lebensstil hinsichtlich der Qualit\u00e4t des Zusammenlebens, der Zeit und der F\u00e4higkeit des Miteinander: eine nette Mahlzeit zu genie\u00dfen, eine freundliche Unterhaltung zu f\u00fchren, und eben nicht eine Frau zu haben die den ganzen Tag auf der Arbeit gehetzt wurde, und nun nach Hause kommt und W\u00e4sche machen muss, sich um die Kinder k\u00fcmmern muss, w\u00e4hrend jeder ersch\u00f6pft ist. Wir haben zwei S\u00f6hne die beide nun auch Familien haben. Unsere beiden Schwiegert\u00f6chter sind zuhause geblieben. Und all die Dinge, die sie mit ihren Kinder zusammen machen k\u00f6nnen, Unternehmungen, das Vorbereiten von Mahlzeiten \u2013das ein wenig Zeit braucht-, selbstgemachtes Brot, all solche Dinge, erschaffen eine Familienatmosph\u00e4re, die f\u00fcr Kinder sehr anziehend und sch\u00f6n ist. Mit Sicherheit machen sie nicht so sch\u00f6nen Urlaub, wie wenn beide arbeiten w\u00fcrden. Aber die Lebensqualit\u00e4t und die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Mutter Zeit zu haben um mit ihren Kinder zusammenzusitzen, wenn sie eine Not bei einem Kind sieht sich hinzusetzten und mit dem Kind zu reden, und Gottes Wahrheit diesem Kind zu bringen. Das kann mit nichts verglichen werden. Mann kann nicht meinen, die Mutter f\u00fcr 40 oder 50 Stunden pro Woche aus dem Haus zu nehmen, ohne etwas dabei zu verlieren. Es ist einfach nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p><em><strong>Christian:<\/strong><\/em> Kommen wir zu einer anderen Sache. In vielen Gespr\u00e4chen mit jungen Frauen, die dar\u00fcber nachdenken zu heiraten, haben meine Frau und ich festgestellt, dass \u00a0viele ein wenig Angst haben zu heiraten. Als Grund nannten sie oft, dass sie nicht w\u00fcssten, wie man einen Haushalt organisiert. Sie haben kaum Unterweisung von ihren M\u00fcttern erhalten. Sie haben nie gelernt zu kochen oder zu b\u00fcgeln. Es ist interessant zu sehen, dass jungen Erwachsenen Dinge beigebracht werden, die sie eigentlich schon in ihrer Kindheit h\u00e4tten lernen sollen. Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht?<\/p>\n<p><em><strong>Margy:<\/strong><\/em> Ja. Wir haben eine ganze Reihe junger M\u00fctter in unserer Gemeinde. Ich leite eine Bibelstudiengruppe f\u00fcr junge M\u00fctter die die keine Rollenvorbilder hatten und jetzt eben damit konfrontiert werden, sich um ihre Kinder, ihren Ehemann und den Haushalt zu k\u00fcmmern. Wir glauben, dass die Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen ein wunderbares Umfeld ist, um solche F\u00e4higkeiten zu lernen. Und nicht nur diese F\u00e4higkeiten zu lernen, sondern auch in solchen Rollen zu leben. Auf eine Art und Weise zu leben, die wirklich sch\u00f6n ist. In der die Sch\u00f6nheit des christlichen Lebens ausgelebt wird. Sie helfen einander, sie sprechen miteinander. Wenn eine Mutter mit etwas zu k\u00e4mpfen hat, ruft sie eine andere Mutter oder mich an &#8212; ich bin so etwas wie eine Gro\u00dfmutter f\u00fcr sie &#8212; und dann sprechen wir am Telefon dar\u00fcber, tauschen uns aus, beten immer miteinander um sie zu ermutigen insbesondere die Angst zu \u00fcberwinden etwas anzupacken von dem man keine Ahnung hat wie man es tut. Und wir stellen fest, dass diese jungen Frauen in diesem Umfeld aufbl\u00fchen. Es ist nicht einfach und da sind viele K\u00e4mpfe. Manchmal sind Schlagl\u00f6cher auf der Stra\u00dfe. Und manchmal erfahren sie zuerst Niederlagen bevor sie Erfolge sehen. Aber wir sehen auch, dass in dem Prozess des Zusammenlebens im Leib Christi solche Dinge \u00fcberwunden sind, selbst diejenigen, die nicht das Privileg hatten, in Familien aufzuwachsen, in denen sie gute Vorbilder hatten oder in einen solchen Prozess eingebunden waren.<\/p>\n<p><em><strong>Christian:<\/strong><\/em> W\u00fcrdest du also sagen, dass das \u00e4ltere M\u00fctter, deren Kinder vielleicht schon aus dem Haus sind, in der Gemeinde noch eine Rolle in der Gemeinde spielen?<\/p>\n<p><em><strong>Margy:<\/strong> <\/em>Ja, absolut. Wo die die Gemeinde auf biblischer Weise funktioniert ist die Rolle der \u00e4lteren Frauen als M\u00fctter und Gro\u00dfm\u00fctter in der Gemeinde arbeitsreicher als jemals zuvor, weil es so viele M\u00f6glichkeiten zum Ermutigen, zum Helfen gibt. Einfach Hand anzulegen und die Last des anderen zu tragen. Ja, es gibt eine Menge M\u00f6glichkeiten, wenn die Frauen sich nur frei machen w\u00fcrden f\u00fcr diese Arbeit, gibt es praktisch kein Ende, f\u00fcr das, was sie tun k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><em><strong>Tedd:<\/strong> <\/em>Oft sind es sehr praktisch Dinge. Margy hilft einigen dabei, die Mahlzeiten f\u00fcr die Woche zu planen. Und dann k\u00f6nnen sie in den Laden gehen, um zielgerichtet f\u00fcr die Mahlzeiten der ganzen Woche einzukaufen, anstatt irgendetwas zu kaufen. Du hast also deine Mahlzeiten geplant und brauchst dir keine Sorgen dar\u00fcber zu machen, was du heute Abend kochen sollst. Du hast die Zutaten zu Hause und brauchst keine Zeit damit zu verschwenden, nochmal aus dem Haus zu gehen, um sie zu besorgen. Es sind also sehr praktische Sachen. All die organisatorischen Dinge f\u00fcr den Haushalt. Und was Margy dann feststellt ist, dass die Frauen sehr erf\u00fcllt und zufrieden sind, weil sie die Rolle erf\u00fcllen, die Gott f\u00fcr sie gemacht hat. Und anstatt dass sie au\u00dferhalb auf ihrem Arbeitsplatz in st\u00e4ndiger Konkurrenz stehen, sind sie in ihrem Zuhause, in einer sehr erf\u00fcllende Rolle als Mutter und Ehefrau. Es ist eine sehr sch\u00f6ne Sache. Selbst die W\u00e4sche zu machen. Und die M\u00f6glichkeiten der Hilfe sind wirklich grenzenlos, wie zum Beispiel den j\u00fcngeren Frauen zu helfen die K\u00fcche zu organisieren: Du solltest deine T\u00f6pfe hier haben, nah am Herd. Es h\u00f6rt sich so einfach an, aber was ist, wenn es dir nie gezeigt wurde und pl\u00f6tzlich wirst du damit konfrontiert und wei\u00dft nicht was du machen sollst. Es gibt also viele erstaunliche Wege, wie man dort Hilfestellung leisten kann. Margys Herausforderung ist eher, dass sie zu wenig Zeit hat, f\u00fcr all die Gelegenheiten die sie hat zu helfen.<\/p>\n<p><em><strong>Margy:<\/strong><\/em> Ich denke auch, dass ein weiterer wichtiger Aspekt die geistliche Seite davon ist, weil wir dazu tendieren, einfach nur zu denken, dass es sich hier um praktische Sachen handelt.<br \/>\nAber wir haben hier eine wunderbare M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Frauen, den jungen M\u00fcttern zu zeigen, dass alles im Leben auch geistlich ist. In allem zu beten, Gott zu vertrauen und zu wissen, was es bedeutet vollst\u00e4ndig in Christus zu sein, ein Teil dieser Gespr\u00e4che, f\u00fchrt diese Frauen zu einem geistlichen Wachstum im Herrn. Es ist sehr spannend und sehr erf\u00fcllend f\u00fcr die \u00e4lteren Frauen daran teilzuhaben.<\/p>\n<p><em><strong>Christian:<\/strong><\/em> Eine letzte Frage. Im Moment werden bei uns seitens der Medien, in Zeitung, Fernsehen und Internet, einige Vorw\u00fcrfe gegen evangelikale Christen laut, die beinhalten, dass Christen ihre Kinder schlagen und dass die Gemeinde dazu aufrufen w\u00fcrde gegen das Gesetz zu Kindesmissbrauch zu versto\u00dfen. Sie m\u00f6chten beweisen, dass Evangelikale dies h\u00e4ufiger tun w\u00fcrden, als andere<br \/>\nGlaubensrichtungen. Wir sind also einer Situation ausgesetzt, in der wir in Bezug auf unser Verst\u00e4ndnis von physischer Disziplinierung oder Erziehung missverstanden werden. F\u00fcr uns darf es kein \u201eschlagen\u201c sein. Die Worte, die die Medien uns entgegenhalten sind aus dem Zusammenhang gerissen. Aber wie sollen wir darauf reagieren? Sollen wir es jetzt einfach lassen, weil der Druck von au\u00dfen so gro\u00df ist? Welchen Rat w\u00fcrdest du geben? Ihr wurdet sicherlich auch mit diesen Vorw\u00fcrfen konfrontiert.<\/p>\n<p><em><strong>Tedd:<\/strong> <\/em>Ich habe ein interessantes Interview zu diesem Thema mit John Piper gesehen. Darin sagte er, dass selbst wenn es ein Gesetz in den USA gegen angemessene physische Disziplinierung von Kindern g\u00e4be, er es weiterhin in seiner Gemeinde lehren w\u00fcrde. Zudem w\u00fcrde er sie darauf vorbereiten, dass sie um ihrer guten Taten willen leiden m\u00fcssten. Nat\u00fcrlich wollen wir Situationen vermeiden in denen Kinder aus ihrem Elternhaus genommen werden und \u00e4hnliches. Da kann es wirklich sehr angsteinfl\u00f6ssende Situationen geben. Ich denke, dass es kein Ende dessen gibt, wie der Staat Druck auf Evangelikale aus\u00fcbt, um ihnen zu verbieten ihren Kindern Gottes Wege beizubringen. Im Moment ist das Thema die physische Disziplinierung. Die Richtung geht aber dahin, dass du deinen Kindern deine religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen nicht mehr lehren darfst. Du darfst ihnen keine Werte mehr beibringen, die im Glauben gr\u00fcnden. Das ist worauf es eigentlich zugeht. Wir waren k\u00fcrzlich in England und haben dort einige Artikel gelesen, die verteidigt haben, dass Eltern kein Recht h\u00e4tten, ihre Kinder mit ihrem Glauben zu beeinflussen. Wenn wir denken, dass es an diesem Punkt aufh\u00f6ren wird, dass der Staat physische Disziplinierung ablehnt, und wir in diesem Bereich einlenken, weil wir meinen dann keinen Druck mehr zu bekommen, dann werden wir sehen dass der Druck nicht aufh\u00f6ren wird. Bis es so weit kommt, dass wir das Recht verlieren, unseren Kindern religi\u00f6se Werte nahe zubringen, weil es sie indoktrinieren w\u00fcrde und sie nicht intelligent oder fortgeschritten genug sind, dieser Indoktrination zu widerstehen und somit ist dies ein Missbrauch deiner Kinder. In diese Richtung geht es. Als Christen m\u00fcssen wir weise im Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Wort leben. Ich denke wir m\u00fcssen sehr weise sein. Wenn man also als Eltern die grundlegende Entscheidung trifft, sein Kind in angemessener Weise physisch zu disziplinieren dann wirst du das nicht ver\u00f6ffentlichen. Du tust dies im Privaten und auf eine sehr vorsichtige und angemessene Weise und ganz sicher darf die Z\u00fcchtigung niemals im \u00c4rger oder exzessiv geschehen. Es darf niemals gewaltt\u00e4tig oder misshandelnd f\u00fcr das Kind sein. Aber es wird kein Ende geben bis der Staat eine vollkommen s\u00e4kulare Kultur erreicht hat in der keine religi\u00f6sen Werte mehr gelehrt werden d\u00fcrfen. Was werden wir dann tun? Wir m\u00fcssen sagen: Wir m\u00fcssen Gott gehorchen. Wir m\u00fcssen Gott gehorchen und wir m\u00fcssen ihm vertrauen, dass er uns besch\u00fctzen und Sorge f\u00fcr uns tragen wird und vorbereitet sein f\u00fcr Gutestun zu leiden.<\/p>\n<p><em><strong>Christian:<\/strong><\/em> Vielen Dank f\u00fcr eure Zeit und eure Antworten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview von Christian Andresen mit Tedd &amp; Margy Tripp, April 2013 Display &quot;Interview mit Tedd und Margy Tripp: Kindererziehung und Kindergarten&quot; from YouTube Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen. Learn more in YouTube\u2019s privacy policy. 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